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Süßes ohne Zucker



Großes Potenzial für Zuckerersatzstoff Stevia

 

Köln, 03. Februar 2012. Der pflanzliche Stoff Stevia ist nur etwa jedem dritten Bundesbürger bekannt. Die Mehrheit der Befragten kennt den pflanzlichen Stoff, der die bis zu 300fache Süßkraft von normalem Zucker hat und auch für Diabetiker geeignet ist, bislang nicht. Dennoch kann sich etwa jeder Zweite vorstellen, Süßwaren zu kaufen, die Stevia statt Zucker enthalten. Auf der ISM in Köln, der weltweit größten Süßwarenmesse, war der Stoff ein vielbeachtetes Thema. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse einer Befragung des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Hierfür wurden 1037 Bundesbürger im Januar 2012 repräsentativ befragt.

 

Demnach kennen 36 Prozent aller Bundesbürger Stevia bereits, besonders häufig die Frauen (41%). Die Mehrheit der Befragten (55 Prozent) ist jedoch ahnungslos. Auch die Mehrheit der besonders häufig Süßwaren konsumierenden Nasch-Affinen zeigt sich mehrheitlich uninformiert (53%). Dennoch würden 47 Prozent aller Befragten und auch 46 Prozent der Naschkatzen Stevia-Süßwaren kaufen. Lediglich 17 Prozent zeigen sich diesbezüglich ablehnend.

 

Bei Süßwaren achten die Deutschen seltener auf Inhaltsstoffe

 

Gerade bei Süßwaren nehmen es die Deutschen mit der Sichtung von Zutaten und Nährwerte bei Weitem nicht so genau wie bei anderen Lebensmitteln. Während 38 Prozent beispielsweise bei Fleisch- und Wurstwaren "immer" auf die entsprechenden Angaben (jeweils 38%) achten, sind es bei Süßwaren lediglich 23 Prozent. Dabei verspeisen 79 Prozent aller Befragten wöchentlich Süßwaren, 23 Prozent sogar täglich. Als liebste Süßigkeit benennen die Befragten am häufigsten die Tafelschokolade (26%), gefolgt von salzigen Knabbereien (15%) und Pralinen (11%).

Neuigkeiten im Süßwarenregal mehrheitlich begehrt

 

Auch für Stevia-Produkte könnte die Neugier der Deutschen auf Dauer von Vorteil sein. Denn 58 Prozent alle Befragten probieren gerne Süßwaren, die sie bislang nicht kannten.

 

"Großes Potential verspricht der durch Stevia ermöglichte zuckerfreie und kalorienreduzierte Genuß von Süßwaren", erläutert Stephanus Tekle, Leiter Consumer-Forschung. Dieser könnte sich bei entsprechenden Produkten als zentrales Verkaufsargument etablieren, da ein möglichst geringer Zuckergehalt (53%) neben Geschmack (96%) und Preis (72%) die größte Rolle beim Süßwareneinkauf spielt. "Die vergleichsweise hohe Offenheit gegenüber dem bislang noch wenig bekannten Zuckerersatzstoff bietet enorme Chancen in der Kundenansprache."

 

+++ +++ +++

 

Über YouGov:

 

YouGov ist ein börsennotiertes Institut für Markt- und Organisationsforschung mit Hauptsitz in London und Standorten in Deutschland, Frankreich, Skandinavien, den USA und dem Nahen Osten. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen ist einer der Pioniere im Einsatz von Online-Erhebungen zur Bereitstellung hochwertiger Daten in der Markt- und Sozialforschung und gehört hier zu den weltweit führenden Anbietern.

YouGov verfügt über Panels mit weltweit über 2,5 Millionen Mitgliedern und beschäftigt in Deutschland ca. 130 branchenspezialisierte Forscher und Berater. Über die Online-Forschung hinaus bietet YouGov auch individualisierte Forschungslösungen für Kunden aus verschiedensten Branchen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.yougov.de.

 

Pressekontakt:

YouGov Deutschland AG

Simon Wolf

Gustav-Heinemann-Ufer 72

50968 Köln

Tel.: +49 221 / 42061 - 596

E-Mail: simon.wolf@yougov.de

 

 

 

Umweltminister Dr. Antonio Brack bekräftigt Gentechnikverbot



Peru setzt auf Biodiversität und Öko-Landbau

 

Gräfelfing/Lima – Der peruanische Umweltminister Dr. Antonio Brack hob bei einem Treffen mit Naturland in Lima am 18.03.2010 den Öko-Landbau als äußerst wichtigen Bereich der peruanischen Umweltpolitik hervor. „Peru hat eine weltweit einzigartige Biodiversität. Diese Vielfalt wird durch den Öko-Landbau nachhaltig genutzt und geschützt. 19.000 zertifizierte Naturland Kleinbauern sind eine hervorragende Werbung für Peru", betonte Umweltminister Brack. Naturland Geschäftsführer Steffen Reese begrüßte insbesondere das peruanische Verbot zur Agro-Gentechnik: „Mit dem Nein zur Agro-Gentechnik ist Peru Vorbild für Europa".

 

Agro-Gentechnik gefährdet Biodiversität

2321 unterschiedliche Kartoffelvarietäten und 55 Maisvarietäten sind heute noch in Peru zuhause. Diese Vielfalt ist angepasst an unterschiedlichste agrarökologische Standort- und Klimabedingungen. „Der Reichtum Perus liegt in seiner enormen Biodiversität. Die Agro-Gentechnik ist eine Bedrohung für diesen unermesslichen Genpool", so Minister Brack. Die Genehmigung der Freisetzung von gentechnisch manipuliertem Mais – wie MON810 – oder die Zulassung der Amflora Kartoffel in Europa haben Konsequenzen auf die politische Diskussion und Entscheidungen in anderen Ländern – wie Peru. Naturland Geschäftsführer Reese: „Wir tragen eine große gesellschaftliche Verantwortung. Das scheint aber noch immer nicht im Bewusstsein der politischen Entscheidungsträger in Berlin und Brüssel angekommen zu sein".

 

Öko-Kaffeeanbau ist Umweltschutz

Naturland zertifizierter Kaffee wächst im Schatten von Bäumen - in sogenannten Agroforstsystemen. Dieses nachhaltige Anbausystem schützt Boden, Klima und Wasser und zeichnet sich durch eine große Artenvielfalt aus."Je mehr Öko-Kaffee in Europa getrunken wird, umso besser für Mensch und Umwelt in Peru", so Minister Brack. Eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sowie der Schutz der Amazonas Regenwälder stehen mit großer Priorität auf der Agenda von Minister Brack, dessen Ministerium erst 22 Monate jung ist. Durch die Verabschiedung des neuen Forstgesetzes sollen die 55 Millionen Hektar Primärwald (Vergleich: Gesamtfläche der Bundesrepublik Deutschland: 37 Millionen Hektar) konsequent geschützt werden. Geplant ist bis zum Jahr 2021 die jährlichen Rodungen von 150 000 Hektar Primärwald vollständig zu unterbinden.

 

Öko-Kaffee aus Peru ist zumeist Naturland Kaffee

16.700 Tonnen Naturland zertifizierter Kaffee mit einem Wert von über 55 Millionen US-Dollar wurden 2009 aus Peru exportiert. Peru ist der weltweit größte Exporteur von Öko-Kaffee, insgesamt wurden 34.500 Tonnen Öko-Kaffee in 2009 exportiert. Mit 19.0000 Bäuerinnen und Bauern, die nach Naturland Richtlinien arbeiten, stellt Peru einen Schwerpunkt von Naturland International dar. Neben Kaffee werden in Peru auch Kakao, Bananen, Mangos und weitere tropische Früchte nach Naturland Richtlinien angebaut.

Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 55.000 Bauern und 500 Herstellern als Naturland Partner einer der größten ökologischen Anbauverbände. Für Naturland gehören Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen.

 

 

Hintergrundpapier Nulltoleranz



Leider hat die EU-Kommission gerade den GV-Mais MIR 604 von Syngenta zum Import in die EU zugelassen. Deshalb mussten im Papier Nulltoleranz einige Fußnoten angepasst werden.

 

www.transgen.de/aktuell/1127.doku.html

 

 


Im Eiltempo: EU-Kommission genehmigt Gentechnik-Mais MIR604

 

(30.11.2009) Nur zehn Tage nach der Abstimmung im Ministerrat hat die EU-Kommission die Einfuhr von gentechnisch verändertem Mais MIR604 genehmigt. Damit können Sojabohnen aus der diesjährigen US-Ernte nach Europa eingeführt werden.

Mit der heutigen Zulassung durch die EU-Kommission sind auch geringfügige technisch bedingte Beimischungen von MIR604-Mais in Agrarrohstoffen und -produkten erlaubt. In den letzten Monaten waren wiederholt Sojalieferungen aus USA zurückgewiesen worden, da sie Spuren von nicht in der EU zugelassenen gv-Pflanzen enthielten. Solche Beimischungen gehen zurück auf Stäube, die bei der Ernte, Transport und dem Verschiffen von Agrarrohstoffen entstehen. 

Vor MIR604 hatte die EU-Kommission in den vergangenen Wochen noch drei weitere gentechnisch veränderte Maislinien für den Import nach Europa sowie die daraus hergestellten Futter- und Lebensmittel genehmigt. 

Alle vier gv-Maislinien werden in den USA angebaut, so dass Einstäubungen in Sojarohstoffe nicht ausgeschlossen werden können. Da jeder Nachweis einer nicht zugelassenen gv-Maislinie unabhängig vom gemessenen Anteil zu einem Einfuhrverbot für die gesamte Agrarlieferung führt, stand die diesjährige US-Sojaernte für den europäischen Markt bisher nicht zu Verfügung. In den letzten Wochen wurden deswegen bereits 200.000 Tonnen Sojarohstoffe an den EU-Grenzen zurückgewiesen. Agrarhändler hatten Lieferungen nach Europa daher weitgehend eingestellt.

Die Zulassung von MIR604-Mais "öffnet die Tür für große Mengen von Sojabohnen aus den USA," sagt ein Sprecher der europäischen Futtermittelwirtschaft. "Wir benötigen diese Lieferungen dringend. Damit sind wir noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen." Wiederholt hatte die Branche vor einer Futtermittelknappheit als Folge der Probleme bei der Einfuhr von US-Sojabohnen gewarnt.

Der gv-Mais MIR604 wurde von dem Agro-Biotechunternehmen Syngenta entwickelt. MIR604-Mais produziert ein gegen den MaiswurzelbohrerMaiswurzelbohrer wirksames BtProteinBtProtein. Die heutige EU-Zulassung schließt den Anbau von MIR604-Mais in der EU aus. Erlaubt ist sein Anbau bisher in USA, Kanada und Japan.

Bei der Zulassung von MIR604-Mais stützt sich die EU-Kommission auf die wissenschaftliche Sicherheitsbewertung durch die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Die EU-Kommission ist verpflichtet, Anträge auf Zulassung von GVO-Produkten zu genehmigen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

 

 

Joyce Moewius

Projekt Gentechnikfreie Regionen

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

Friends of the Earth Germany

 

Tel.: 0049-30-275 86 473

Fax: 0049-30-275 86 440

E-Mail: joyce.moewius@bund.net

 

www.gentechnikfreie-regionen.de

 

Die Erde braucht Freunde.

 

 

 

[Ulrike Höfken] Ministerin Aigner winkt Genmais in Brüssel durch



PRESSEMITTEILUNG

NR. 0952/2009

Datum: 20.11.2009

 

Schwarz-Gelb winkt Genmais in Brüssel durch

Anlässlich der von Ministerin Aigner angekündigten Zustimmung Deutschlands

zur Genmais-Zulassung in der heutigen Sitzung des EU-Agrarministerrats

erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Agrogentechnik:

 

Ministerin Aigner macht sich zur Steigbügelhalterin der

Futtermittelindustrie.

Sie hat angekündigt, der Zulassung der Genmaissorte MIR 604 zuzustimmen.

Damit wird erstmals seit vielen Jahren wahrscheinlich, dass eine

Gentech-Pflanze eine Mehrheit im Agrarministerrat erreicht. Und das, obwohl

diese Maissorte ein ähnliches Gift wie der verbotene Genmais MON 810

enthält. Aigner und die CSU verwirken mit dieser Entscheidung ihren

Anspruch, die tatsächlichen Interessen von Verbrauchern und Landwirten zu

vertreten.

Schwarz-Gelb macht eine Politik zugunsten der Gentechnik-Konzerne und

zulasten der Verbraucherinnen und Verbraucher. Aigner beweist, dass die im

Koalitionsvertrag angekündigte "Beschleunigung von Zulassungsverfahren" auf

ein unkritisches Durchwinken von Gen-Pflanzen hinausläuft.

Es ist kein Zufall, dass jetzt eine Maissorte legalisiert wird, mit der

Futtermittellieferungen aus den USA kontaminiert waren. Wie Antworten der

Bundesregierung auf grüne Anfragen zeigen, existiert der angeblich wegen

Verunreinigungen mit in der EU nicht zugelassenen Gentech-Konstrukten

Futtermittelnotstand gar nicht.

Wir fordern die Bundesregierung auf, ihren Kurs im Umgang mit dieser

veralteten Risikotechnologie zu ändern. Sie darf nicht länger die

Profitinteressen von Gentechnikkonzernen und Futtermittelindustrie über das

Gemeinwohl stellen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Pressestelle Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Telefon: 030-22757212

Fax: 030-22756962

http://www.gruene-bundestag.de

 

 

 

Verbraucherverband beendet Kooperationsprojekt mit Gentechnikindustrie



Quelle: de.indymedia.org

http://de.indymedia.org/2009/11/266349.shtml

 

 

Verbraucherschützer sagen: Danke, BAYER!

 

Bert Schmelzberg 19.11.2009 03:32 | Themen: Medien Ökologie

 

Heimlich, still und leise hat die Verbraucher Initiative (VI), ein Verein,

der sich selbst Verbraucherschutzverband nennt, die Trägerschaft für ein von

BAYER, Monsanto & Co. bezahltes "Informationsportal" zu Genfood aufgegeben.

Im diesjährigen Rechenschaftsbericht, vorgelegt zur Mitgliederversammlung am 31. Oktober, teilten Bundesvorstand und Geschäftsführung der VI mit:

 

--Seit dem Start im Jahr 1997 war die VERBRAUCHER INITIATIVE ideelle

Trägerin des Internetportals www.transgen.de (Transparenz für Gentechnik bei

Lebensmitteln). transgen.de war einer der ersten Versuche, das damals noch

wenig verbreitete Medium Internet konsequent für neue Formen der

Verbraucherinformation zu nutzen - und das bei einem Thema, das von Beginn an Gegenstand heftiger gesellschaftlicher Auseinandersetzungen war.

Inzwischen ist transgen.de als zuverlässige Informationsquelle geschätzt.

Die Internetseite wird sowohl von interessierten Verbrauchern genutzt, wie

auch von Lehrern, Journalisten und allen, die sich professionell mit

Gentechnik, Landwirtschaft und Lebensmitteln beschäftigen. Anfang des Jahres 2009 wurde mit dem "Forum Bio- und Gentechnologie - Verein zur Förderung der gesellschaftlichen Diskussionskultur e. V." eine neue Form der Trägerschaft gegründet. Träger sind Wissenschaftler aus mehreren Städten sowie einige Journalisten, die für das Internetportal transgen.de arbeiten. Die

VERBRAUCHER INITIATIVE gehört diesem Verein nicht an.

 

Die VERBRAUCHER INITIATIVE begrüßte im Frühjahr die Entscheidung von

Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse

Aigner zum Anbauverbot von MON810.--

 

Mit dieser umständlichen und gut versteckten Ausstiegserklärung endet ein

besonders krasses Beispiel von Konzern-Greenwashing und NGO-Käuflichkeit.

Denn bei TransGen.de geht es nicht um Verbraucherschutz oder Transparenz,

sondern um geschickte Gentechnik-Werbung, als scheinbar ausgewogene

Information getarnt. Die VI lieferte dabei nur die vertrauenerweckende

Fassade. Bezahlt wurde und wird TransGen von BAYER CropScience, BASF, Dow

Agro Sciences, Monsanto, Du Pont/Pioneer Hi-Bred und Syngenta Agro.

 

Es stimmt, dass TransGen eine zuverlässige Quelle ist - nämlich für

trojanische Gentechnikpropaganda. Leider stimmt es auch, dass die Seite von

LehrerInnen und JournalistInnen genutzt wurde. Nach einer Aufklärungsaktion

von Anti-Gentechnik-Aktiven vor einigen Jahren nahmen wenigstens die

Umweltverbände ihre Empfehlungen für TransGen zurück.

 

"Ausgewogene" Berichterstattung bei TransGen

 

Hier ein Beispiel für die Arbeitsweise von TransGen: Am vergangenen Dienstag wurde der sogenannte Benbrook-Report veröffentlicht, eine Langzeitstudie, derzufolge der Einsatz von Gentechnik zur Ausbreitung von

pestizidresistenten Unkräutern führt und die Pestizidrückstände in

Lebensmittel ansteigen lässt. Die Studie wertete öffentliche Daten des

US-Agrarministeriums aus. Bei TransGen wird daraus eine "ausgewogene"

Meldung:

 

--Mehr oder weniger Pestizide? - Zwei aktuelle Studien über die

Umweltauswirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen kommen zu

unterschiedlichen Ergebnissen. ... Eine der Studien, verfasst von Charles

Benbrook und herausgegeben von den US-amerikanischen

Nicht-Regierungsorganisationen The Organic Center und Union of Concerned

Scientists, kommt zu einem negativen Ergebnis: In den USA ist seit der

Markteinführung herbizidresistenter gv-Pflanzen 1996 die Menge der

ausgebrachten Herbizide um 175 Millionen Kilogramm gestiegen ... In der

Studie des britischen Agrarökonoms Graham Brooks (PG Economics) fällt die

Bilanz dagegen positiv aus. Er hat als Folge des Anbaus von gv-Pflanzen

zwischen 1996 und 2007 weltweit einen rückläufigen Einsatz von Herbiziden

ermittelt. Danach sind etwa 200 Millionen Kilogramm weniger ausgebracht

worden.--

 

Während TransGen nicht vergisst, die "negative" Studie als NGO-Studie zu

kennzeichnen, verschweigt das Portal, dass die positive Bilanz von einem

Forscher gezogen wurde, dessen Porträt man auf der Webseite von Monsanto

bewundern kann. Auch der Zeitpunkt seiner Veröffentlichung ist kein Zufall:

Graham Brooks hat der Gentechnikindustrie auch schon nach anderen kritischen Studien "wissenschaftliche" Munition zur Verteidigung geliefert.

 

Verbraucherverband schwieg zu Gentechnik

 

Die Verantwortlichen bei der VI scheinen lange Zeit weder solche

"Feinheiten" bemerkt noch überhaupt erkannt zu haben, dass ihnen als

Trägerorganisation von TransGen die Rolle des nützlichen Idioten zufiel.

Vielleicht waren die Dollarzeichen einfach zu groß. Das Geschäft hat sich

jedenfalls für die Gentechindustrie doppelt gelohnt, denn TransGen konnte

befriedigt feststellen:

 

--Der einzige große Verbraucherverband, der sich aus Einzelmitgliedern

zusammensetzt, klammert "Gentechnik" auf seiner Website nahezu aus - aus

gutem Grund: Die Verbraucher Initiative ist Träger von TransGen.--

 

Bei dem neuen Träger von TransGen, dem "Forum Bio- und Gentechnologie -

Verein zur Förderung der gesellschaftlichen Diskussionskultur e. V.",

handelt es sich praktisch um die MitarbeiterInnen von TransGen selbst. Sie

nennen sich als Firma inzwischen "i-bio" und zeichnen auch noch für drei

ähnliche Gentechnik-"Informations"-Portale verantwortlich.

 

Geändert hat sich also bei TransGen fast nichts, außer dass der Name einer

wenig bekannten Verbraucherorganisation vom "Türschild" verschwunden ist.

Zum Glück gibt es immer noch Wissenschaftlerinnen, Aktivisten und

Journalistinnen, die sich nicht kaufen lassen, denn die Wahrheit

herauszufinden und zu verbreiten macht einfach viel mehr Spaß.

 

 

Dieser Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/

 

 

[...]

 

Bert Schmelzberg 19.11.2009 - 20:57

 

Weil Nachweise verlangt werden, hier mal die Links, mit denen sich der

Artikel nachvollziehen lässt: 

> VI-Rechenschaftsbericht: 

> http://www.verbraucher.org/pdf/227.pdf

> TransGen-Geldgeber: 

> http://www.transgen.de/home/impressum/792.doku.html

> TransGen-Selbstdarstellung: 

> http://www.transgen.de/home/impressum/799.doku.html

> Kommunikationsstrategie in der Gentechnik-PR: 

> http://www.hybridvideotracks.org/Kommunikationsstrategien.html

> Benbrook-Report: 

> http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/20951.html

> TransGen über den Benbrook-Report: 

> http://www.transgen.de/aktuell/1132.doku.html

> Graham Brookes (sorry, nicht Brooks) bei Monsanto: 

> http://www.monsanto.com/biotech-gmo/asp/experts.asp?id=GrahamBrookes

> Briefing Papers von Graham Brookes zur Abwehr von Gentechnikkritikern: 

> http://www.pgeconomics.co.uk/

> TransGen-Lob für die VI: 

> http://www.transgen.de/wissen/service/links/umweltverbaende/

> Neuer Träger von TransGen, VertreterInnen: 

> http://www.forum-biotechnologie.de/de/impressum.html

> MitarbeiterInnen von i-bio: 

> http://www.i-bio.info/werwirsind/4.html

> Von i-bio betreute Projekte: 

> http://www.i-bio.info/waswirmachen/internet/1.html

  ------------------------------------------------------------------------

 

 Ergänzungen

> http://de.indymedia.org/2009/11/266349.shtml?c=on#comments

 

 ------------------------------------------------------------------------

 

Indymedia ist eine weltweite Plattform unabhängiger Medienorganisationen

und hunderter JournalistInnen, die eigenverantwortlich nicht

hierarchische, nicht kommerzielle Berichterstattung betreiben.

 

 

 

Globalisierung in Indien



http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2009/nr46/Wirtschaft/18603.html

WOZ Die Wochenzeitung

WOZ vom 12.11.2009 - Ressort Wirtschaft

 

Vandana Shiva

<Benutzen Sie Ihre Hände!>

Die indische Physikerin, Philosophin und Aktivistin erzählt, was die

Globalisierung in Indien anrichtet, warum die Landwirtschaft so wichtig ist

und was wir von Quantenphysik lernen können.

 

Interview: Bettina Dyttrich

 

WOZ: In Europa sind sich fast alle einig, dass die armen Länder

Wirtschaftswachstum brauchen. Sie, Vandana Shiva, weisen diese Idee zurück.

 

Vandana Shiva: Ja. Denn Wachstum misst nicht die Produktion, sondern nur

jenen Teil davon, der auf den Markt kommt. Wenn die Armen ihre Produkte

verkaufen und dabei verhungern, wächst die Wirtschaft. Wachstumszahlen

sagen nichts darüber aus, wie viel die Leute essen, wie viel sauberes Wasser sie haben, ob sie ihren Lebensunterhalt gut bestreiten können - sie messen nur den Geschäftssektor. Und weil dieser immer mehr von grossen Firmen

beherrscht wird, ist Wachstum heute ein Zeichen für wachsende Ungleichheit.

Als wir in Indien 4,5 Prozent Wachstum hatten, war die Gesellschaft

gerechter. Jetzt haben wir 9 Prozent, und die Armen werden ärmer. Inzwischen sagt sogar der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz, dass sich mit Wachstum das Wohlergehen der Menschen nicht messen lässt.

Aber die Idee ist immer noch in den Köpfen der Leute.

Ja, weil sie propagiert wurde wie ein religiöses Dogma. Wenn man es lange

genug wiederholt, glauben es die Leute. Was wir messen sollten, ist viel

umfassender: wie viele Menschen Arbeit haben, was sie produzieren und was

sie konsumieren - die Qualität der konsumierten Güter.

Der Konsum kann aber auch nicht immer weiterwachsen.

Nein. Muss er auch nicht. Heute be-obachten wir überall, dass die Zunahme

des Konsums mit sinkender Qualität der Güter einhergeht. Ich komme gerade aus den USA. Ich liebe Joghurt, es ist eines meiner Grundnahrungsmittel in Indien. Aber das Joghurt in den USA ist nicht essbar, es ist eine durchsichtige, schwabblige Masse. Was wir brauchen, sind weniger und bessere Dinge. Nicht immer mehr schlechtere.

Das jetzige Wirtschaftsmodell hätte Probleme mit dieser Entwicklung.

Das jetzige Wirtschaftsmodell hat sowieso Probleme! (lacht) Seine Zeit ist

abgelaufen, es war ein falsches Modell. Es ist sinnlos, noch mehr

Steuergelder für seine Rettung zu verschwenden. In diesem Modell hungert

eine Milliarde Menschen, und zwei Milliarden leiden an Fettleibigkeit,

Diabetes und Bluthochdruck, weil ihre Nahrung dermassen schlecht ist. Wir

brauchen ein anderes Wirtschaftsmodell, das sich an den Grenzen der Erde und an Gerechtigkeit orientiert - die Erde gibt genug für alle.

 

Aber auch in Indien träumen doch viele vom westlichen Modell?

 

Die Reichen wollen es. Ich schätze, es sind etwa 4 oder 5 Prozent der

indischen Bevölkerung. Nicht mehr. Aber sie sind sichtbar, denn sie sind im

Fernsehen zu sehen. Die restlichen 95 Prozent gehören zu den Verlierern der

Globalisierung, und etwa ein Drittel von ihnen wehrt sich mit aller Kraft.

Denn Globalisierung basiert auf dem Auslagern von Produktion und

Verschmutzung. Industrie braucht Land, und dieses Land wird KleinbäuerInnen und Stammesgesellschaften weggenommen. Darum kämpfen sie. Ein Drittel Indiens ist zurzeit unregierbar, weil die Rebellion der Armen so intensiv ist.

 

Indien ist eine Demokratie. Gibt es keine demokratischen Möglichkeiten, sich

zu wehren?

 

Die KleinbäuerInnen haben ein Recht auf ihr Land. Die Stammesgesellschaften haben sogar noch mehr Rechte, denn sie dürfen laut Verfassung allein über ihre Ressourcen entscheiden. Aber die Gesetze werden ausser Kraft gesetzt, wenn es um Grossprojekte wie Autobahnen geht. In den Sonderwirtschaftszonen sowieso. Und das Schlimmste ist, dass dabei Militärgewalt gebraucht wird. Die einzige Möglichkeit, Demokratie zu zerstören, ist Gewalt.

 

Wie können wir ein neues Wirtschaftsmodell entwickeln?

 

In Indien gibt es bereits nachhaltige Wirtschaftsmodelle. Dort ist es heute

am dringendsten, eine falsche Entwicklung zu vermeiden. Wir müssen die

Prinzipien von Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit erhalten, mit denen Menschen

wie Mahatma Gandhi unser Land inspirierten. Es war bis vor einigen Jahren

staatliche Politik, dass Indien ein Land der KleinbäuerInnen und die

Nahrungsproduktion so nah wie möglich bei den KonsumentInnen sein sollte.

Wie ich in <Leben ohne Erdöl> beschrieben habe, sind wir mit drei Krisen

konfrontiert: dem Klimachaos, Peak Oil und der Nahrungskrise. Der einzige

Weg, diese drei Krisen zu lösen, ist eine Landwirtschaft zu betreiben, die

mit der Erde arbeitet, nicht auf der Basis von Öl.

 

Wie geht das konkret?

 

Es werden wieder mehr Menschen in der Landwirtschaft arbeiten müssen, auch

in den reichen Ländern. Wir müssen zurück zur Wirtschaft der realen Welt,

auf der Basis realer Energien, realer Talente von Menschen und ihrer realen

Bedürfnisse. Wir müssen jetzt Modelle gegenseitiger Unterstützung aufbauen.

Wenn wir uns jetzt nicht vorbereiten, werden wir sehr heftige Konflikte

haben, einen Kampf aller gegen alle.

 

Die Arbeit in der Landwirtschaft ist nicht gerade mit hohem Ansehen

verbunden. Vor allem die Handarbeit - das fällt mir auch auf in der

landwirtschaftlichen Schule, die ich besuche.

 

Das stimmt. Die Leute werden Bauern, weil sie für alles andere zu blöd sind

- das glauben wir heute. Darum sehe ich meine Aufgabe darin, die harte

Arbeit der KleinbäuerInnen zu würdigen. Wenn wir das nicht tun, wird niemand

mehr diese Arbeit machen wollen. Und dann werden wir nichts mehr zu essen

haben. Die Menschen sind die einzige Art, die dumm genug ist, die

Bedingungen für ihr eigenes Aussterben gezielt zu schaffen. Die industrielle

Landwirtschaft vernichtet Nahrung. Wir verschwenden neunzig Prozent der

erhältlichen Kalorien, indem wir dem Vieh Getreide füttern.

 

In Ihrem Buch betonen Sie aber, wie wichtig Nutztiere seien.

 

Es gibt keine nachhaltige Landwirtschaft ohne die Kombination von Tieren,

Bäumen und Ackerbau. Wir haben die Systeme auseinandergerissen - die

Landwirtschaft ganz auf Ackerbau ausgerichtet und die Tiere in Gefängnisse

gesperrt. In einer ökologischen Landwirtschaft ergänzen Tiere die Menschen,

sie konkurrenzieren sie nicht. Sie fressen das, was Menschen nicht essen -

Gras, Stroh und Erntereste -, und geben den Menschen Nahrung, Energie und

Dünger.

 

Funktioniert diese Ergänzung in Indien noch?

 

Zum Teil. Leider hat die sogenannte Grüne Revolution hier Schaden

angerichtet. Die Hochleistungsgetreidesorten haben viel kürzere, härtere

Halme, die das Vieh nicht fressen kann. Deshalb wurden vielerorts die

Zugochsen abgeschafft und stattdessen Traktoren gekauft. KleinbäuerInnen

brauchen mindestens dreissig Jahre, um die Schulden für einen Traktor

zurückzuzahlen. Und wenn sie nicht zahlen können, bringen sie sich um. Das

ist einer der Gründe für Bauernselbstmorde in Indien - der andere ist das

Gentechsaatgut.

 

Sie sprechen vor allem über Landwirtschaft. Was ist mit dem Rest der

Wirtschaft?

 

Alles hängt von der Landwirtschaft ab. Wenn sie sinnvoll organisiert ist,

wird sich auch der Rest verändern. Das enorme Wachstum der Städte wird

aufhören, wenn die KleinbäuerInnen von ihrer Arbeit leben können. Wenn sich jede Region selber mit Lebensmitteln versorgen kann, wird das den

Transportsektor verändern, es wird die Städteplanung verändern.

 

Was sollen wir im Norden tun?

 

Das Wichtigste scheint mir, die Demokratie zurückzufordern. Denn sie ist von

der Wirtschaft korrumpiert. In der Schweiz konntet ihr immerhin dar-über

abstimmen, ob ihr Gentechnahrung wollt. Aber die meisten Menschen können das nicht. In meinem vorletzten Buch, <Erd-Demokratie>, habe ich dafür plädiert,dass wir Demokratie gleichzeitig in lokale Zusammenhänge einbetten und global machen. Wir brauchen eine Demokratie der Erde: Das heisst einerseits, viel aktiver zu werden beim Verändern der lokalen Bedingungen. Und sich gleichzeitig vielmehr der ganzen Welt bewusster zu werden.

 

Als Kernphysikerin glaubten auch Sie früher an technische Lösungen. In Ihrem neuen Buch beschreiben Sie Ihr Schlüsselerlebnis: Ihre Schwester, eine

Ärztin, erklärte Ihnen die Risiken der Atomkraft.

 

Diese Erfahrung lehrte mich Bescheidenheit. Vorher war ich mir sehr schlau

vorgekommen als Kernphysikerin. Wie viele Frauen waren zu jener Zeit schon

in der Nuklearindustrie tätig? Jetzt wurde mir klar, dass es so vieles gibt,

was ich nicht weiss. Wir wurden ausgebildet, um TechnikerInnen zu sein.

Nicht um das Ganze zu verstehen. Darum gab ich die Kernphysik auf und

spezialisierte mich auf Quantenphysik. Ich wollte verstehen, wie die Welt

funktioniert, nicht eine Schraube sein im technischen Establishment.

 

Was haben Sie dabei gelernt?

 

Ich verstand, dass Reduktionismus und Macht Hand in Hand gehen. Dass man das Ganze zerstören muss, wenn man es beherrschen will. In Wirklichkeit kann man es nicht beherrschen. Wenn man das Ganze versteht, kann man nicht mehr gewalttätig sein dagegen. Wenn wir uns stärker bewusst wären, wie die Natur und unser Planet funktionieren, wären wir viel weniger gewalttätig.

 

 

Hilft Quantenphysik bei diesem Verständnis?

 

Sie war sehr, sehr hilfreich. Sie hilft auch, optimistisch zu bleiben in

brutalen Zeiten. Denn die Grundlage der Quantentheorie ist Unsicherheit: Es

gibt nichts Vorhersagbares. Daraus folgt, dass es immer möglich ist, dass

sich die Dinge verändern. Das ist ein Naturgesetz. Wir denken, mit Macht

hätten wir mehr Kontrolle. Aber in Wirklichkeit verlieren wir sie. Sich in

selbstorganisierten und selbstregulierten Systemen zu vernetzen, ist

gleichzeitig Ökologie und Demokratie.

 

Wie lässt sich das Denken in diese Richtung verändern?

 

Das Denken verändert sich durch Bildung. Und die beste Bildung ist direkte

Erfahrung. Sie lernen zu bauern - das ist der beste Weg, das Denken zu

verändern. Wenn Sie Ihre Hände gebrauchen und Kontakt mit dem Erdboden

haben, wird ein anderer Teil Ihres Gehirns aktiv. Ich empfehle Gartenarbeit

als Schulfach für alle Kinder. Lassen wir die Kinder ihren eigenen Weg

finden. Aber wir sollten ihnen zumindest Gärten geben.

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Vandana Shiva

 

Sie hatte die besten Voraussetzungen für eine Karriere in der Forschung:

Vandana Shiva wurde 1952 in eine wohlhabende nordindische Familie geboren.

Die Eltern waren aufgeschlossen für ökologische und feministische Fragen.

Shiva studierte Physik und doktorierte bereits mit 27 Jahren. Doch die

Abholzung der nordindischen Wälder und der verheerende Unfall in einer

Pestizidfabrik in Bhopal 1984 brachten sie dazu, sich immer mehr mit

ökologischen und sozialen Fragen zu beschäftigen. Sie schloss sich der

Chipko-Bewegung an, den Frauen, die Bäume umarmten, um sie vor der Abholzung zu schützen. Sie begann für Biolandwirtschaft, gegen Gentechnik und für Frauenrechte zu kämpfen. 1993 gewann sie den Right Livelihood Award, den sogenannten Alternativen Nobelpreis. Shivas Lebenswerk ist Navdanya, eine Organisation für Biolandbau-Forschung und die Erhaltung von Saatgut, die im Bundesstaat Uttarkhand einen Hof mit eigener Samenbank betreibt.

www.navdanya.org

 

Aktuelle Bücher:

<Leben ohne Erdöl>. Rotpunktverlag. Zürich 2009. 260 Seiten. 32 Franken.

<Erd-Demokratie>. Rotpunktverlag. Zürich 2006. 300 Seiten. 34 Franken.

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Wirtschaft zum Glück

Dieser Artikel ist der vierzehnte Beitrag der WOZ-Serie <Wirtschaft zum

Glück>, in der wir nachhaltige Produktions- und Eigentumsformen, neue Ideen für eine neue Ökonomie und ökologisch sinnvolle Projekte vorstellen.

Finanziert wird diese Serie aus einem Legat des früheren Nachhaltigen

Wirtschaftsverbandes WIV.

Weitere Texte im Dossier: <Wirtschaft zum Glück>

 

 

 

 

 

Süße Überraschung



Frankreich genehmigt Stevia-Extrakt als Süßstoff

 

So schnell hätte wohl niemand damit gerechnet: Die französischen Behörden

haben Ende August 2009 Rebaudiosid A, ein aus Stevia-Blättern extrahiertes

Glycosid, zunächst für einen Zeitraum von zwei Jahren als Süßungsmittel für

bestimmte Lebensmittel zugelassen. Die Zulassung gilt nur innerhalb

Frankreichs. Nach Deutschland dürfen die mit Rebaudiosid A gesüßten

Lebensmittel nicht vertrieben werden. Dafür wäre eine Ausnahme-

genehmigung erforderlich.

 

Das Süßungsmittel wird aus Stevia rebaudiana gewonnen, einer in Peru

heimischen Pflanze. Der Stoff ist rund 300 Mal süßer als Zucker,

liefert jedoch keine Kalorien und wirkt auch nicht kariogen.

Seit Jahren wird der Extrakt wie auch das getrocknete Kraut der

Stevia-Pflanze von seinen Anhängern als natürliche und gesunde

Alternative zu Zucker und synthetischen Süßstoffen gepriesen.

Dem standen bislang kritische Stimmen aus der Risikobewertung

entgegen: Ein Abbauprodukt der Steviol-Glycoside hatte in Tierversuchen

mutagene und entwicklungstoxische Wirkungen gezeigt. Ob Steviol auch vom menschlichen Körper aufgenommen und wie es dort verstoffwechselt wird,

galt lange Zeit als unklar. Das französische Dekret über die temporäre Zulassung

von Rebaudiosid A definiert strenge Reinheitsforderungen. Zu mindestens 97

Prozent muss das weiße Pulver aus dem süßenden Stoff bestehen. Je nach

Art des Lebensmittels sind außerdem unterschiedliche Höchstmengen für den

Einsatz von Rebaudiosid A festgelegt.

 

Bereits im Jahr 2008 hatte der Gemeinsame Sachverständigenausschuss für

Lebensmittelzusatzstoffe der WHO/FAO (JECFA) eine Sicherheitsbewertung zu

Steviol-Glycosiden abgegeben. Er fordert danach einen Reinheitsgehalt von

95 Prozent. Die Schweiz erteilte im November desselben Jahres

Einzelgenehmigungen für drei mit Stevia-Extrakt gesüßte

Erfrischungsgetränke. Dass die Franzosen diesem Vorstoß jetzt folgen,

erstaunt, da die Reglementierung von Zusatzstoffen innerhalb der

Europäischen Union momentan im Umbruch ist. Künftig sollen alle

Bewertungen von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)

nach einem einheitlichen Verfahren durchgeführt werden. Ein Antrag auf

Zulassung eines Stevia-Extraktes als Süßungsmittel liegt der EFSA bereits vor.

Stellt die Behörde keine gesundheitlichen Risiken fest, muss die Europäische

Kommission dem Antrag noch zustimmen. Dann dürfte Stevia-Extrakt auch

europaweit als Süßungsmittel eingesetzt werden. Eine positive Bewertung

durch die EFSA gilt als wahrscheinlich, mit einer Entscheidung der Kommission

wird 2011 gerechnet. aid, Dr. Christina Rempe

 

 

Quelle: www.gourmet-report  -  www.kochmesser.de/news.html

 

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Obama besetzt wichtige Posten mit Monsanto-Gefolgsleuten



http://www.naturkost.de/wp/2009/10/obama-setzt-auf-monsanto/

 

naturkost.de - 05.10.2009

 

USA: Obama setzt auf Monsanto

 

US-Präsident Barack Obama hat in den letzten Wochen mehrere wichtige Posten innerhalb seiner Administration mit Gefolgsleuten des Gentechnik-Konzerns Monsanto besetzt. Beobachter überrascht das nicht. Denn US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack hat schon in seiner Zeit als Gouverneur von Iowa die Interessen Monsantos vertreten.[1]

 

Der frühere Monsanto-Vize-Präsident Michael Taylor [2] dient jetzt der US-Lebensmittelbehörde FDA als oberster Experte für Lebensmittelsicherheit. Taylor ist dort kein Unbekannter. Er war zuerst als Anwalt für Monsanto tätig, bevor er 1991 bis 1994 die Grundsatzabteilung der FDA leitete und bis 1996 im Landwirtschaftsministerium für Lebensmittelkontrollen zuständig war. Danach wechselte er zurück zu Monsanto, wurde dort Cheflobbyist und Vize-Präsident. Im Wahlkampf beriet Taylor Obama in Landwirtschaftsfragen.

 

Das neugegründete National Institute of Food and Agriculture (NIFA) wird Roger Beachy [3] leiten. Er arbeitete bisher als Präsident des Donald Danforth Plant Science Center, das von Monsanto mit gegründet und finanziert wurde. An der Universität von Washington hatte er zuvor für Monsanto genmanipulierte Tomaten entwickelt. Aufgabe des NIFA ist es, Forschungsgelder des Landwirtschaftsministeriums zu verteilen. Derzeit sind es rund 200 Millionen US-Dollar im Jahr. Beachy will den Betrag in den nächsten drei bis vier Jahren auf 700 Millionen Dollar steigern.

 

Als oberster Chefunterhändler für alle Agrarfragen hat Obama Islam A. Siddiqui nominiert. Er war bisher Vize-Präsident des Pestizid-Herstellerverbandes CropLife America [4] und dort für Biotechnologie und Handel zuständig. Künftig wird es seine Aufgabe sein, in internationalen Wirtschaftsgremien wie der WTO Handelshindernisse für US-Agrarprodukte aus dem Weg zu räumen.

 

[1] http://www.genfoodneindanke.de/texte/nachrichten/20090126a.html

[2] http://www.spinprofiles.org/index.php/Michael_Taylor

[3] http://www.spinprofiles.org/index.php/Roger_Beachy

[4] http://www.croplifeamerica.org/

 

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++ Weitergeleitet durch DNR Redaktionsbüro Fachverteiler ++

 

 

Länder wollen GVO-Nulltoleranz kippen



Länder für praxisgerechte Anwendung der Nulltoleranz-Regelung

18.09.2009

 

 

 

 

Die Agrarminister der Länder haben sich heute bei ihrer Herbstkonferenz in Eisleben (Sachsen-Anhalt) für schnelle Zulassungsverfahren bei gentechnisch veränderten Futtermitteln und für eine praxisgerechte Anwendung der sog. Nulltoleranz-Regelung in der EU ausgesprochen. Sie baten die Bundesregierung, sich dafür bei der EU-Kommission in Brüssel einzusetzen.

Dies sei notwendig, um die deutsche Veredlungswirtschaft auch künftig in ausreichender Menge mit Eiweißfuttermitteln zu versorgen. Insbesondere die Futtermittelbranche kritisiert die gegenwärtige Handhabung der Nulltoleranz-Regelung, bei der selbst geringste Spuren von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Futtermitteln ausreichen, z.B. ganze Schiffsladungen von Soja zurückzuweisen. Die Wettbewerbsfähigkeit des Veredlungsstandortes Europa sei dadurch gefährdet, so die Branche.

Bayern geht in dieser Frage einen Sonderweg. In einer Protokollnotiz zum Beschluss der Agrarminister machte der Freistaat deutlich, dass Bayern aufgrund der Vorbehalte in der Bevölkerung ein gentechnikfreies Bündnis europäischer Regionen anstrebt und vor diesem Hintergrund an dem Grundsatz der Nulltoleranz festhält.

 

 

Projektbüro

Nordhessen - natürlich : ohne Gentechnik !

 

Biohof Groß

Dorfbrunnen 1

34576 Homberg

05681/2607 0170/3803416

 

 

 

Gentechnikfreie Region Marburg - Biedenkopf



 

Amtsgericht Weimar lehnt Freilassungsantrag von Feldbefreier ab
Inhaftierter Imker erlebt breite Solidarität

Am 9.September 2009 erhielt der Rechtsanwalt des inhaftierten Berufsimkers und Feldbefreiers Michael Grolm eine ablehnende Antwort auf seinen Antrag auf sofortige Freilassung seines Mandanten. Die Weimarer Amtsrichterin Carolina Brauhardt ließ sich nicht von der Kritik an der Unverhältnismäßigkeit der Haftdauer überzeugen. Der Gentechnikgegner war wegen seiner Feldbefreiungsaktion 2008 zu 1000 Euro Strafe oder alternativ 2 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Er hatte von Anfang an erklärt, die Haft antreten zu wollen. Dann aber verlangte das Gericht zuvor einen Offenbarungseid. Weil Grolm sich weigerte, diesen abzulegen, wurde er am 27. August in Erzwingungshaft genommen und sitzt seitdem im Gefängnis in Suhl. ....weiterelesen

 

 

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ENDE Newsletter, Aktuelles unter www.Ebsdorfergrund-Gentechnik.de

Impressum: Bürgerinitiative Gentechnikfreie Region Marburg - Biedenkopf

Administration: www.RegioAgentur.NET

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EFSA sieht kein erhöhtes Risiko für Verbraucher



http://www.topagrar.com/index.php?

option=com_content&task=view&id=13550&Itemid=

519

Glyphosat: Brüssel sieht kein erhöhtes Risiko für Verbraucher

Durch eventuelle Rückstände des Breitbandherbizids Glyphosat und seiner Abbauprodukte in Nahrungsmitteln pflanzlichen und tierischen Ursprungs bestehen für Verbraucher keine langfristigen Gesundheitsrisiken. Zu diesem Schluss kommt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Wie aus einem EFSA-Gutachten hervorgeht, das in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, sind die Stoffe N-Acetyl-Glyphosat und N-Acetyl-AMPA toxikologisch nicht anders zu bewerten als der Ausgangsstoff Glyphosat selbst.

Hintergrund des Gutachtens ist ein Antrag des Unternehmens DuPont de Nemours, das damit Eigenschaften neuer gentechnisch veränderter, in den USA produzierter Mais- und Sojabohnenlinien abklären lassen will. In den Zellen der Pflanzen treten neben Glyphosat die beiden anderen genannten Stoffe als Abbauprodukte auf. EFSA berichtete, N-Acetyl-Glyphosat sei bei Behandlungen wie Pasteurisieren, Kochen, Backen und Sterilisieren stabil. Verarbeitungstests legten nahe, dass in Maisstärke sowie in Mais- und Sojaöl keine messbaren Rückstände des Stoffes aufträten. Gefunden worden seien alle drei Substanzen allerdings in Sojabohnenschalen. Nutztiere würden durch den Verzehr von Futtermitteln, die die neuen gentechnisch veränderten Organismen (GVO) enthielten, mit den Substanzen in Kontakt gebracht. Die Aufnahme von Glyphosat und seinen Metaboliten liege für alle Nutztierrassen über dem Schwellenwert von 0,1 mg/kg Trockenmasse, wenn den Tieren Mais und Soja mit dem fraglichen Gen verabreicht würden. Der Übergang in tierische Nahrungsmittel sei jedoch sehr gering.

EFSA empfiehlt die Beibehaltung der derzeit gültigen Rückstandswerte für tierische Produkte. Allerdings sollte die Rückstandsdefinition um die Abbauprodukte erweitert werden.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen, Wiesbaden

 

 

Bioland hat auch gewonnen



Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein muss alle Flächen öffentlich machen, auf denen im Jahr 2007 versehentlich gentechnisch verunreinigtes Raps-Saatgut ausgesät worden ist. Das hat das Verwaltungsgericht Schleswig heute entschieden. Bioland hatte Klage eingereicht, weil sich das Ministerium weigerte, die Standorte zu veröffentlichen. Lesen Sie dazu unsere beigefügte Pressemeldung.

 

Auch in Niedersachsen hat sich Bioland am 25. August mit seinen Klagen vor dem Verwaltungsgericht Hannover abschließend gegenüber dem Land Niedersachsen durchgesetzt. Hier der Link zu unserer Pressemeldung vom 26.8.09:

www.bioland.de/presse/pressemitteilung/article/508.html

 

Die Blockadehaltung der Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist damit gescheitert. Nun steht nur noch das Verfahren in Mecklenburg-Vorpommern aus, wo Bioland ebenfalls Klage eingereicht hat.

 

 

 

Mehr Ermessen in der Gentechnik



Pressemitteilung

Ergebnisse

 

Pressemeldung von Bioland und Greenpeace zu Saatgutverunreinigungen

mit GVO

 

 

 

FAZ, 09.09.09:

Mehr Ermessen in der Gentechnik

 

 

EU-Kommission will den Staaten Verbote genehmigen

hmk. BRÜSSEL, 8. September. Der um seine Wiederwahl kämpfende Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, will den Staaten mehr Spielraum bei der Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen verschaffen. Zum Auftakt der Anhörungen vor den Fraktionen des Europaparlaments erklärte Barroso, es müsse in diesem Feld möglich sein, ein allgemeines EU-Zulassungsverfahren für solche Produkte mit der Möglichkeit für die Staaten zu verbinden, den Anbau veränderter Pflanzen auf ihrem Gebiet zu verbieten. Ähnlich äußerte sich am Montagabend in Brüssel auch EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel. Sie unterstütze die Überlegungen, den Mitgliedstaaten in dieser Frage mehr Freiheit zu geben. Man müsse zwischen der Einfuhr von Früchten gentechnisch veränderter Pflanzen und dem Anbau in der EU selbst unterscheiden. "Ich weiß, dass der Anbau eine sehr sensible Frage ist", sagte die dänische EU-Kommissarin.

Damit geht die Kommission auf entsprechende Forderungen der Grünen im Europaparlament sowie diverser Mitgliedstaaten ein. Allen voran die österreichische Regierung, zuletzt aber auch die Bundesregierung verlangen eine solche Ausnahmeregelung für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. Derzeit entscheidet allein die EU in einem komplizierten Verfahren über die Zulassung von gentechnisch veränderten Produkten und Pflanzen (GVO). Das betrifft die Einfuhr von Futter- und Lebensmitteln, die GVO enthalten, aus Drittländern ebenso wie den Anbau von GVO in Europa. Die Staaten entscheiden dabei zwar mit, konnten sich bisher aber noch nie auf ein Verbot einer Zulassung einigen. Allerdings haben sie die Möglichkeit, den Anbau auf ihrem Gebiet zu untersagen, wenn sie ernsthafte und wissenschaftlich begründete Bedenken haben. Diesen Weg haben bisher Österreich, Ungarn, Frankreich, Griechenland und zuletzt Deutschland beschritten und den Anbau der in der EU sonst zugelassenen Maissorte Mon 810 verboten.

Faktisch verstoßen sie damit allerdings gegen EU-Recht, da bisher kein Staat ausreichende wissenschaftliche Belege für seine Bedenken vorgelegt hat. Das gilt auch für Mon 810. Die Kommission muss deshalb nach den EU-Regeln gegen diese Verbote vorgehen. Auch das können die Staaten mit Mehrheitsvotum blockieren. Genaugenommen verstoßen sie damit aber nicht nur gegen die eigenen Vorgaben, sondern auch gegen jene der Welthandelsorganisation (WTO), die nur wissenschaftlich begründete Verbote von GVO akzeptiert. Zuletzt ist die Kommission mit dem Vorschlag, die Anbauverbote in Österreich und Ungarn für Mon 810 zu kippen, am Widerstand der EU-Staaten gescheitert. Trotz dieses Votums ist die Kommission verpflichtet, immer wieder die Aufhebung mangelhaft begründeter Verbote zu beantragen. Angesichts dieses auch nach Einschätzung von Kommissionsmitarbeitern "absurden Verfahrens" hat die Behörde allerdings zuletzt darauf verzichtet. Der Vorstoß Barrosos zielt deshalb darauf ab, diesen Zustand rechtlich abzusichern.

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 09.09.2009 Seite 13

 

 

 

 

 

BUND gewinnt Gen-Rapsklage gegen MLUR



 

Behörden müssen Gen-Rapsstandorte bekannt geben

 

 

Bioland gewinnt weitere Klage gegen das Land Niedersachsen



Pressemitteilung

 

 

 

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen



NR. 0708

Datum: 27. August 2009

Gerichtsbeschluss: Mit Genmais verunreinigte Felder endlich offenlegen

 

Zur Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover zur Offenlegung von Rapsfeldern in Niedersachsen, die mit illegalem Gen-Raps verunreinigt waren, erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik und Verbraucherfragen:

 

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover hat Konsequenzen für alle Bundesländer in denen mit Gentech-Organismen verunreinigtes Saatgut ausgebracht wurde. Bioland und Greenpeace hatten erfolgreich die CDU/FDP-Regierung in Niedersachsen auf die Veröffentlichung aller davon betroffenen Standorte des Landes verklagt. Die Blockadeversuche einiger Landesregierungen, wie die von Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, sind damit gescheitert. Zum Schutz ihrer Erzeugnisse vor Kontamination haben Landwirte und Imker ein Recht zu erfahren, ob und wo genau Genpflanzen ? auch versehentlich - ausgesät wurden.

 

Das Urteil bestätigt unsere Kritik an einigen Landesregierungen, die die bestehenden Schutzgesetze missachten. Die SPD-Regierung in Rheinland-Pfalz hatte rechtswidrig den Aufwuchs von kontaminiertem Saatgut gestattet und verunreinigte Flächen geheim gehalten. Daher haben wir Strafanzeige gegen die zuständige Umweltministerin Conrad gestellt.

 

Wir fordern die betroffenen Landesregierungen auf:

- das Umpflügen der betroffenen Flächen anzuweisen und die genauen Standorte der betroffenen Felder im Standortregister offenzulegen.

- die betreffenden Schutzgesetze einzuhalten und illegalen Genpflanzen-Aufwuchs zu unterbinden.

 

Die Bundesregierung ist gefordert, endlich die Landesregierungen in die Pflicht zu nehmen und für die bundesweite Umsetzung der Gesetze Sorge zu tragen.

 

(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Pressestelle

11011 Berlin

T: 030 / 227 - 5 72 12

F: 030 / 227 - 5 69 62

http://www.gruene-bundestag.de

eMail: presse (at) gruene-bundestag.de

 

 

 

Futtermittel



Die Kühe sterben des Hungers, wenn die EU nicht endlich Schwellenwerte für nicht zugelassene GVO einführt - sagen BLL und zehn weitere Verbände des Futter- und Lebensmittelsektors  in einem Brief an Ministerin Aigner (Dok. 1)

 

Ulrike Höfken fragt die Bundesregierung nach Zahl der Verunreinigungen und Mengen, das BELV antwortet (Dok. 2)

 

Brief an den BLL und frage, auf welcher Faktenbasis sie den Futtermittelnotstand ausrufen. (Dok. 3)

 

Hintergrund: Der EU-Agrarrat hat das Thema "Aufhebung Nulltoleranz" am 7. 9. auf der Tagesordnung. Fischer-Boel hat ihre letzten Monate als Agrarkommissarin und will die Nulltoleranz schon lange kippen. These: Die Pro-Gentch-Lobbyisten wollen die letzten Tage der Kommissarin nutzen, um ihre Forderungen durchzusetzen. Deshalb schießen sie wieder in allen EU-Ländern aus allen Rohren.

 

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.

Friends of the Earth Germany

Am Köllnischen Park 1

10179 Berlin

 

 

EU-Kommission scheitert mit GVO-Maiszulassung an Mitgliedstaaten



Brüssel - Die Europäische Kommission scheiterte

heute in Brüssel im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und

Tiergesundheit an den Mitgliedstaaten mit der Zulassung von drei

GVO-Maissorten als Lebens- und Futtermittel.

 

Dabei ging es um den Import und die Inverkehrbringung der

gentechnisch veränderten Maissorten Mon 88017, Mon 89034 und

59122xNK603, nicht aber um die Freigabe neuer GVO-Maissorten

zum Anbau in der EU. Mit Anträgen für den Anbau neuer GVO-Sorten

ist die Kommission wegen des unter anderem von Österreich

ausgehenden, wachsenden Widerstandes zahlreicher Mitgliedstaaten

zurzeit noch vorsichtiger und zurückhaltender als mit Importfreigaben. Da

 - wie wiederholt schon in der Vergangenheit - im Ständigen Ausschuss

weder eine qualifizierte Mehrheit für oder gegen den Antrag der

Kommission zustande kam, müsste die Kommission nun in weiterer

Folge den Rat damit befassen. Auch im Rat waren aber in jüngster

Vergangenheit keine Mehrheiten mehr für GVO-Zulassungen zu finden,

sodass die Kommission dann oft selbst - und dies in der Regel positiv für

die GVO-Freigaben - entscheiden musste.

 

Auf Anfrage von aiz.info wertete Landwirtschafts- und Umweltminister

Nikolaus Berlakovich (Österreich) den neuerlichen Durchfaller für eine

GVO-Zulassung "als großen Erfolg für Österreich". Damit zeitige, so der

Minister, die kämpferische Haltung Österreichs und das von immer mehr

Mitgliedstaaten unterstützte Bestehen auf ein Selbstbestimmungsrecht, ob

ein Land GVO Sorten erlaube oder nicht, Erfolg. "Es lohnt sich, in dieser

Frage nicht locker zu lassen, auf unseren Standpunkten zu beharren und

dafür immer mehr Verbündete zu suchen."

 

Österreich argumentierte gegen die Zulassung der drei insekten- und

herbizidresistenten GVO-Maissorten unter anderem mit mangelnden

Langzeitfütterungsversuchen auf deren Toxizität hin. Politische

Beobachter nehmen an, dass die scheidende Kommission nun wie heiße

Erdäpfel neue GVO-Zulassungen an ihre neu zusammengesetzte

Nachfolge weiterreichen und damit mindestens bis in den Herbst

schieben werde. Zurzeit lägen nämlich keine Vorschläge der

Kommission für die Zulassung dieser drei Maissorten sowie von zwei in

der Pipeline steckenden Anträgen auf die Anbaufreigabe neuer GVO-

Maissorten an den Rat vor. Der Rat müsste dann derartige Vorschläge

binnen drei Monaten abstimmen.

 

Weder die Räte Umwelt oder Landwirtschaft haben aber in der

Geschichte bisher eine qualifizierte Mehrheit für oder gegen solche

Vorschläge erreicht, womit die Dossiers dann wieder an die Kommission

zurückgegangen sind. Dies sei nun bei diesen Fällen ebenfalls zu

erwarten. Damit wird der Mais Mon 810 wohl auch zur

Frühjahrsaussaat 2010 die einzige in der EU für den Anbau zugelassene

gentechnisch veränderte Maissorte bleiben.

 

In einer Verbotsverordnung ist in Österreich aber auch der Anbau dieser

Maissorte verboten und das Agrar- und Umweltressort konnte diesen

Bann bisher auch erfolgreich gegen die Anfechtungen der EU-

Kommission verteidigen.

 

Rückfragehinweis: aiz.info - Agrarisches Informationszentrum,

Pressedienst, Tel.: 01/533 18 43, Fax: 01/535 04 38, Web: aiz.info,

mailto: pressedienst(at)aiz.info

Artikel auf ots.at am 23. Juli 2009

 

Anja Lägel

Projekt Gentechnikfreie Regionen

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

Friends of the Earth

Tel.: 0049-30-275 86 473

Fax: 0049-30-275 86 440

E-Mail: anja.laegel (at) bund.net

www.gentechnikfreie-regionen.de

Die Erde braucht Freunde.

 

 

 

 

Landkreis Schwäbisch Hall bleibt gentechnikfreie Anbauregion



Aktionsbündnis Gentechnikfreies Hohenlohe gratuliert dem Landkreis

Schwäbisch Hall zur "Gentechnikfreien Anbauregion"

 

Kreßberg-Marktlustnau

07.07.2009

 

Kreistags-Beschluss: Landkreis Schwäbisch Hall bleibt

gentechnikfreie Anbauregion

 

Die landwirtschaftlichen Flächen im Landkreis Schwäbisch Hall sind

gentechnikfrei und sollen dies auch in Zukunft bleiben. Das

beschloss der Kreistag auf seiner heutigen Sitzung in Kreßberg-

Marktlustenau. Damit ist der Landkreis Schwäbisch Hall nach dem

Main-Tauber-Kreis, dem Ostalbkreis, dem Kreis Heidenheim und dem

Rems-Murr-Kreis der fünfte Landkreis in Baden-Württemberg mit einem

eindeutigen Votum gegen die Agro-Gentechnik.

 

"Das ist ein historischer Moment für den Landkreis und ein großer

Erfolg. Unser Dank geht an Landrat Gerhard Bauer und an alle

Kreistagsabgeordneten, die sich für diesen Beschluss eingesetzt

haben." sagt Jochen Fritz, Koordinator des Bündnisses. "Dies ist

ein großer Meilenstein, ein schönes Geschenk zum fünfjährigen

Bestehen des Bündnis Gentechnikfreies Hohenlohe."

 

Der Kreistagsbeschluss beinhaltet eine Empfehlung an die Landwirte,

ihren Ackerbau weiterhin ohne Gentechnik zu bewirtschaften, sowie

eine Empfehlung an die Bürgerinnen und Bürger sich beim Einkauf

auch zukünftig für gentechnikfreie Produkte zu entscheiden. Auch in

kreiseigenen Cafeterias und Kantinen sollen gentechnikfreie

Produkte angeboten werden.

 

Diese Beschluss stärkt gentechnikfreie Anbieter aus der Region wie

die Schrozberger Molkerei, die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft

Schwäbisch Hall, die Hohenloher Höfe sowie Biobauern und

Direktvermarkter aus dem Kreis, die sich lange schon für eine

gentechnikfreie Produktion entschieden haben.

 

Weitere Informationen gibt es unter www.gentechnikfreies-hohenlohe.de.

 

 

Bündnis Gentechikfreies Hohenlohe

Ansprechpartner Jochen Fritz

Raiffeisenstraße 7

74549 Wolpertshausen

07904-979767

0171-8229719

buendnis-hohenlohe (at) gmx.de

 

 

 

PM Hessisches Bündnis begrüßt Wandergruppe "genfrei gehn" in Willingshausen



 

 

 

 

Keine Gentechnik auf kirchlichem Pachtland in Württemberg



PRESSEMITTEILUNG

 

Keine Gentechnik auf kirchlichem Pachtland in Württemberg

 

Evangelische Landessynode befasst sich mit dem Thema Agrogentechnik

 

Die Landessynode der evangelischen Kirche in Württemberg hat sich auf ihrer Sommersitzung mit dem Thema Agrogentechnik befasst. Dabei verabschiedete sie bei nur einer Enthaltung eine Stellungnahme, in der sie sich kritisch mit der grünen Gentechnik auseinandersetzt. Wörtlich heißt es, dass man "den Anbau von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzengut gegenwärtig für nicht hinreichend abschätzbar" hält. Maßgeblich dafür sei das nach wie vor geringe Grundlagenwissen im Hinblick auf ökologische und gesundheitliche Zusammenhänge, welche die Einhaltung des Vorsorgeprinzips als problematisch erscheinen ließen. Viele Erwartungen an die Agrogentechnik hätten sich zudem nicht bewahrheitet: weder ihr versprochener Beitrag zur Bekämpfung des Welthungers, noch eine verbesserte Lebensqualität oder auch ihre ökologische Vorteilhaftigkeit. Von großer Brisanz sind für die Landessynode die fehlende Koexistenz insbesondere für klein strukturierte Agrarregionen wie Baden-Württemberg. Darüber hinaus bestünde die Gefahr einseitiger Abhängigkeitsverhältnisse für die klein- und mittelbäuerlichen Betriebe durch Monopolisierung der Saatgutindustrie.

 

Die Landessynode setzt sich für eine eindeutige Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln ein und begrüßt ausdrücklich auch eine positive Kennzeichnung "ohne Gentechnik", wie sie bei der Milch schon gegeben ist. Unterstützung findet eine unabhängige wissenschaftliche Grundlagenforschung. In einem weiteren Antrag sprach sich die Landessynode für ein Anbauverbot gentechnisch veränderter Pflanzen auf kircheneigenem Land aus. Ein entsprechender Passus soll in künftige Pachtverträge eingebracht werden. Dies betrifft etwa 1000 Hektar Ackerfläche und 500 Hektar Grünfläche im Besitz der evangelischen Landeskirche in Württemberg sowie zusätzliches Land einzelner Kirchengemeinden.

 

Der Geschäftsführer des Evangelischen Bauernwerks in Württemberg, Dr. Clemens Dirscherl, der in der vorbereitenden Arbeitsgruppe zu den Entschließungsanträgen als EKD-Agrarbeauftragter eingebunden war, begrüßte ausdrücklich das Votum der Landessynode als ein deutliches Zeichen dafür, dass die evangelische Kirche ideologiefrei das Thema Gentechnik in der Landwirtschaft nach der aktuellen Faktenlage und nicht nach Visionen oder Szenarien beurteilt habe.

 

Waldenburg-Hohebuch

Dr. Clemens Dirscherl

 

Solidaritätserklärung für heimische Bauern

 

Im Zusammenhang mit der Diskussion zum Thema Agrogentechnik hat die Landessynode der evangelischen Landeskirche in Württemberg sich mit Nachdruck hinter die heimische Landwirtschaft gestellt. In einer Erklärung heißt es, die heimische Landwirtschaft erlebe infolge der aktuellen Preisentwicklung einen immer stärkeren betrieblichen Existenzdruck. Daher spreche man ausdrücklich den Bäuerinnen und Bauern die solidarische Unterstützung für ihren Beitrag zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel sowie den Erhalt der traditionellen Kulturlandschaft aus. Diese Erklärung wurde einstimmig von der Landessynode angenommen.

 

Waldenburg-Hohebuch

Dr. Clemens Dirscherl

 

Evangelisches Bauernwerk in Württemberg e.V.

Hohebuch 16

74638 Waldenburg

Tel: 07942/107-70

Fax: 07942/107-77

Email: r.grigo (at) hohebuch.de

 

 

 

 

PRESSEMITTEILUNG

 

GRÜNE: Kein Klonfleisch in Europa – Moratorium notwendig

"Die derzeitige Debatte um die Zulassung von Klonfleisch zeigt wieder einmal,

 dass die europäischen Zulassungsbehörden für gentechnische Verfahren

vollständig an den Wünschen der Verbraucherinnen und Verbraucher vorbei

diskutieren. Diese lehnen nämlich mit ungefähr 80 Prozent Gentechnik auf

dem Teller ab und dazu gehört vermutlich auch Fleisch von geklonten

Tieren", sagt die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion

von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Angela Dorn.

 

"Wir GRÜNE sind klar gegen das Klonen von Tieren zu Nutzzwecken und

verlangen ein Moratorium für den Import und die Vermarktung von

Klonfleisch und Fleisch von Klonnachkommen. Wenn die USA sich dennoch

durchsetzen und die EU mit Fleisch von geklonten Tieren zwangsbeglücken,

dann fordern wir in der EU eine klare und transparente Kennzeichnung, damit

niemandem das Klonfleisch untergemogelt werden kann. Jeder Mensch muss

entscheiden können, ob er dieses Fleisch kaufen und verzehren will. Bisher

gibt es nur sehr wenige stichhaltige Fakten darüber, wie sicher dieses Fleisch

für die Gesundheit der Menschen ist. Deshalb müssen die Konsumenten in

jedem Fall über einen möglichen Verzehr frei entscheiden können."

 

"Die Debatte um das Klonen von Tieren hat aus GRÜNER Sicht zusätzlich eine

hohe ethische und moralische Bedeutung. Die geklonten Tiere und auch die

jeweiligen Leihmütter leiden sehr oft unter Gesundheitsproblemen, unter

Missbildungen und sie sterben früh. Wir GRÜNE lehnen daher auch aus

Tierschutzgründen das Klonen von Tieren ab. Hinzu kommt, dass diese

Technik einer industrialisierten Landwirtschaft und einer Verringerung der

Artenvielfalt weiteren Vorschub leistet. Das widerspricht einer vielfältigen und

zukunftsträchtigen Landbewirtschaftung fundamental", so Dorn.

 

 

Pressesprecherin: Elke Cezanne Tel: +49 (611) 350 597

presse-gruene (at) ltg.hessen.de  

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Fax: +49 (611) 350 601 www.gruene-hessen.de

 

im Hessischen Landtag

Schlossplatz 1-3, 65183 Wiesbaden

 

 

Ohne Gentechnik



Quelle: Lebensmittelzeitung 23.06.2009

 

 

Gemeinsamer Vorstoß von 11 EU-Ländern für nationale Gentechnik-Verbote



http://blogs.taz.de/saveourseeds/2009/06/22/

Save Our Seeds - 22.06.2009

 

In einem gemeinsamen Papier werden nach einem Bericht [1] von Reuters

Österreich, die Niederlande, Bulgarien, Zypern, Griechenland, Ungarn, Irland,

Lettland, Litauen, Malta und Slowenien beim kommenden Umweltministerrat

der EU am Donnerstag einen Vorschlag machen, der es Mitgliedsstaaten

ermöglichen soll, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auf ihrem

Territorium trotz einer EU-Zulassung zu verbieten. Dies sei angesichts der

breiten Ablehnung die beste Lösung, meinen die Regierungen dieser Länder.

 

"Angesichts der unbefriedigenden gegenwärtigen Situation und der Ablehnung

von GVOs in breiten Kreisen der Bevölkerung vieler Mitgliedsstaaten ist die

Zeit gekommen einen neuen Umgang mit der Zulassung von GMOs in der

Landwirtschaft zu finden," zitiert Reuters aus dem gemeinsamen Papier. "Die

rechtlich beste Lösung, die wir uns vorstellen, besteht in einer Reihe kleiner

Änderungen der gegenwärtigen EU-Gesetzgebung, die das Recht eines

Mitgliedsstaates einführt, in seinem Land den Anbau eines GVO auf

unbestimmte Zeit einzuschränken oder zu verbieten."

 

Zusätzlich zu einer solchen Ausstiegs-Option für bestimmte Gentechnik-

Produkte schlagen die Regierungen vor, eine Liste von "sozio-ökonomischen"

Kriterien festzulegen, aufgrund derer es einem EU-Staat möglich sein soll,

generell den Anbau von Gentechnikpflanzen auf seinem Territorium oder in

bestimmten Regionen zu untersagen. Zunächst sollten aber Optionen geprüft

werden, "die eine nationale Selbstbestimmung ermöglichen, ohne damit den

gesamten Zulassungsprozess für Gentechnik-Produkte in Frage zu stellen".

 

Die Niederlande, als prominente Gentechnikbefürworter, hatten nach der 2/3

Mehrheit gegen die Aufhebung nationaler Verbote in Österreich und Ungarn

[2] bereits im März einen solchen Vorstoß im Agrarministerrat eingebracht. Ihr

Kalkül ist es, dass auch jenen Mitgliedsstaaten, die gegen den Anbau von

GVOs sind, EU-Zulassungen dann zustimmen könnten, wenn sie diese bei

sich zu Hause anschließend wieder verbieten können. Jetzt werden sie von

Österreich und anderen prominenten Gentechnikkritikern im Rat unterstützt.

Der österreichische Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich hatte diese Taktik

bereits im April bei der Europäischen Konferenz gentechnikfreier Regionen

angekündigt.

 

Die bisherige Gesetzgebung ermöglicht es Mitgliedsstaaten nur,

vorübergehende Anbauverbote auszusprechen, die auf "neue

wissenschaftlichen Erkenntnisse" zur Gesundheits- oder Umweltschädlichkeit

des jeweiligen GVO beruhen müssen. Diese sind von der EU-Kommission zu

prüfen. Sieht sie die Gefahren, müsste sie den GVO EU weit verbieten. Sieht

sie diese dagegen nicht, muss sie eine Aufhebung des Verbotes verfügen.

Diese Verfügung kann allerdings von einer 2/3-Mehrheit der Mitgliedsstaaten

außer Kraft gesetzt werden. Dies geschah bisher regelmäßig in solchen

Auseinandersetzungen und führte dazu, dass Verbote in Österreich, Ungarn,

Frankreich und Griechenland seit Jahren fortbestehen. Dies wiederum hält die

Welthandelsorganisation WTO nach Klagen der USA und Argentiniens für

einen regelwidrigen Verstoß der EU gegen deren eigene

Zulassungsbestimmungen.

 

Auch Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner berief sich bei ihrem Verbot [3] der

einzigen derzeit zum Anbau in der EU zugelassenen Gentechnik-Pflanze Mon

810 auf neue Studien über mögliche negative Auswirkungen des Gentechnik-

Maises auf Marienkäfer, was ihr den Spott der Wissenschaftler und

Gentechnikfreunde eintrug (siehe unseren Beitrag "der überforderte

Marienkäfer" [4]). Mittlerweile ist Mon 810 in den meisten Mais anbauenden

Mitgliedstaaten der EU faktisch verboten (siehe Karte [5]).

 

Der Vorschlag wird zunächst nur informell diskutiert werden. Zuständig für

tatsächliche Gesetzesänderungsvorschläge ist die Europäische Kommission

und nicht der Ministerrat, der hierfür nur Empfehlungen aussprechen kann. Es

wird also von der Zusammensetzung der künftigen EU-Kommission,

insbesondere bei der Besetzung des Umweltkommissars, abhängen, welche

Chancen der Vorstoß im kommenden Jahr hat. Wie berichtet [6], hatte der

Umwelt-Generaldirektor der EU-Kommission, Falkenberg, bereits Anfang der

Woche in die gleiche Richtung argumentiert und dabei auf die holländische

Initiative verwiesen.

 

Dann wird es nicht zuletzt auch von der kommenden Bundesregierung

abhängen, ob die Möglichkeit, nationale Gentechnikverbote zu verhängen,

schließlich auch die nötige Mehrheit im Ministerrat findet. Die Möglichkeit

eines Anbauverbotes auch ohne "neue wissenschaftliche Erkenntnisse" würde

künftigen Regierungen das Argument entziehen, "die in Brüssel" hätten nun

mal leider so entschieden. Sie würde das Für und Wider des Anbaus auch aus

dem wissenschaftlichen Elfenbeinturm sogenannter Sicherheitsforschung

heraus in ihre unmittelbare politische Verantwortung verlagern. Zunächst

erwarten wir für den Vorschlag ungeteilte Zustimmung von Umweltminister

Gabriel und Landwirtschaftsministerin Aigner.

 

[1] http://www.reuters.com/article/GCA-

GreenBusiness/idUSTRE55K0TH20090621

[2] http://blogs.taz.de/saveourseeds/2009/03/03/

gabriel_rettet_gentechnikverbot_in_bruessel/

[3] http://blogs.taz.de/saveourseeds/2009/04/14/

aigner_erlaesst_komplettverbot_fuer_mon_810_/

[4] http://blogs.taz.de/saveourseeds/2009/04/20/

der_ueberforderte_marienkaefer/

[5] http://www.gmo-free-regions.org/de/

gmo-free-regions/bans.html

[6] http://blogs.taz.de/saveourseeds/2009/06/17/

eu_kommission_will_gentechnik-zulassungen_ueberarbeiten/

--

Benny Haerlin ist Initiator von Save our Seeds, einer europäischen Initiative

gegen Gentechnik im Saatgut.

 

http://www.saveourseeds.org/

 

 

_______________________________________________________________________

 

EFSA bewertet Antibiotikaresistenz-Markergene in gentechnisch veränderten Pflanzen:



http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753824_1211902569389.htm

 

 

 

http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:BASF-EU-Beh%F6rde-best%E4tigt-

Sicherheit-von-Gen-Kartoffel-Amflora/525735.html

BASF: EU-Behörde bestätigt Sicherheit von Gen-Kartoffel Amflora

Die BASF-Genkartoffel Amflora ist nach einem Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sicher für Mensch, Tier und Umwelt. Das teilte der Chemiekonzern am Donnerstag in Limburgerhof mit und beruft sich auf eine wissenschaftliche Stellungnahme der Behörde. Demnach ist das in der Kartoffel Amflora eingesetzte Antibiotika-Resistenz-Gen "npt2" sicher und keine weitere wissenschaftliche Untersuchung notwendig. Damit habe die EFSA zum wiederholten Male die Sicherheit von Amflora bestätigt, hieß es weiter in der Mitteilung des Konzerns. Die EU-Kommission habe nun die abschließende wissenschaftliche Klarheit um Amflora zuzulassen.

Der Zulassungsprozess für die umstrittene Kartoffel zieht sich bereits seit 1996 hin. Damals hatte die BASF den Zulassungsantrag gestellt. Amflora wurde gentechnisch so verändert, dass sie nur eine Stärkeart enthält. Sie soll Vorteile bei der Verarbeitung von Stärke bringen. Der Umgang mit Genpflanzen ist innerhalb der EU umstritten. Weil die Zulassung für Amflora nicht vorankommt, geht die BASF seit Juli auch auf juristischem Weg gegen die EU-Kommission vor. Sie wirft ihr Untätigkeit vor.

PM der BASF vom 11. Juni 2009 http://www.basf.com/group/pressemitteilungen/P-09-146

EFSA bestätigt erneut die Sicherheit von Amflora, der gentechnisch veränderten Kartoffel von BASF

  • EFSA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, bestätigt frühere Gutachten, dass Amflora für Mensch, Tier und Umwelt sicher ist
  • EU-Kommission kann nun ihre Zusage einhalten und Amflora genehmigen
  • Europäische Landwirte und Stärkeproduzenten wollen innovative Stärkekartoffeln anbauen

Limburgerhof - 11. Juni 2009 - EFSA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, hat heute ihre wissenschaftliche Stellungnahme über ein Gen veröffentlicht, das in Amflora und in anderen gentechnisch veränderten Produkten vorhanden ist. Die EFSA hatte in der Vergangenheit den Einsatz des Gens mit dem Namen ,npt2' bereits mehrfach beurteilt und bestätigt heute zum wiederholten Mal, dass das besagte Gen für Mensch, Tier und Umwelt sicher ist und dass keine weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen notwendig sind. Den Auftrag für eine erneute Sicherheitsbewertung des npt2-Gens erteilte die Europäische Kommission im Mai 2008.

 "Die heutige Stellungnahme gibt der gesamten EU-Kommission die abschließende wissenschaftliche Klarheit, um Amflora zuzulassen", sagte Dr. Stefan Marcinowski, Vorstandsmitglied der BASF SE. "Ich bin erfreut, da die EU-Kommission im Mai 2008 erklärt hatte, dass sie Amflora zulassen werde, sobald EFSA die Sicherheit des Produkts bestätigt."

In ihrem jüngsten wissenschaftlichen Gutachten kommt EFSA zu dem Schluss, dass es "keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt, die [EFSA] veranlassen würden, vorherige Gutachten [zur Nutzung des npt2-Markergens] zu ändern". Die vorangegangenen Beurteilungen besagten, dass die Nutzung des npt2-Gens in gentechnisch veränderten Pflanzen keine Risiken für Mensch, Tier und Umwelt darstellt. Laut EFSA wurden "während der Erstellung des gemeinsamen Gutachtens zwei Minderheitenmeinungen zum Ausdruck gebracht und eingehend berücksichtigt. Hierzu seien derzeit weder eine weitere Klarstellung noch weitere wissenschaftliche Studien notwendig." 

Die Idee, Amflora zu entwickeln, hat ihren Ursprung in der europäischen Stärkeindustrie. Ziel war es, industrielle Stärkekartoffeln zu verbessern. Herkömmliche Kartoffeln produzieren zwei Arten von Stärke - Amylose und Amylopektin. Für viele industrielle Anwendungen, wie in der Papier-, Textil- oder Klebstoffindustrie, wird jedoch Amylopektin bevorzugt. Mit Hilfe der Pflanzenbiotechnologie hat BASF eine Lösung gefunden, wodurch die Kartoffel ausschließlich reine Amylopektinstärke bildet. Die Industrie profitiert davon, da mit der hochwertigen Amflorastärke hergestelltes Papier einen höheren Glanz aufweist, und Beton und Klebstoffe länger verarbeitet werden können. Industrielle Prozesse können so optimiert werden. Das spart Rohstoffe wie Wasser, Zusatzstoffe und Energie.

Europas Landwirten und der Stärkeindustrie zufolge können die Produkt- und Verarbeitungsvorteile sowie die Rohstoff- und Energieeinsparungen in einen möglichen Mehrwert von €100-200 Millionen pro Jahr umgerechnet werden. Darüber hinaus rechnet die BASF mit jährlichen Lizenzeinnahmen von €20-30 Millionen.

Das Zulassungsverfahren für Amflora bis heute:

  • Das Zulassungsverfahren für Amflora begann vor mehr als zwölf Jahren mit dem im August 1996 eingereichten Antrag auf Zulassung. Der Umfang des Antrags beinhaltete die Themen Anbau, industrieller Gebrauch und Einsatz als Futtermittel.
  • Während des Moratoriums zu gentechnisch veränderten Produkten im Zeitraum zwischen 1998 und 2004 wurden in der EU keine Zulassungen für gentechnisch veränderte Pflanzen erteilt.
  • Aufgrund geänderter EU-Bestimmungen reichte BASF Plant Science erneut ein Dossier für die Zulassung von Amflora zum Anbau im Jahr 2003 und ein Dossier für die Zulassung als Lebens- und Futtermittel im Jahr 2005 ein.
  • 2006 veröffentlichte die EU-Kommission zwei EFSA-Bewertungen, die hinsichtlich beider Dossiers zu dem Schluss kamen, dass Amflora sicher für Mensch, Tier und Umwelt ist.
  • Im November 2006 leitete EU-Kommissar Dimas seine Empfehlung für eine Zulassung von Amflora zum Anbau an den Regelungsausschuss weiter, dem Vertreter aller EU-Mitgliedstaaten angehören.
  • Nachdem die Abstimmungen im Regelungsausschuss im Dezember 2006 und im Agrarministerrat im Juli 2007 ohne Ergebnis blieben, versäumte es EU-Kommissar Dimas, das von der EU vorgegebene Zulassungsverfahren zu befolgen und die Genehmigung zum Anbau von Amflora zu erteilen.
  • Am 21. September 2007 antwortete EU-Kommissar Dimas auf die Frage der Grünen EU-Abgeordneten Breyer [SCHRIFTLICHE ANFRAGE P-4070/07 von Hiltrud Breyer (Verts/ALE)] an die EU-Kommission, dass Amflora sicher ist.
  • Über den Antrag, Amflora auch als Lebens- und Futtermittel zuzulassen, wurde im Oktober 2007 im Ständigen Ausschuss - der aus Vertretern aller EU-Mitgliedstaaten zusammengesetzt ist - und im Februar 2008 im Agrarministerrat abgestimmt. Gemäß dem EU-Zulassungsverfahren hätte die EU-Kommission  eine Entscheidung erlassen müssen, nachdem eine eindeutige Abstimmung ("qualifizierte Mehrheit") weder im Ständigen Ausschuss noch im Agrarministerrat erreicht werden konnte.
  • BASF brachte ihre Unzufriedenheit mit der Handhabung des Zulassungsverfahrens durch EU-Kommissar Dimas in einem offenen Brief an EU-Kommissar Dimas am 17. April 2008 zum Ausdruck.
  • Bei ihrer "Orientierungsdebatte" zu gentechnisch veränderten Pflanzen am 7. Mai 2008 beschloss die EU-Kommission, EFSA zu beauftragen, bis zum 30. September 2008 ein neues, konsolidiertes wissenschaftliches Gutachten zum Gebrauch von Antibiotikaresistenz-Markergenen in gentechnisch veränderten Pflanzen zu erstellen. Ein solches Markergen wird auch bei Amflora benutzt.
  • EU-Kommissionspräsident Barroso erklärte in einer auf die Debatte folgenden Pressemitteilung, dass Amflora zugelassen werde, sobald EFSA die Sicherheit des Antibiotikaresistenz-Markergens bestätigt.
  • Am 19. Mai 2008 beantragte BASF Plant Science Zugang zu allen Dokumenten über die Amflora-Zulassungsprozesse, die sich im Besitz der EU-Kommission befinden. Die in diesem Zusammenhang erhaltenen Dokumente offenbarten keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich der Sicherheit von Amflora.
  • Am 24. Juli 2008, ein Jahr nach der Abstimmung im Agrarministerrat - dem letzten formalen Schritt im Zulassungsprozess -, reichte die BASF Plant Science beim Europäischen Gericht erster Instanz in Luxemburg eine Untätigkeitsklage gegen die EU-Kommission ein.
  • EFSA antwortete im Herbst 2008, dass ihr Gutachten zu Antibiotikaresistenz-Markergenen nicht bis zum 15. Dezember 2008 abgeschlossen sein werde.
  • Am 10. Dezember 2008 gewährte die EU-Kommission der EFSA eine zweite Verlängerung für ihr Gutachten bis zum 31. März 2009.
  • Heute, am 11. Juni 2009, hat EFSA eine positive, abschließende Stellungnahme zur Verwendung von Antibiotikaresistenz-Markergenen in gentechnisch veränderten Pflanzen publiziert.

Über das npt2-Markergen

Das von der EFSA bewertete Gen mit dem wissenschaftlichen Namen npt2, ist ein so genanntes Markergen. Es kommt in Pflanzenbiotechnologielabors in der allerersten Entwicklungsphase zum Einsatz. Gene, die für gewünschte Pflanzeneigenschaften verantwortlich sind, werden zusammen mit einem Markergen auf eine Pflanze übertragen. Dieser Marker kann zum Beispiel ein Gen sein, das eine Resistenz gegen ein Antibiotikum bewirkt. Fügt man dann ein Antibiotikum zu den Pflanzenzellen hinzu, wachsen nur die erfolgreich veränderten Pflanzenzellen mit den gewünschten Merkmalen weiter. Aus diesen Zellen wachsen dann wieder vollständige Pflanzen 

 

Quelle:

Projekt Gentechnikfreie Regionen

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

Friends of the Earth Germany

 

www.gentechnikfreie-regionen.de

 

Die Erde braucht Freunde.

 

 

 

Appell an Aigner: Patente auf Pflanzen und Tiere stoppen!



 

Download

 

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von

AbL, BESH, BDM, Greenpeace, Kein Patent auf Leben, Misereor

 

 

 

Save our Seeds



http://blogs.taz.de/saveourseeds/2009/06/02/

Save our Seeds - 02.06.2009

Freiwillige Soja-Standards verabschiedet

 

Wir hatten darüber berichtet [1]: Die Soja-Industrie will mit dem WWF und

einigen anderen Organisationen freiwillige Standards für "verantwortlichen

Soja-Anbau" verständigt. Übers Wochenende hat sich der "Round Table on

Responsible Soy" [2] nun auf solche Standards verständigt, die für ein Jahr

getestet und dann festgeschrieben werden sollen.

Die Standards, die keinen Verzicht auf Gentechnik enthalten und auch in

vielen anderen Punkten von NGOs und Bauernorganisationen als zu schwach und

deshalb als "greenwashing" kritisiert wurden, waren dem größten

Soja-Anbauverband Brasiliens Aprosoja [3] allerdings schon zu viel: Er stieg

aus dem Projekt am Wochenende aus. Aprosoja geht es dabei vor allem um die

Frage unter welchen Umständen auch weiterhin Wälder für neuen Soja-Anbau

abgeholzt werden können.

Der WWF macht in seiner Presseerklärung [4], in der er die vorläufigen

Standards als Durchbruch feiert, bereits deutlich, worauf es dem Konsortium

im kommenden Jahr ankommt: Wie lässt sich für "verantwortlichen" Sojaanbau

ein besserer Preis erzielen? Die größten Chancen sieht er dabei im "Verkauf"

von Kohlenstoff, der durch den Verzicht auf neue Abholzungen nicht in die

Atmosphäre freigesetzt wird. Marken und Supermärkte könnten so ihre Produkte

demnächst als Vehikel zur CO2-Reduzierung verkaufen, hofft Jason Clay vom

WWF USA (im Bild  [5]). Bekommen so die Soja-Barone Lateinamerikas eine neue

Lobby bei den Post-Kyoto-Verhandlungen in Kopenhagen?

Vor der Soja aber kommen in Brasilien gemeinhin die Rinder. Greenpeace hat

dazu heute einen Bericht und einen Film von meinem alten Freund Paolo Adario

veröffentlicht: "Slaughtering the Amazon" [6].

Alle Hintergründe und Details finden sie unter 'Tanzt der Panda für

Monsanto?' [7].

 

[1] http://blogs.taz.de/saveourseeds/2009/05/28/tanzt_der_panda

[2] http://www.responsiblesoy.org/news_room_detail.php?id=24&t=0

[3] http://www.aprosoja.com.br/novosite/noticiav.php?noticia=7328

[4] http://www.pr-inside.com/--r1286004.htm

[5] http://blogs.taz.de/saveourseeds/files/2009/06/dsc06981.jpg

[6] http://vimeo.com/4910404

[7] http://blogs.taz.de/saveourseeds/2009/05/28/tanzt_der_panda

 

Benny Haerlin ist Initiator von Save our Seeds, einer europäischen

Initiative gegen Gentechnik im Saatgut.

http://www.saveourseeds.org/

 

 

 

"Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" Fehlanzeige"

 

Quelle: Grüne Fraktion Hessen

 

 

 

Gesundheitsampel für Lebensmittel



 

Medienechto: "Revolution im Supermarkt"


Medienechto:

05.06.2009

Dass Kunden im Supermarkt ab

August die ersten Produkte mit der

Nährwert-Ampel finden, bewegt die

Medien: Spiegel Online und Bild

sprechen von einer "Revolution", ARD,

ZDF und viele Zeitungen berichten.

Doch Bundesverbraucherministerin Ilse

Aigner wirbt weiter für den

Kennzeichnungsvorschlag der

Industrie.

 

"Endlich kommt die Lebensmittel-Ampel!" jubelt heute bild.de. Die Print-

Ausgabe der Bildzeitung macht auf mit der Schlagzeile "Gesundheits-Ampel

für Lebensmittel – 1. Hersteller kennzeichnet damit seine wichtigsten

Produkte" und spricht von einer "Lebensmittel-Revolution im Supermarkt".

Auch Spiegel-Online nennt die Nährwert-Ampel auf Frosta-Produkten "eine

kleine Revolution im deutschen Lebensmittelmarkt".

Ein Vorstoß mit "Sogwirkung"?

"Der Käufer wird es danken", kommentiert die Süddeutsche Zeitung einen

Tag nachdem bereits ein großer Bericht erschienen war. Und weiter meint SZ-

Autorin SIlvia Liebrich: "Der Vorstoß von Frosta ist nur ein erster, zaghafter

Versuch, doch er könnte eine Sogwirkung entfalten. Denn er trägt endlich den

Wünschen der Kunden Rechnung. Immerhin zwei Drittel der Deutschen

befürworten das Ampelsystem. Deshalb sollten andere Lebensmittelhersteller

dem Beispiel folgen. Sonst müssen sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass

sie die Bedürfnisse ihrer Kunden nicht ernst nehmen. Die Argumente, mit

denen die Industrie bisher gegen die Lebensmittel-Ampel zu Felde zieht, sind

fadenscheinig und leicht durchschaubar. (...) Es ist offensichtlich, dass die

erste Sorge der Lebensmittelbranche nicht dem Verbraucher, sondern den

eigenen Umsätzen gilt. Je länger sich die Hersteller aber gegen einfache

Nährwertangaben sträuben, desto mehr schaden sie sich selbst."

 

In der Frankfurter Rundschau schreibt Thomas Wüpper in einem Kommentar:

"Höchste Zeit also, das Problem mutiger anzupacken. Hier ist der Staat

gefragt (...) Das Drei-Farben-System (...) sollte schleunigst europaweit per

Gesetz vorgeschrieben werden." Dem schließt sich Jost Maurin in seinem

Kommentar in der taz an: "Endlich kennzeichnet der erste deutsche

Lebensmittelhersteller auf den Verpackungen mit Ampelfarben etwa den Fett-

und Zuckergehalt. Jetzt muss sich der Verbraucher nicht erst durch

Zahlenkolonnen wühlen, um zu erkennen, ob ein Produkt viel oder wenig der

wichtigsten Nährstoffe enthält."

Aigner: "Ich halte unsere jetzige Lösung jedenfalls für gut."

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner jedoch macht sich in einem Interview

mit der Bildzeitung die Aussagen zu eigen, mit denen die

Lebensmittelindustrie die Ampel verunglimpft. Zum Beispiel: Die Ampel in

England sei nicht einheitlich hinsichtlich der Farben und ihrer Bedeutung.

Doch, das ist sie: Rot heißt immer "hoch", Gelb "mittel" und Grün "niedrig".

Einige Lebenmittelkonzerne verzichten jedoch auf die Farbkodierung und

hinterlegen stattdessen die Angabe zu einem Nährwert immer in einer

bestimmten Farbe – so ist Zucker bei der Handelskette Tesco grundsätzlich

rosa. Das machen sie, um das Ampelsystem bewusst in Misskredit zu

bringen. Und das können sie, weil es in England eben nur eine freiwillige

Lösung gibt und keine einheitliche Pflicht-Ampel, wie foodwatch sie fordert.

Damit wären die Farben und ihre Bedeutung nämlich für alle gleich und

verpflichtend vogeschrieben.

Ministerin Aigner ignoriert Wunsch der Bürger

Doch statt sich in Europa mit Nachdruck für die Einführung der

Ampelkennzeichnung einzusetzen, wie es die Mehrheit der Bürger in

Deutschland fordert, spielt Frau Aigner auf Zeit. Sie tut so, als wären ihr die

Hände gebunden – dabei könnte Deutschland seinen Einfluss auf

europäischer Ebene geltend machen. Doch Frau Aigner ist und bleibt

anscheinend eine Ministerin, der die Interessen der Industrie wichtiger sind

als die Verbraucher. Lassen Sie sich das nicht gefallen, schreiben Sie an die

Ministerin und fordern Sie die verbraucherfreundliche Ampelkennzeichnung –

jetzt online mitmachen!

Weitere Medienberichte zur Ampel auf Frosta-Produkten

ZDF heute (03.06.2009)

Welt: "Heftiges Ringen um die "Ampel" für Lebensmittel" (04.06.2009)

Tagesspiegel: "Pommes sind rot, Müsli ist grün" (04.06.2009)

Berliner Zeitung: "Ampel im Tiefkühlregal" (04.06.2009)

Stuttgarter Nachrichten: "Nährwert-Ampel umstritten" (04.06.2009)

Deutschlandradio Kultur: "Foodwatch wirft Verbraucherministerin Aigner

Täuschung vor" (Interview mit foodwatch-Kampagnenleiter Matthias

Wolfschmidt, 04.06.09)

 

Quelle: http://www.foodwatch.de/

kampagnen__themen/ampelkennzeichnung/medienspiegel/index_ger.html

 

 

 

Senkung der Steuersätze für die Gastronomie



Liebe Freunde des Jägerhof und liebe Freunde von uns,

 

bitte unterstützt unsere Branche mit Eurer Mithilfe beim Voting für eine

Gleichbehandlung gegenüber unseren Nachbarn. Wir bräuchten kein

Konjunkturprogramm oder Rettungsschirme wie die Automobilbranche oder

die Banken, wenn wir die selben Steuersätze bekommen wie Österreich,

Schweiz, Tschechien oder Frankreich.

 

Weitere Info's zu unserer Kampagne findet Ihr unter : www.prosiebenprozent.de

 

Danke für Eure Mithilfe.

 

Beste Grüsse

 

Willi und Dorothea Mehlhart mit Team

 

Restaurant-Pension Jägerhof GmbH

Rottauer Straße 15

83233 Bernau am Chiemsee

 

E-Mail info@jaegerhof-bernau.de

Internet www.jaegerhof-bernau.de

Telefon +49 (0) 80 51 - 73 77

Telefax + 49 (0) 80 51 - 78 29

 

Geschäftsführer: Dorothea Mehlhart, Wilhelm Mehlhart

Registriergericht Traunstein HRB 4324

 

 

P R E S S E E R K L Ä R U N G



 

 

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft c/o Bundesgeschäftsstelle,

Bahnhofstr. 31, 59065 Hamm/W. www.abl-ev.de

 

Vorsorgeprinzip siegt über Konzerninteressen Bauern erfreut über Bestätigung

des Verbotes von MON 810

 

Hamm, 5.05.09: "Wir freuen uns, dass das Verwaltungsgericht in

Braunschweig beschlossen hat, dass das von Bundeslandwirtschaftsminsiterin

 Ilse Aigner im April ausgerufene Anbauverbot des gentechnisch veränderten

Mais MON 810 nach vorläufiger Prüfung bestehen bleibt", so Georg Janßen,

Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft

(AbL) und Sprecher des Bündnisses für gentechnikfreie Landwirtschaft

Niedersachsen, Bremen, Hamburg in einer Stellungnahme. "Das ist ein

wichtiger Schritt für den Erhalt der gentechnikfreien Land- und

Lebensmittelwirtschaft, der gentechnikfreien Imkerei und für den Naturschutz.

Die Anbauzahlen der letzten Jahre haben gezeigt, dass sich allerhöchstens

wenige Landwirte einen Vorteil von der Gentechnik versprechen, gerade mal

0,15% der deutschen Maisfläche war für 2009 zum Anbau von MON 810

angemeldet. Der große Teil der Bäuerinnen und Bauern sehen ihre Zukunft in

der quaitätsorientierten Erzeugung - ohne Gentechnik. Ein Nebeneinander von

 Gentechnik-anwendender und gentechnikfreier Landwirtschaft ist nicht

möglich und wird auf Kosten der gentechnikfreien Betriebe durchgesetzt.

Diesem Vorgehen einen Riegel vorzuschieben war der einzig richtige Schritt

von Frau Aigner. Deshalb ist das Verbot gerade auch aus wirtschaftlichen

Gründen ein Erfolg. 

Wir sehen es aber auch als Erfolg, dass sich zum einen das

Bundeslandwirtschaftsministerium mit den kritischen Studien zu MON 810

auseinandergesetzt hat. Es ist interessant, dass zugegeben wird, dass neuere

Untersuchungen den Verdacht nahe legen, dass der im Genmais produzierte

Giftstoff nicht nur gegen den Schädling wirkt, der damit bekämpft werden

solle, sondern auch gegen weitere Insekten. Außerdem ist nach aktuellen

Studien davon auszugehen, dass sich die Genmais-Pollen in noch größere

Entfernungen verbreiten, als dies bisher angenommen wurde. Endlich wird auch das von uns schon seit langem geforderte Vorsorgeprinzip ernst genommen - nämlich dass die Risikotechnologie Gentechnik erst gar nicht auf den Acker kommt. Das ist ein gewaltiger Schritt. 

Sicherlich wird Monsanto weitere rechtliche und lobbyistische Schritte zur

Durchsetzung des Anbaus von ihren GV-Pflanzen in die Wege leiten. Aber die

Bewegung ist gut aufgestellt: Bereits heute gibt es 188 Gentechnikfreie

Regionen und Initiativen in Deutschland, Bäuerinnen und Bauern, die sich

freiwillig und öffentlich erklären, dass sie keine Gentechnik auf ihrem

Acker wollen. Letztendlich wird nicht Monsanto, nicht der geplante Runde

Tisch zur Gentechnik der Bundesregierung und auch nicht die Gerichte darüber

entscheiden, was auf unserem Acker wächst und auf unseren Tellern landet,

sondern das werden die Bäuerinnen und Bauern mit ihrem Saatgut- und

Futtermittelkauf und die VerbraucherInnen mit ihrem Einkaufskorb

entscheiden," so Janßen abschließend.

V.i.S.d.P.: Georg Janßen, AbL-Bundesgeschäftsführer, Bahnhofstr. 31,

59065 Hamm / Westfalen,  Tel. 04131/407757

 

 

 

Verwaltungsgericht Braunschweig

              - Pressestelle -

 

Presseinformation 05.05.2009

    Genmais bleibt verboten

    Verwaltungsgericht lehnt Eilantrag von Monsanto ab

     

    Die 2. Kammer des Gerichts hat den Eilantrag der Firma Monsanto gegen das vom

    Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angeordnete

    Verbot, Genmais der Linie MON 810 anzubauen, abgelehnt. Der Beschluss der

    Kammer erging gestern. Die Entscheidung wurde den Verfahrensbeteiligten mit

    schriftlicher Begründung heute Vormittag zugeleitet.

     

    In der Begründung heben die Richter hervor: Nach vorläufiger Prüfung bestehe eine

    Gefahrenlage, wie sie das Gentechnikgesetz für ein solches Verbot verlange. Dazu

    müssten keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen, aus denen

    zweifelsfrei Gefahren für die Umwelt herzuleiten sind. Es genüge, wenn sich aus

    neuen oder zusätzlichen Informationen Anhaltspunkte dafür ergeben, dass

    Menschen oder Tiere geschädigt werden können. Die auf dieser Grundlage

    durchzuführende Risikoermittlung und -bewertung sei Aufgabe der Behörde, der

    insoweit ein Beurteilungsspielraum (eine "Einschätzungsprärogative") zukomme. Das

    Gericht habe nur zu prüfen, ob die Behörde die Risiken ausreichend ermittelt und

    willkürfrei bewertet habe. Dies sei hier der Fall.

     

    Es gebe zwar keine gesicherten Erkenntnisse darüber, dass der Genmais zu erhöhten

    Gefahren für die Umwelt führe. Neuere Untersuchungen könnten jedoch darauf

    hindeuten, dass der im Genmais produzierte Giftstoff nicht nur gegen den Schädling

    wirke, der damit bekämpft werden solle, sondern auch gegen weitere Insekten.

    Außerdem sei nach aktuellen Studien davon auszugehen, dass sich die Genmais-

    Pollen deutlich weiter verbreiten können, als dies bisher angenommen wurde.

     

    Damit hat erstmals ein deutsches Gericht in einem Eilverfahren die Rechtmäßigkeit

    eines Genmais-Verbotes bestätigt. Weil die Entscheidung im Eilverfahren ergangen

    ist, hat eine mündliche Verhandlung nicht stattgefunden.

     

    Das Gericht hatte auf den Eilantrag eine vorläufige Entscheidung zu treffen.

    Hiergegen ist das Rechtsmittel der Beschwerde beim Niedersächsischen

    Oberverwaltungsgericht in Lüneburg gegeben. Die endgültige Entscheidung ist dem

    Hauptsacheverfahren vorbehalten. Auch dieses Verfahren ist bereits beim

    Verwaltungsgericht anhängig. Wann es dort zu einer Verhandlung und Entscheidung

    kommen wird, ist gegenwärtig noch nicht abzusehen.

     

    (Aktenzeichen des Eilverfahrens: 2 B 111/09, des Klageverfahrens: 2 A 110/09)

     

    Ansprechpartner:

 

Dr. Torsten Baumgarten

              Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht / Pressesprecher

              Telefon: 0531 488 -3018 oder -3020

              Fax: 0531 488 -3001

              E-Mail: torsten.baumgarten (at) justiz.niedersachsen.de

               

               

               

               

               

              Liebe Freundinnen und Freunde,

               

              wer nach dem Genmaisverbot gehofft hatte, die CSU würde zu

              gentechnikkritischer Vernunft gelangen, sieht sich getäuscht.

              Landwirtschaftsministerin Aigner genehmigte am 27. April

              2009 Freisetzungsexperimente mit der gentechnisch

              veränderten Kartoffel "Amflora" von BASF. Seehofer hatte

              zuvor darauf gedrängt, den Versuchsanbau von Amflora zu

              untersagen. Dabei hatte er in seiner Amtszeit für eine

              Zulassung der Genkartoffel in der EU gestimmt und selbst

              großflächige Freisetzungsversuche mit Amflora in Deutschland

              genehmigt.

               

              Unsere Bewertung und weiter Hintergründe findet ihr in der

              angehängten Info.

               

              Beste Grüße

               

              Eure

              Renate Künast

               

               

              - - -

              Claudia Striffler

              Referentin der Fraktionsvorsitzenden Renate Künast

              Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag

              Platz der Republik 1

              11011 Berlin

               

              Raum JKH 1.542

              Tel: ++49-(0)30-227-71918

              Fax: ++49(0)30-227-76913

              claudia.striffler (at) gruene-bundestag.de

              www.renate-kuenast.de

               

               

              Ein Jahr "ohne Gentechnik"



              Ein Jahr "ohne Gentechnik" Kennzeichnung für Lebensmittel /

              Greenpeace fordert ein gesetzliches Siegel

               

                 Hamburg (ots) - Greenpeace fordert ein einheitliches Siegel für

              gentechnikfrei produzierte Lebensmittel. Seit dem 1. Mai 2008 können

              Lebensmittelhersteller ihre Waren als gentechnikfrei kennzeichnen,

              wenn auf Gen-Pflanzen im Tierfutter und gentechnisch veränderte

              Zusätze verzichtet wird. Nach anfänglichem Zögern setzen immer mehr

              Unternehmen auf die verbraucherfreundliche Kennzeichnung. Nach

              Auffassung von Greenpeace fehlen bisher jedoch ein gesetzliches Logo

              und eine Informationskampagne der Bundesregierung, um die Vorteile

              der Kennzeichnung bekannter zu machen.

               

                 "Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Logos für

              gentechnikfreie Lebensmittel", sagt Gentechnik-Experte Alexander

              Hissting von Greenpeace. "Verbraucher wollen jedoch eine verlässliche

              Kennzeichnung, ähnlich dem EU-Biosiegel. Der gentechnikfreie

              Qualitätsstandard kann nur erfolgreich sein, wenn

              Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ein einheitliches Siegel auf

              den Weg bringt."

               

                 Gentechnisch veränderte Lebensmittel müssen seit April 2004 als

              solche gekennzeichnet sein. Von der Regelung ausgenommen sind bisher

              tierische Produkte wie Milch, Eier und Fleisch, die mit

              Gen-Tierfutter erzeugt wurden. Obwohl die meisten Verbraucher den

              Anbau von Gen-Mais und Gen-Soja ablehnen, müssen sie die umstrittene

              grüne Gentechnik in Kauf nehmen. Die freiwillige Kennzeichnung "ohne

              Gentechnik" ist ein erster Schritt zum Schließen dieser Lücke.

               

                 Staatliche Kontrolleure überwachen seit einem Jahr, ob

              gekennzeichnete Lebensmittel weder Gen-Pflanzen noch gentechnisch

              veränderte Zusatzstoffe enthalten. Bei der Produktion von Milch,

              Eiern und Fleisch müssen Gen-Pflanzen auch aus dem Tierfutter

              verbannt sein. Eine Molkerei muss zum Beispiel garantieren, dass drei

              Monate vor der Produktion von gentechnikfreier Milch keine

              Gen-Pflanzen mehr verfüttert wurden.

               

                 "Vor allem die vom Milchpreis gebeutelten Milchbauern und

              Molkereien können von der Kennzeichnung profitieren", sagt Hissting.

              "Verbraucher sind bereit, für hochwertigere gentechnikfreie Milch

              einen höheren Preis zu bezahlen."

               

                 Im Molkereisektor wird die Kennzeichnung daher am meisten

              angewandt. Unter anderen wirbt die Marke "Landliebe" seit einigen

              Monaten mit der neuen Kennzeichnung. Auch die Händler tegut und

              Alnatura kennzeichnen Milchprodukte ihrer Eigenmarke mittlerweile mit

              "ohne Gentechnik".

               

                 Achtung Reaktionen:  Rückfragen bitte an Alexander Hissting, Tel.

              0171-8781 185, oder Pressesprecherin Simone Miller, Tel.

              040-30618-343. Internet: www.greenpeace.de

              Originaltext:         Greenpeace e.V.

              Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6343

              Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6343.rss2

               

               

               

              Pressemitteilung vom 29. April 2009

              Gentechnik-Umfrage von Forsa: Mehrheit der Bundesbürger

              will Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" auf Lebensmitteln

               

              Berlin: Mehr als drei Viertel der Bundesbürger wünschen, dass

              Handelsketten und Lebensmittelindustrie das Label "Ohne

              Gentechnik" einsetzen. Weniger als ein Fünftel der Befragten hält

              dies nicht für sinnvoll. Weibliche Kundinnen erwarten sogar zu vier

              Fünftel eine Positivkennzeichnung tierischer Produkte wie Milch, Eier

              und Fleisch, wenn zu ihrer Herstellung kein gentechnisch

              verändertes Futter eingesetzt wurde. Am stärksten plädieren

              Anhänger von Grünen, SPD und CDU/CSU für die Kennzeichnung.

              Etwas weniger ausgeprägt ist dies bei Kunden, die eher der FDP

               oder den Linken zuneigen.

               

              An der Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" würden sich beim Einkauf

              73 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher orientieren und

              eher Produkte kaufen, die diesen Hinweis tragen. Bei einem Viertel

              der Bundesbürger würde eine solche Kennzeichnung die

              Kaufentscheidungen eher nicht beeinflussen.

               

              Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die der Bund

              für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in der vorigen

              Woche vom Meinungsforschungsinstitut Forsa unter 1002

              Bundesbürgern durchführen ließ. Anlass ist die mittlerweile einjährige

               Gültigkeit einer am 1.5.2008 in Kraft getretenen Verordnung, nach

              der Unternehmen freiwillig tierische Produkte mit dem Aufdruck

              "ohne Gentechnik" kennzeichnen können.

               

              "Leider gibt es bisher zu wenige Lebensmittelhersteller, die das

              Label `Ohne Gentechnik` einsetzen und offensiv mit dieser

              Kennzeichnung werben", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert

              Weiger. "Vorreiter sind unter anderen FrieslandCampina, Neuland,

               die Handelskette tegut und die Upländer Bauernmolkerei. Vor allem

              große Lebensmittelketten wie Edeka, Lidl, Aldi, Rewe und

              Tengelmann müssen diesen Beispielen folgen. Es ist unverständlich,

              warum die Lebensmittelindustrie den Wunsch ihrer Kundinnen und

              Kunden ignoriert und nicht stärker mit dem Label `Ohne Gentechnik`

              wirbt."

               

              Leider verpflichte das EU-Recht die Lebensmittelhersteller derzeit

              nicht, tierische Produkte, zu deren Herstellung gentechnisch

              veränderte Pflanzen eingesetzt wurden, auch entsprechend zu

              kennzeichnen. Umso wichtiger sei die Möglichkeit des freiwilligen

              Labellings mit dem Aufdruck "Ohne Gentechnik". Es gewährleiste

              allen Kunden, die eine garantiert gentechnikfreie

              Lebensmittelproduktion wünschten, Sicherheit und

              Entscheidungsfreiheit.

               

              Weiger: "Die Ergebnisse unserer Umfrage senden ein klares Signal

              an Lebensmittelindustrie, Handelsketten und Bundesregierung: Die

              Deutschen wollen Lebensmittel, bei deren Herstellung keine

              Gentechnik im Spiel ist. Damit sie sich auch bei tierischen Produkten

              für gentechnikfreie Lebensmittel entscheiden können, muss

              Agrarministerin Ilse Aigner endlich ihre seit langem angekündigte

              Informationskampagne über das Siegel `Ohne Gentechnik`

              durchführen."

               

              Aktion: Bislang will Deutschlands größter Lebensmittelhändler das Siegel

              "Ohne Gentechnik" nicht einsetzen. Fordern Sie dies von Edeka per Internet

              unter http://www.bund.net/

              bundnet/themen_und_projekte/gentechnik/aktion_ohne_gentechnik

               

              Alle Ergebnisse der BUND/Forsa-Umfrage finden Sie unter

              http://www.bund.net/

              fileadmin/bundnet/pdfs/gentechnik/20090428_gentechnik_

              forsa_umfrage_kennz._gentechnik.pdf

               

              Pressekontakt:

              Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin beim BUND, Tel. 030-27586-456

              bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-425/-489,

              Fax: -440, E-Mail: presse (at) bund.net, www.bund.net

               

               

               

              Relevanz der Gentechnikfreiheit für die regionale Vermarktung.



              Eine Studie der Bodensee-Stiftung zur Relevanz der Gentechnikfreiheit für die

              regionale Vermarktung.

               

              Bioland Landesverband Baden-Württemberg

              Schelztorstr. 49

              73728 Esslingen

              Tel.: 0711/550939-48

              Fax: 0711/550939-50

               

               

               

               

              Laborfehler beim Agrokonzern Monsanto



              Agrokonzern Monsanto in Erklärungsnot:

              In Südafrika ernten Bauern leere Maiskolben,

              Ursache sei angeblicher Laborfehler des US-Unternehmens

              Von Wolfgang Pomrehn

              Das sind Nachrichten, die ein weltweit führendes Saatgutunternehmen nicht so gern verbreitet sieht:

              In Südafrika schauen in diesem Jahr die Maisfarmer in die Röhre.

              Zumindest jene, die den Fehler gemacht haben, beim US-Konzern Monsanto einzukaufen.

              Nach einem Bericht der Internetausgabe der südafrikanischen Sonntagszeitung Rapport

              hat die gentechnisch veränderte Maissaat Monsantos auf 82000 Hektar nahezu sterile Pflanzen hervorgebracht.

              Das Getreide sei normal gewachsen, zeige auch keinerlei Schädlings- oder Pilzbefall, hieß es.

              Nur die Kolben enthielten sehr wenige oder gar keine Körner.

              280 von 1000 Bauern, die drei gentechnisch veränderte Monsanto-Sorten ausgesät hatten, seien betroffen.

              Der besondere »Clou«: Den Pflanzen war nicht nur die Resistenz gegen ein Unkrautvernichtungsmittel

              - natürlich eines von Monsanto - gentechnisch eingebaut worden, die Manipulationen sollten auch zu vermehrtem Ertrag führen.

              Bis 80 Prozent Verlust

              Betroffen sind vermutlich zwischen drei und vier Prozent der südafrikanischen Ernte, wenn man die gesamte Maisanbaufläche des Landes von 2008 zugrunde legt. Umweltschützer forderten eine Untersuchung durch die Regierung und ein sofortiges Verbot aller gentechnisch manipulierten Nahrungsmittel. Letztere sind in Südafrika weit verbreitet, ohne daß es eine Kennzeichnungspflicht gibt. Rapport zitiert Marian Mayet vom »Afrika-Zentrum für Biologische Sicherheit« in Johannesburg. Die geht davon aus, daß der Verlust bei einigen Bauern 80 Prozent betrage. Es könne nicht sein, daß ein einziger Fehler in einem Laboratorium, von dem Monsanto spricht, zu so großen Ausfällen bei gleich drei Sorten führte. Der Fehler sei die Gentechnik, so Mayet.

              Monsanto bemüht sich unterdessen, die Wogen zu glätten. Während ein Konzernsprecher meint, der Verlust betrage »weniger als 25 Prozent«, hat man den betroffenen Bauern unaufgefordert Kompensation angeboten. Sprecher von Bauerngenossenschaften zeigten sich mit den versprochenen Entschädigungen gegenüber Rapport zufrieden. Andererseits gibt es auch in der südafrikanischen Bevölkerung Vorbehalte gegen gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel. Die Handelskette Woolworth, die dort auch Lebensmittel verkauft, hat derartige Produkte bereits im Jahre 2000 aus dem Angebot genommen. Mais gehört in Südafrika zu den Grundnahrungsmitteln und wurde 2008 auf 2,8 Millionen Hektar angebaut. 57 Prozent der Fläche wurden mit gentechnisch veränderten Sorten bestellt, die vor allem aus den Monsanto-Laboren stammten. In den meisten anderen afrikanischen Ländern darf Genmais nicht angebaut werden. Während der Regierungszeit von George W. Bush hatten US-Hilfsorganisationen wiederholt versucht, Hungerkrisen auszunutzen, um gentechnisch veränderten Mais in afrikanische Länder zu exportieren. Der wurde zwar meist als Nahrungsmittelhilfe deklariert, aber die Organisationen weigerten sich, diese auf Verlangen der jeweiligen Regierungen als Mehl anzuliefern, so daß er nicht hätte ausgesät werden können.

              Weiterer Vormarsch

              Im bevölkerungsreichsten Land des Kontinents, in Nigeria, scheint das Gentechnikverbot derweil auf der Kippe zu stehen, wie die dort erscheinende Zeitung Vanguard berichtet. Die Regierung in Abuja plant offensichtlich, gentechnisch veränderten Mais zur Aussaat an Bauern auszugeben. Die Gruppe Environmental Rights Action (ERA, Aktion für Umweltrechte), eine Schwesterorganisation des deutschen Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), wirft den Behörden vor, damit gegen die Gesetze und das Vorsorgeprinzip der Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt zu verstoßen. »Die Ausgabe des Saatguts an nigerianische Bauern ist der Höhepunkt eines systematischen Versuchs, mit dem profitorientierte Biotech-Unternehmen uns diktieren wollen, was wir anbauen, ernten und essen«, sagte ERA-Direktor Nnimmo Bassey gegenüber Vanguard. Alle Argumente, die das Landwirtschaftsministerium anführe, stammten demnach aus einem längst disqualifizierten Bericht einer internationalen Gentechnik-Lobbyorgansiation.

              Unterdessen hat Monsanto in Deutschland einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Braunschweig gegen das vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit verfügte Ruhen der Genehmigung für den Anbau und Verkauf der Genmaissorte Mon810 gestellt. Hintergrund ist das vergangene Woche von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ausgesprochene Verbot dieser genmanipulierten Sorte (jW berichtete). Die Ministerin reagierte auf den Antrag gelassen, sie hatte von einer Schutzklausel in der entsprechenden EU-Verordnung Gebrauch gemacht. Vor Deutschland hatten bereits Frankreich, Österreich, Griechenland, Ungarn und Luxemburg Mon810 verboten. Aigners Parteifreund und Amtsvorgänger Horst Seehofer hat inzwischen - mit Blick auf die anstehenden Wahlen und die rumorende bäuerliche Parteibasis - gefordert, die EU-Kommission solle sich ganz aus der Frage der Genehmigung von genmanipulierten Sorten heraushalten.

              Quelle: http://www.jungewelt.de/2009/04-25/023.php

               

               

               

              Bitte online-Aktion unterstützen: Monsanto darf Genmais-Verbot nicht kippen!



              Monsanto darf das Verbot von Gen-Mais MON810durch seine Klage nicht

              wieder kippen! Wir müssen unseren Erfolg verteidigen.

               

              Daher meine Bitte: mit einem kurzen Klickeinen Brief an Monsanto absenden

              und Monsanto auffordern, die Klage zurückzuziehen.

               

              Die Aktion ist hier zu finden: http://www.campact.de/gentec/sn5/signer

               

              Bioland Landesverband Baden-Württemberg

              Schelztorstr. 49

              73728 Esslingen

               

               

               

              Newsletter 10/2009
              Mittwoch, 22. April 2009

               

              Ihr Browser ist so eingestellt, dass er das Laden des Bildes blockiert

               

              Machen Sie Druck auf Monsanto

              Der Gentechnik-Konzern Monsanto hat am Dienstag Klage

              gegen das Verbot des Gen-Mais MON810 eingereicht. Per

              Eilentscheid will er die Aussaat des Gen-Mais doch noch

              durchdrücken. Der Konzern missachtet damit den Willen der

              Mehrheit der Bürger.

              Fordern Sie von Monsanto, die Klage zurückzuziehen!

               

              mit dem Verbot des Gen-Mais MON810 verbannte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner letzte Woche

              den kommerziellen Anbau von Gen-Pflanzen von unseren Äckern. Doch dieser große Erfolg ist in Gefahr:

              Am Dienstag klagte der Gentechnik-Konzern Monsanto beim Verwaltungsgericht Braunschweig gegen das

              Verbot. Per Eilentscheid will er die Aussaat des Gen-Mais in diesem Frühjahr doch noch erzwingen.

              Protestieren Sie gegen die Klage Monsantos!

              Ministerin Aigner hat mit dem Verbot die berechtigten Sorgen der Bürger/innen ernst genommen und die

              Risiken von MON810 für die Umwelt auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse richtig eingeschätzt.

              Monsanto muss endlich respektieren, dass wir in einer Demokratie leben und die Mehrheit der Menschen in

              Deutschland die Gen-Saat nicht auf den Feldern haben will.

              Mit der Klage versucht die Gentechnik-Lobby zu verhindern, dass ihr in Europa auch noch die letzten Felle

              davon schwimmen. Monsanto befürchtet einen Domino-Effekt: Nach dem Verbot in Deutschland ist es nur

              eine Frage der Zeit, bis weitere europAýische Regierungen den Anbau von Gen-Mais untersagen. Der

              Konzern muss einsehen, dass die Agro-Gentechnik in Europa keine Zukunft hat!

              Unterzeichnen Sie unseren Aufruf!

              Lesen Sie mehr über den Monsanto-Konzern

              --------

              1. AKW Belene: Finanzierung steht auf der Kippe / Erfolgreiche Aktion

              vor RWE-Hauptversammlung

              Der Bau zweier Atomreaktoren im bulgarischen Belene durch den Energiekonzern RWE steht auf der Kippe.

              Derzeit finden sich keine Banken, die die Kofinanzierung des Risikovorhabens übernehmen wollen. Zudem

              hat sich der RWE-Aufsichtsrat gegen Vorstandschef Großmann durchgesetzt und sich Mitspracherechte

              bei konkreten Kraftwerksentscheidungen gesichert. Bisher hat Großmann im Aufsichtsrat keine Mehrheit

              für Belene.

              Am Mittwoch morgen trugen wir unseren Protest vor die Hauptversammlung von RWE in Essen. Wir informierten

              tausende Aktionäre mit Flugblättern und wiesen vor laufenden Kameras mit unserem Wackel-AKW auf die

              Erdbebengefahr in Belene hin. In der Halle hatten die AktionAýre über etliche AntrAýge unseres

              Kooperationspartners Urgewald zu entscheiden.

              Lesen Sie mehr im Blog...

              Haben Sie schon Gelbe Karten an den Aufsichtsrat geschickt?

              2. Entwicklungshilfeministerin sichert Einsatz gegen Milch-Exportsubventionen zu

              Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat sich in einem Brief an Campact ausdrücklich

              gegen das Instrument der Exporterstattungen gewandt und ihre Unterstützung für die Anliegen der

              Kampagne zugesichert.

              Sie werde sich in der Bundesregierung dafür einsetzen, dass die Forderung nach einer endgültigen

              Abschaffung der Exportsubventionen rasch umgesetzt wird. In diesem Rahmen werde sie auch den

              aus entwicklungspolitischer Sicht grundsätzlichen Reformbedarf der gemeinsamen Agrarpolitik unterstreichen

              und sich für eine integrierte Politik zur Entwicklung des lAýndlichen Raums stark machen.

              Lesen Sie den Brief!

              3. Campaigner/in bei Campact gesucht

              Leider verlAýsst uns Stefanie Hundsdorfer als Gentechnik-Campaignerin und stellt sich neuen

              Herausforderungen. Für die Fortsetzung der erfolgreichen Gentechnik-Kampagne suchen wir daher

              möglichst schnell eine neue Campaigner/in. Sind Sie selbst interessiert oder kennen Sie jemanden

              für diese Position?

              Weitere Infos...

              4. Atomkraft: Demonstrationen zum

              Tschernobyl-Jahrestag am 26. April

              Rund um den Tschernobyl-Tag am Sonntag, den 26. April finden bundesweit Veranstaltungen zum

              Gedenken an den Super-GAU von 1986 und zum Protest gegen die Atomkraft statt. Schwerpunkte sind

              Münster sowie die AKW-Standorte Krümmel (bei Hamburg) und Neckarwestheim (bei Stuttgart).

              Weitere Infos bei der Kampagne .ausgestrahlt...

              5. Lobbyisten in Ministerien:

              Weniger Fälle, doch lückenhafter Bericht

              Im letzten Jahr kämpften wir gemeinsam mit LobbyControl gegen den Einsatz von Lobbyisten aus

              der Wirtschaft in Bundesministerien - und erreichten eine Berichtspflicht der Bundesregierung.

              Das Innenministerium hat dem Bundestag nun seinen zweiten Bericht über "externe Mitarbeiter"

              in Ministerien vorgelegt. Erfreulich ist: Die Zahl problematischer Fälle ging zurück. Allerdings

              scheint der Bericht an manchen Stellen lückenhaft.

              Lesen Sie mehr über den Bericht bei LobbyControl...

              Quelle: Campact e.V. | ArtilleriestraAYe 6 | 27283 Verden | campact.de

               

               

              BÖLW begrüßt Ministerin Aigners Anbauverbot von Gentech-Mais MON810



              Pressemitteilung:

               

              Verbot von Gentechnik-Mais MON 810 ist ein Etappensieg der Vernunft    Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) begrüßt Aigners Entscheidung

               

               

              Eine richtige Entscheidung im letzten Augenblick

              "Diese Entscheidung kommt im letztmöglichen Augenblick - und sie ist die richtige", kommentiert Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW, die Entscheidung von Bundes-Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner. Kurz vor der Mais-Aussaat gab die Ministerin am heutigen Dienstag bekannt, dass sie die "Schutzklausel" gegen den Anbau des Gentechnik-Mais MON 810 ziehen wird. Dabei stützte sie sich neben Gutachten eigener Behörden auch auf eine jüngst vom BÖLW zusammen mit campact veröffentlichte Studie.

               

              Gute Gründe sprechen für das Anbauverbot

              Löwenstein bezeichnete das Anbauverbot als einen Etappensieg der Vernunft: "Es gibt viele gute Gründe dafür, dass Deutschland jetzt dem Vorbild seiner Nachbarn Frankreich, Österreich, Polen, Luxemburg und Griechenland gefolgt ist." Denn die Auswirkungen von Maispflanzen, die während ihrer gesamten Wachstumszeit ein Insektengift produzieren seien nach wie vor ungeklärt.

              "Wir sind froh, dass sich Frau Aigner von Monsanto nicht an der Nase herumführen ließ", meinte Löwenstein. Die US-Firma, der das Patent auf den Gen-Mais gehört, hatte in dem durch die EU geforderten "Monitoring-Plan" zur Überprüfung der Umweltwirkungen Institutionen als Datenliefe-ranten für ihr Überwachungs-Programm aufgeführt, die es gar nicht gefragt hatte.

               

              Jetzt konsequent sein und keine weiteren Genmais-Sorten zulassen

              "Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie sich auch der Zulassung weiterer Gen-Mais-Sorten widersetzt, die von der EU-Kommission derzeit angestrebt werden", fordert Löwenstein. "Denn erstens bestehen für diese Sorten genau die gleichen Bedenken, wie gegen MON 810 und zweitens sind die Forderungen der EU-Umweltminister, das Zulassungsverfahren zu verbessern, noch nicht erfüllt." Der Umweltministerrat hat im Dezember 2008 einstimmig beschlossen, dass auch sozio-ökonomische Kriterien - wie die volkswirtschaftlichen Kosten des Gentechnik-Anbaus - oder die ungelösten Probleme eines Nebeneinander natürlicher und gentechnisch erzeugter Pflanzen in die europäischen Zulassungsverfahren einbezogen werden müssen

               

              Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft

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              10117 Berlin

               

               

               

               

               

              Baden-Württemberg 2009 gentechnikfrei!



              Minister Peter Hauk MdL: "Keine Wertprüfungen des Bundessortenamtes

              mit Genmais in Ladenburg und Rheinstetten-Forchheim"

              Anbaustopp für Genmais MON810 hat auch Auswirkungen auf die

              geplanten Sortenversuche in Baden-Württemberg

               

              15.04.2009 "Das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und

              Verbraucherschutz angekündigte Ruhen der Genehmigung von MON810 hat

              auch Auswirkungen auf die geplanten Versuchsanbauten des

              Bundessortenamtes in Baden-Württemberg. Die Bundesbehörde plante im

              Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Wertprüfungen zwei

              Versuchsanbauten im Land, die nun nicht durchgeführt werden. Damit ist

              davon auszugehen, dass im laufenden Jahr keine gentechnisch veränderten

              Pflanzen in Baden-Württemberg angebaut werden", sagte der baden-

              württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk

              MdL, am Mittwoch (15. April) in Stuttgart.

               

              Das Bundessortenamt plante die durch das Saatgutverkehrsgesetz im Rahmen des Sortenzulassungsverfahrens vorgeschriebenen Wertprüfungen mit gentechnisch veränderten Maispflanzen auf zwei Flächen in Rheinstetten-Forchheim (Landkreis Karlsruhe) und Ladenburg (Rhein-Neckar-Kreis) durchzuführen. Diese Versuche sollten mit privaten Dienstleistern aus der Region erfolgen. Aufgrund der aktuellen Vorgaben hat das Bundessortenamt entschieden, die geplanten Versuche nicht durchzuführen.

              Baden-Württemberg hat den Landwirten bereits in der Vergangenheit wegen der schwierigen Rechtslage im Zusammenhang mit der Haftung keinen kommerziellen Anbau von Genmais im Land empfohlen. Soweit notwendig spricht sich das Land aber für neutrale, firmenunabhängige Forschung aus.

               

              Zusatzinformationen:

               

              Rechtsgrundlage für die Wertprüfungen:

               

              Nach Saatgutverkehrsgesetz (SaatG) ist die amtliche Zulassung von Pflanzensorten Voraussetzung für den gewerblichen Vertrieb von Saat- und Pflanzgut. Der Zulassung ist die sogenannte Wertprüfung vorgeschaltet, bei der Ertrags-, Anbau-, Resistenz- und Qualitätseigenschaften einer Sorte geprüft werden. Nach § 44 (1) SaatG ist das Bundessortenamt (BSA) zuständig für die Prüfung, ob eine Sorte die Voraussetzung für ihre Zulassung erfüllt. Das BSA hat also den klaren gesetzlichen Auftrag zur Durchführung der Wertprüfung. Es baut dazu die Sorte an und führt die erforderlichen Untersuchungen durch. Das BSA kann den Anbau durch andere fachlich geeignete Stellen durchführen lassen (§ 44 (2) SaatG), da es selbst keine Prüfkapazitäten in den Bundesländern unterhält.

               

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              Bioland-PM vom 16.4.2009

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              PRESSE-INFO

               

              Auch kein Versuchs-Anbau von Genpflanzen im Südwesten

               

              Bioland begrüßt die Entscheidung des Bundessortenamtes, den geplanten Anbau

              von gentechnisch verändertem Mais zu Versuchszwecken in Rheinstetten

              Forchheim nicht durchzuführen. "Der Südwesten ist damit einen Schritt weiter

              in Richtung gentechnikfreies Baden-Württemberg", bekräftigt Matthias Strobl,

              Geschäftsführer von Bioland Baden-Württemberg. "Nachdem das Land bereits den

              Koexistenzversuch in Forchheim abgesagt und die

              Bundeslandwirtschaftsministerin klare Worte zum Anbau von Mon810 gefunden

              hat, ist es nur konsequent, dass auch die Wertprüfungsversuche des

              Bundessortenamtes Schnee von gestern sind."

              Die Landesregierung Baden-Württemberg muss jetzt den gentechnikfreien Anbau

              in Baden-Württemberg über das Jahr 2009 hinaus sichern und konsequent für

              den gentechnikfreien Anbau einstehen. Deshalb fordert Bioland die

              Landesregierung dazu auf, über ein Landesgesetz den rechtlichen Schutz für

              gentechnikfreie Regionen zu schaffen. Die Zukunft der Landwirtschaft in

              Baden-Württemberg liegt darin, qualitativ hochwertige Produkte ohne den

              Einsatz von Gentechnik zu erzeugen. Entgegen den Ankündigungen der großen

              Gentechnikkonzerne hat der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in

              Nordamerika in den letzten Jahren zu enormen Schäden in der Landwirtschaft

              geführt. Darüber haben renommierte Gentechnik-Kritiker wie Bill Wenzel (USA)

              und Percy Schmeiser (Kanada) auch in Deutschland mehrfach berichtet.

              Bioland ist mit 1054 landwirtschaftlichen Erzeugerbetriebe und knapp 300

              handwerklichen Lebensmittelverarbeitern der größte Verband für ökologischen

              Landbau in Baden-Württemberg. Nach den Richtlinien zum

              organisch-biologischen Anbau ist der Einsatz von gentechnisch veränderten

              Pflanzen, Tieren und Futtermitteln verboten.

               

              Birgit Eßlinger

              Bioland Landesverband Baden-Württemberg

              Schelztorstr. 49

              73728 Esslingen

              Tel.: 0711/550939-48

               

              Auch kein Versuchs-Anbau von Genpflanzen im Südwesten



              PRESSE-INFO

              Auch kein Versuchs-Anbau von Genpflanzen im Südwesten

               

              Bioland begrüßt die Entscheidung des Bundessortenamtes, den geplanten Anbau

              von gentechnisch verändertem Mais zu Versuchszwecken in Rheinstetten

              Forchheim nicht durchzuführen. "Der Südwesten ist damit einen Schritt weiter

              in Richtung gentechnikfreies Baden-Württemberg", bekräftigt Matthias Strobl,

              Geschäftsführer von Bioland Baden-Württemberg. "Nachdem das Land bereits den

              Koexistenzversuch in Forchheim abgesagt und die

              Bundeslandwirtschaftsministerin klare Worte zum Anbau von Mon810 gefunden

              hat, ist es nur konsequent, dass auch die Wertprüfungsversuche des

              Bundessortenamtes Schnee von gestern sind."

              Die Landesregierung Baden-Württemberg muss jetzt den gentechnikfreien Anbau

              in Baden-Württemberg über das Jahr 2009 hinaus sichern und konsequent für

              den gentechnikfreien Anbau einstehen. Deshalb fordert Bioland die

              Landesregierung dazu auf, über ein Landesgesetz den rechtlichen Schutz für

              gentechnikfreie Regionen zu schaffen. Die Zukunft der Landwirtschaft in

              Baden-Württemberg liegt darin, qualitativ hochwertige Produkte ohne den

              Einsatz von Gentechnik zu erzeugen. Entgegen den Ankündigungen der großen

              Gentechnikkonzerne hat der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in

              Nordamerika in den letzten Jahren zu enormen Schäden in der Landwirtschaft

              geführt. Darüber haben renommierte Gentechnik-Kritiker wie Bill Wenzel (USA)

              und Percy Schmeiser (Kanada) auch in Deutschland mehrfach berichtet.

              Bioland ist mit 1054 landwirtschaftlichen Erzeugerbetriebe und knapp 300

              handwerklichen Lebensmittelverarbeitern der größte Verband für ökologischen

              Landbau in Baden-Württemberg. Nach den Richtlinien zum

              organisch-biologischen Anbau ist der Einsatz von gentechnisch veränderten

              Pflanzen, Tieren und Futtermitteln verboten.

               

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              ÖKONSULT GbR

              Gerberstr. 9

              70178 Stuttgart

              Tel.: 0711 / 674 474 - 67

              Fax: 0711 / 674 474 - 66

              greiner (at) oekonsult-stuttgart.de

              www.oekonsult-stuttgart.de

               

               

               

              Ergebnisse des diesjährigen GVO-Saatgut-Monitorings bei Mais



              Als Reaktion auf die PM (siehe unten) des MLR vom 10.04.09 zum GVO-Saatgut-Monitoring bei Mais, haben wir gestern folgende Anfrage an das MLR geschickt: Ergebnisse des diesjährigen GVO-Saatgut-Monitorings bei Mais

               

              Sehr geehrter Herr Minister Hauk,

               

              mit Besorgnis haben wir die Tatsache zur Kenntnis genommen, dass am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg bei den diesjährigen Untersuchungen von konventionellem Mais-Saatgut in fünf von 99 Saatgutpartien Spuren von GVO-Bestandteilen festgestellt wurden.

               

              Gentechnikfreies Saatgut ist die Basis einer gentechnikfreien Land- und Lebensmittelwirtschaft. Die Verfügbarkeit von reinem, gentechnikfreiem Saatgut muss gewährleistet bleiben.

              Während auf europäischer Ebene noch über Schwellenwerte für die Kennzeichnung beim Saatgut diskutiert wird, hat die schleichende Kontamination gentechnikfreien Saatguts offensichtlich schon begonnen. In den kommenden Tagen werden die Landwirte in Baden-Württemberg mit der Aussaat von Mais beginnen. Es liegt  - auch vor dem Hintergrund des Verbots von Mon810 - in Ihrer Verantwortung, eine GVO-freie Aussaat zu gewährleisten und dem klaren Votum der Bevölkerung nach GVO-freier Landwirtschaft Rechung zu tragen.  

              Wir möchten Sie deshalb als verantwortlichen Landwirtschaftminister bitten, uns folgende Fragen zu beantworten:

               

              Welche Gen-Konstrukte wurden bei der Beprobung gefunden?

              Welche Mais-Sorten sind von der Verunreinigung betroffen?

              Woher stammen die betroffenen Maissorten?

              Handelt es sich ausschließlich um gebeiztes Saatgut oder ist auch ungebeiztes Saatgut betroffen?

              Welche Saatzuchtfirmen sind betroffen?

              Weshalb wurde die Verunreinigung des Saatguts nicht von den Inverkehrbringern festgestellt und entsprechende Maßnahmen ergriffen?

              Wo lag der regionale Schwerpunkt des Verkaufs des betroffenen Saatguts?

              Welche Mengen des betroffenen Saatguts wurden ausgeliefert?

              Wie sehen die Rückholmaßnahmen aus?

              Wie überwacht das Land die Rückholmaßnahmen?

              Wie sieht der Rücklauf aktuell aus?

              Ist noch vor der Aussaat mit einem vollständigen Rücklauf zu rechnen?

               

              Um in der noch verbleibenden Zeit vor der Aussaat garantieren zu können, dass kein verunreinigtes Saatgut in den Boden gelangt, fordern wir Sie auf, Saatzuchtfirmen und betroffene Sorten zu veröffentlichen, damit jeder Landwirt sein Saatgut eigenverantwortlich prüfen und ggf. auf Kosten der Inverkehrbringer vernichten kann.

               

              Sehr geehrter Herr Minister, wir bitten Sie unsere Fragen zeitnah zu beantworten, unserer Forderung nach Veröffentlichung nachzukommen und somit eine GVO-freie Mais-Aussaat in Baden-Württemberg sicher zu stellen.  

               

              Mit freundlichen Grüßen

              Matthias Strobl

              Geschäftsführer

               

              Bioland Landesverband Baden-Württemberg e.V.

              Schelztorstr. 49, 73728 Esslingen

              Tel. 0711 / 550 939-45; Fax -50

              www.bioland-bw.de

               

               

               

              Ergebnisse des diesjährigen GVO-Saatgut-Monitorings bei Mais

              Nur wenige Partien mit geringen Spuren ( 0,1 Prozent) gentechnisch veränderter Bestandteile (GVO) in konventionellem Saatgut festgestellt

              10.4.09 Die Wahlfreiheit des Verbrauchers und des Landwirts beim Kauf von Lebensmitteln, Futtermitteln und von Saatgut kann insbesondere dadurch sichergestellt werden, dass die Einhaltung der europäischen Kennzeichnungsvorschriften regelmäßig überprüft wird. Bei der Überwachung der Kennzeichnung erfolgt darüber hinaus eine Prüfung auf das Vorhandensein von in der EU nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Konstrukten.

               

              Für Saatgut gibt es noch keine von der EU-Kommission festgelegten Kennzeichnungsschwellenwerte. Die Inverkehrbringer von Saatgut haben entsprechend Sorge dafür zu tragen, dass Saatgut keine Bestandteile gentechnisch veränderten Materials enthält. Baden-Württemberg überprüft seit Jahren im Rahmen der Saatgutverkehrskontrolle in einem sog. GVO-Saatgut-Monitoring im Handel befindliches Saatgut.

               

              Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg hat bei den diesjährigen Untersuchungen von konventionellem Mais-Saatgut in fünf von 99 Saatgutpartien Spuren von GVO-Bestandteilen festgestellt. Bei drei Mais-Saatgutproben handelte es sich um gentechnisch veränderten Mais, der zum Anbau zugelassen ist. Zwei Proben enthielten GVO , die keine   Zulassung für den Anbau in der EU haben. Die betroffenen Saatzuchtfirmen haben sofort Rückholmaßnahmen eingeleitet, um die Aussaat der betroffenen Partien zu verhindern. Die Rückholmaßnahmen werden vom Land überwacht.

               

              Die ermittelten GVO-Spuren lagen unter der Bestimmungsgrenze (Grenze für eine Quantifizierung) von 0,1 Prozent, aber über der Nachweisgrenze von 0,03 Prozent.

               

              Quelle: Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum

               

               

               

              Gentech-Mais MON 810



              Pressemitteilung vom 14. April 2009

               

              Niemand will Gentech-Mais MON 810. Agrarministerin Aigner hat Aussaat in Deutschland gestoppt

               

              Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Entscheidung von Bundesagrarministerin Ilse Aigner, das Aussäen des Monsanto-Genmais MON 810 zu verbieten, begrüßt. Die Verdachtsmomente, dass der Genmais Natur und Tierwelt schädige, seien so zahlreich, dass ein Verbot zwingend gewesen sei. Fütterungsstudien hätten gezeigt, dass der Genmais das Immunsystem von Mäusen schädige. Das Aussaatverbot für MON 810 sei ein großer Erfolg des jahrelangen Engagements von Umweltorganisationen und Ökoanbauverbänden. Ihr breites Bündnis habe mit überzeugenden fachlichen Argumenten eine falsche Weichenstellung in der Landwirtschaft verhindert.

              Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger wies neben den Risiken des Genmaises für bestimmte Arten auch auf die Gefahr einer drohenden Abhängigkeit von den Saatgut-Unternehmen hin: "Ein Ausbringen von genverändertem Saatgut birgt unkalkulierbare wirtschaftliche Risiken für Landwirte und Imker. Letzteren wird ihr Honig gentechnisch verunreinigt, erstere geraten in eine wirtschaftliche Zwangslage, weil sie das Gen-Saatgut und zugleich die entsprechenden Pestizide von den Gentechnik-Konzernen kaufen müssen. Wer den Heilsversprechen der Gen-Saat-Hersteller auf den Leim geht und genverändertes Saatgut ausbringt, schadet der Landwirtschaft in Deutschland."

              Der BUND rufe die Bauern deshalb dazu auf, sich in gentechnikfreien Regionen zusammenzuschließen und alle vorhandenen landwirtschaftlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um Maisschädlinge mit konventionellen Ackermethoden zu bekämpfen. Gen-Saaten würden dabei nicht helfen.

              Weiger: "Über 70 Prozent der Verbraucher lehnen Gentechnik im Essen aus guten Gründen ab. Gentechnisch verändertes Saatgut breitet sich unkontrolliert aus, gefährdet nachweislich Natur und Tierwelt und bedroht die Existenz von landwirtschaftlichen Betrieben, die gentechnikfrei arbeiten wollen. Frau Aigner hat dem Druck großer Gentechnik-Unternehmen nicht nachgegeben und in letzter Minute vor der Aussaat das Anbauverbot für MON 810 verhängt. Wir erkennen dies an und erwarten nun, dass sie konsequent bleibt und sich auf Brüsseler Ebene klar gegen die Zulassung anderer gentechnisch veränderter Pflanzen ausspricht."

               

              Informationen über gentechnikfreie Regionen in Deutschland erhalten Sie auf der Internetseite: www.gentechnikfreie-regionen.de

               

              Pressekontakt: Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 030-27586-425/-489, Fax: -440, E-Mail: presse (at) bund.net, www.bund.net

               

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              PM BMELV:

              Aigner verbietet den Anbau von Mon810

              "Ich habe heute Morgen veranlasst, dass das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Schutzklausel nach ƒ 20 Abs. 3 Gentechnikgesetz und Artikel 23 der Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EG verhängt", sagte die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, heute auf einer Pressekonferenz in Berlin. "Damit ist der Anbau von Mon810 in Deutschland verboten."

              Mit Verhängung der Schutzklausel durch das BVL gegenüber der Firma Monsanto wird das Ruhen der Genehmigung von MON810 angeordnet. Damit ist jeder Anbau und jeder weitere Verkauf von Saatgut von Mais der Linie MON810 unzulässig. "Die Bundesländer werden umgehend über diese Maßnahme informiert und werden die Einhaltung des Verbots überwachen", so Ministerin Aigner.

              Die Bundesministerin hatte um eine umfassende Bewertung der von Monsanto Ende März vorgelegten Ergebnisse des Beobachtungsprogramms zum Anbau von Mon 810 sowie um Prüfung möglicher neuer Aspekte hinsichtlich der Umweltauswirkungen von Mon 810 gebeten. Die Bewertung durch die Bundesbehörden (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Julius Kühn Institut, Bundesamt für Naturschutz) ergab keine einheitliche Auffassung.

              In der Entscheidung berücksichtigte Bundesministerin Ilse Aigner auch, dass mittlerweile 5 Mitgliedstaaten der Europäischen Union rechtswirksam entsprechende Schutzmaßnahmen in Bezug auf den MON810-Mais erlassen haben. Zuletzt hatte Ende März diesen Jahres Luxemburg die Schutzklausel gezogen.

              "Ich komme zu dem Schluss, dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der genetisch veränderte Mais der Linie Mon810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt", sagte Aigner. Diese Auffassung wurde auch vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bestätigt.

              "Meine Entscheidung ist entgegen anders lautender Behauptungen keine politische Entscheidung", sagte Aigner. "Es ist eine fachliche Entscheidung und dies muss es aus rechtlichen Gründen auch sein."

              Die Genehmigung von MON810 wurde 1998 auf Europäischer Ebene erteilt und hat auch über das Ablaufen der Zulassung hinaus Bestandsschutz, solange über die Neuzulassung auf europäischer Ebene nicht entschieden ist.

              "Ich möchte unterstreichen, dass dies keine Grundsatzentscheidung zum künftigen Umgang mit Grüner Gentechnik ist", erläuterte Bundesministerin Aigner. "Es handelt sich hierbei um eine Einzelfallentscheidung, bei der Pro und Contra sorgfältig abgewogen und eine Entscheidung auf wissenschaftlicher Grundlage getroffen wurde." Die vielen offenen Fragen über den einzigen zurzeit in Europa zum kommerziellen Anbau zugelassenen genveränderten Organismus würde die Notwendigkeit einer verstärkten Sicherheitsforschung deutlich machen.

              "Gerade die Sicherheitsforschung in der Grünen Gentechnik wird gebraucht. Das Grundprinzip der praktischen Anwendung der Grünen Gentechnik muss eine vollständige Gewährleistung der Sicherheit für Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt beinhalten", so Aigner.

              Die Bundeslandwirtschaftsministerin hat ihr Haus beauftragt, ein Strategiepapier zu erarbeiten, welches die zukünftige Behandlung der Thematik Gentechnik regeln soll. Dabei ist die Einbindung von unabhängigen Experten wichtig. Es ist vorgesehen, ein Programm zur Sicherheitsforschung durchzuführen und einen Leitfaden zur künftigen Genehmigungspraxis zu erarbeiten. Es sollen Fragen der Handhabung der Ausweisung von freiwilligen gentechnikanbaufreien Regionen beantwortet werden.

               

              Mit freundlichen Grüßen

              im Auftrag

              Pierre Vetter

              Referat L 1

              "Pressereferat"

              Bundesministerium für Ernährung,

              Landwirtschaft und Verbraucherschutz

              Fon: 030 - 18 529 31 74

              Fax: 030 - 18 529 31 79

              Pierre.Vetter (at) bmelv.bund.de

               

               

               

              Keine Agro-Gentechnik auf Deutschlands Feldern



              PRESSEMITTEILUNG

               

              Wichtiger Etappensieg für Umwelt, Bauern und Verbraucher

               

              Gräfelfing - Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner verkündete heute

              das Anbauverbot für den Genmais MON 810 mit der Begründung, "dass es

              berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der genetisch veränderte Mais

              der Linie Mon810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt". Naturland begrüßt

              die zukunftsweisende Entscheidung als richtigen Schritt in eine

              nachhaltige, ökologisch orientierte Landwirtschaft in Deutschland.

              Wissenschaftliche Studien, die das Risiko des Anbaus belegen sowie der

              massive Protest der Verbraucher in Einheit mit den Landwirten und

              Verarbeitern führten zu dieser Entscheidung. Nach Frankreich, Österreich,

              Ungarn, Griechenland, Polen und Luxemburg wird es auch in Deutschland bis

              auf Weiteres keinen kommerziellen Anbau des Gen-Maises geben. "Jetzt muss das Anbau-Verbot auf weitere Länder ausgedehnt werden und neue Gen-Maissorten wie Bt11 und 1507 dürfen keine EU-weite Zulassung erhalten", forderte Hans Hohenester, Naturland Bauer und Präsidiumsvorsitzender heute in München.

               

              Risiken nicht geklärt

              Nach einer aktuellen Kurzstudie, die der Bund Ökologische

              Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und das online Netzwerk campact Anfang April

              vorlegten, gibt es bei dem Anbau vom Gen-Mais neue, konkrete Hinweise auf eine Gefährdung von Bienen, von nützlichen Insekten und der Ökologie

              von Gewässern. Auch der Zusammenhang zwischen der Auslösung von

              Immunkrankheiten und dem Anbau von Gen-Mais muss nach der Studie dringend geklärt werden.

              Verbraucher und Landwirte wollen keine Agro-Gentechnik

              Über 70 Prozent der Verbraucher und die Mehrheit der Landwirte, die

              ökologisch und konventionell ihre Felder bewirtschaften, wollen keine Agro-

              Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller. Mit der heutigen Entscheidung

              von Landwirtschaftsministerin Aigner sehen sie sich in ihrem Einsatz für

              Umwelt und Gesundheit bestätigt. "Allen Politikern, die im Superwahljahr

              für die Landtage, den Bundestag und das Europaparlament kandidieren, muss klar sein, dass ihre Wahl auch von einer klaren Absage zur Agro-Gentechnik abhängt", erklärt Hans Hohenester mit Blick auf die Langfristigkeit der heutigen Entscheidung.

               

              Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 50.000

              Bauern und über 400 Herstellern als Naturland Partner einer der größten

              ökologischen Anbauverbände. Für Naturland gehören Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen.

               

              Naturland Presse Info

              Verantwortlich: Steffen Reese

              Naturland - Verband für ökologischen Landbau e.V.

              Kleinhaderner Weg 1

              82166 Gräfelfing

              Tel.: 089-898082-31

              Fax: 089-898082-90

              naturland (at) naturland.de

              www.naturland.de

               

               

               

              Verbot des Gen-Mais MON 810 wissenschaftlich geboten und rechtlich möglich.



              April 2009

              Pressemitteilung:

               

              Verbot des Gen-Mais MON 810 wissenschaftlich geboten und rechtlich möglich. Neue Studie zeigt, dass Ministerin Aigner handeln kann

               

              Berlin: Das Online-Netzwerk Campact, der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben heute in Berlin eine Studie präsentiert, nach der ein Verbot des Gen-Mais MON810 aufgrund neuer naturwissenschaftlicher Erkenntnisse geboten und rechtlich machbar sei. Sie forderten von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, den Gen-Mais noch vor der Aussaat Mitte April zu verbieten.

               

              "Ilse Aigner darf ein Verbot des Gen-Mais MON810 nicht von dem völlig unzuverlässigen Beobachtungsplan des Herstellers Monsanto abhängig machen", sagte Stefanie Hundsdorfer, Gentechnik-Campaignerin von Campact. "Aigner prüft seit Monaten ein Verbot - jetzt sind Taten gefragt. Die Risiken des Gen-Mais für Umwelt und Gesundheit liegen auf der Hand. Im Sinne des Vorsorgeprinzips muss die Ministerin den Anbau des MON810 sofort untersagen - so wie es Frankreich, Österreich, Ungarn, Griechenland und Polen bereits getan haben."

               

              "Seit dem Jahr 2007, als in Deutschland zuletzt über ein Anbauverbot von MON810 diskutiert wurde, haben sich weitere konkrete Hinweise auf eine Gefährdung von Mensch und Umwelt durch den Gen-Mais ergeben", erläuterte der unabhängige Gentechnikexperte Dr. Christoph Then, der gemeinsam mit Rechtsanwältin Katrin Brockmann die Studie erstellte. Er verwies auf weitere aktuelle Studien zur Gefährdung von Bienen, nützlichen Insekten und Gewässer-Ökosystemen sowie zur Auslösung von Immunkrankheiten. "Die bisher praktizierten Ansätze der Risikobewertung greifen zu kurz: Es gibt erhebliche Lücken bei der Einstufung der Risiken des Insektengifts, das in den Mais-Pflanzen gebildet wird."

               

              "Fünf Staaten Europas haben sich aus diesen Gründen bereits gegen Gentechnik auf dem Acker entschieden. Das zeigt, dass ein Verbot im Rahmen der EU-Freisetzungsrichtlinie möglich ist. Unsere Studie bestätigt, dass Ministerin Aigner genug Argumente an der Hand hat, um den Anbau von MON 810 zu verbieten. Dies verlangen auch die wirtschaftliche Vernunft und der Respekt vor den Verbraucherwünschen", sagt Peter Röhrig, Gentechnikexperte des BÖLW.

               

              Der Vorschlag Aigners, die Einrichtung gentechnikfreier Regionen den Bundesländern oder Kreisen zu überlassen und über diesen Umweg ein Verbot des Gen-Mais zu bewirken, sei ein zur Zeit nicht praktikables Vorgehen. "Wenn Ministerin Ilse Aigner im Europa- und Bundestagswahlkampf das Thema gentechnikfreie Regionen für sich entdeckt und deren rechtlichen Status stärken will, klingt dies gut. Doch das ist Zukunftsmusik. Denn nach EU-Recht ist dieser Vorschlag nicht umsetzbar, da es noch keine entsprechenden Regelungen gibt", erläuterte Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND. "Frau Aigner muss noch vor Beginn der Aussaat den Anbau des Gen-Mais MON810 verbieten."

               

              An einer Online-Aktion von Campact für ein Anbauverbot von Gen-Mais haben sich in den letzten drei Wochen über 48.000 Menschen beteiligt.

              http://www.campact.de

              Kontakt: Stefanie Hundsdorfer, Campact e.V.:

              mailto:hundsdorfer (at) campact.de

              mobil: 0177-9303458

              Peter Röhrig, BÖLW:

              mailto:roehrig (at) boelw.de

              mobil: 0160 - 964599 51

              Heike Moldenhauer, BUND:

              mailto:heike.moldenhauer (at) bund.net

              Tel. 030-27586-456, mobil: 0179-8138088

              PDF-Download-Links >>

              Koexistenz PDF-Download:

              http://www.doktus.de/dok/54498/09-04-02-koexistenz/download/pdf.html

              Debatte Bundestag, Stopp MON810, vom 26.03.09 PDF-Download:

              http://www.doktus.de/dok/54497/09-03-26-debatte-bundestg-anb-stopp-mon810/download/pdf.html

              Studie Verbot MON 810 PDF-Download:

              http://www.doktus.de/dok/54499/studie_verbot_mon810_090402/download/pdf.html

               

              Anhang 1

              Anhang 2

               

               

               

               

               

              Bündnis für eine gentechnikfreie Region (um) Ulm



              Liebe Mitkämpfer/-innen in Nah und Fern,  

               

              unser erst im Herbst 2008 begründetes Bündnis für eine gentechnikfreie Region (um) Ulm hat nach vielen kleineren erfreulichen Erfolgen  Beschlüsse zum Ausschluss der Agro-Gentechnik auf kommunalen/kirchlichen Flächen in verschiedenen kleineren Gemeinden und Kirchengemeinden via Pachtvertrag  nun einen ersten Knaller gelandet:   Der Gemeinderat der Stadt Ulm mit immerhin rund 120.000 Einwohner/-innen und erheblichem Grundbesitz hat sich gestern einstimmig bei wenigen Enthaltungen unserem Anliegen angeschlossen. Die beschlossene Resolution (s. Anlage) enthält Regelungen, die über den bundesweit bekannten Musterantrag hinaus gehen: Sie enthält die von uns gewünschte Selbstverpflichtung der Stadt, GVO-Saatgut auf eigenen Flächen via Pachtvertrag auszuschließen, darüber hinaus aber auch einen Appell an die Landwirte, auf den Einsatz von GVO-Saatgut auf den eigenen Flächen ebenso wie auf  Futtermittel mit GVO zu verzichten. Bemerkenswert ist, dass im Vorfeld lt. Aussagen der Stadtverwaltung alle Pächter (Landwirte) befragt wurden und dem Ansinnen zugestimmt haben sowie offenbar auch der Kreisbauernverband einbezogen wurde, der ansonsten unserem Anliegen bzw. unserem Bündnis nicht übermäßig wohl gesonnen ist. Allerdings ist der drittletzte Absatz der Resolution, in dem es um gentechnikfreie Futtermittel geht, erst nach Einbeziehung des Bauernverbands eingefügt worden. Die Resolution ist das Ergebnis vielfältiger Bemühungen von Stadträten/-innen (GRÜNE und CDU!), Verwaltungsspitze und Aktiven unseres Bündnisses.   Hinweis: Ulm und der umliegende Alb-Donau-Kreis bilden den Wahlkreis von Forschungsministerin Annette Schavan (CDU), die ja bekanntlich zu den führenden Protagonistinnen der Agro-Gentechnik in Deutschland zählen. Sie dürfte sich über den Beschluss vermutlich nicht so sehr freuen.  

               

              Herzliche Grüße

              Ralf StolzBUND-Regionalgeschäftsführer

               

              Dem Bündnis für eine gentechnikfreie Region (um) Ulm gehören aktuell an:

              Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), attac Ulm, Berg-Brauerei Ehingen, Bezirksimkerverein Ulm, Bioland-Regionalgruppe Alb-Donau, Bündnis 90 / Die Grünen, Bürgerinitiative Wippingen gegen Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln, Bund Naturschutz (BN) Kreisgruppe Neu-Ulm, BUND-RV Donau-Iller, Eine-Welt-AK St. Michael Vöhringen, Evang. Bauernwerk Württemberg, Evang. Kirchengemeinden Ettlenschieß, Langenau, Weidenstetten und Wettingen, Greenpeace-Kontaktgruppe Ulm, Imkerverein Ulm, Kreislandfrauenverband Blaubeuren, Naturfreunde Ulm, Naturheilverein Ehingen, Naturland Baden-Württemberg e. V., ÖDP, Schwäbischer Albverein Ulm/Neu-Ulm, Staudengärtnerei Gaissmayer Illertissen, Ulmer Weltladen, Verein Partnerschaft 3. Welt e. V. Ulm, Weltladen Weißenhorn

              sowie viele engagierte Einzelpersonen incl. konventionell und biologisch wirtschaftenden Landwirten

              Spendenkonto:

              BUND, Stichwort Genfrei, Volksbank Ulm-Biberach, BLZ 630 901 00, Nr. 1 482 009

               

               

               

              Studie zu Gen-Mais wird vorgestellt



              Das bayerische Landwirtschaftsministerium veröffentlicht am Mittwoch (09.15 Uhr) eine Studie zur Auswirkung von gentechnisch verändertem Futtermais auf Kühe.

              Das bayerische Landwirtschaftsministerium veröffentlicht am Mittwoch (09.15 Uhr) eine Studie zur Auswirkung von gentechnisch verändertem Futtermais auf Kühe. Angesichts einer für Donnerstag angesetzten Bundestagsdebatte über einen Anbaustopp des Genmaises «MON 180» erwarte man die Ergebnisse mit Spannung, sagte eine Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion. Die Untersuchung sei «überfällig».

              Im Rahmen der Untersuchung waren in den vergangenen 25 Monaten 36 Tiere in zwei Testgruppen auf Folgen einer Fütterung mit Genmais getestet worden. Gesundheit, Fruchtbarkeit, Leistungsfähigkeit der Tiere sowie die Qualität der von ihnen produzierten Milch waren unter anderem Gegenstand der Studien, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums.

              Artikel aus den AD HOC NEWS vom 24. März 2009

               

               

               

               

              Gentechnikfreies Bayern: Seehofer muss ernst machen



               

              Reden und Handeln klaffen beim Ministerpräsidenten

              immer noch weit auseinander

              München (25.3.2009/sip). Die Grünen haben Ministerpräsident Seehofer nach dem heutigen Treffen mit Umweltverbänden aufgefordert, seinem überraschend deutlichen Bekenntnis für ein gentechnikfreies Bayern endlich Taten folgen zu lassen: "Seehofer hätte es in der Hand, mit der Gentechnikfreiheit ernst zu machen", sagte der Fraktionsvorsitzende Sepp Daxenberger. Doch die Umsetzung lasse weiterhin auf sich warten: "Die CSU hat es heute erneut abgelehnt, den Erprobungsanbau von Genmais auf staatlichen Flächen umgehend zu stoppen", verwies Sepp Daxenberger auf das Veto der CSU im Landwirtschaftsausschuss, der zeitgleich zum Treffen des Ministerpräsidenten mit den Umweltverbänden stattfand. "Vor den Scheinwerfern den Gentechnikgegner geben und hinter den Kulissen blockieren - das ist Verbrauchertäuschung pur."

              Auch die Ankündigung von Umweltminister Söder, die Sicherheitsabstände für Genmaisanbau gegenüber Naturschutzflächen auszuweiten, sei bislang nicht in einen entsprechende Erlass gegossen: "Mitte April wird der Mais ausgesät - und die Staatsregierung lässt weiterhin mit strengen Regeln auf sich warten." Ein klares Signal könne die CSU in jedem Falle morgen setzen, wenn im Umweltausschuss des Bundestags erneut ein Verbot des umstrittenen Genmaises MON 810 auf der Tagesordnung stehe. Sepp Daxenberger: "Erst am Wochenende hat nach Österreich und Frankreich auch Luxemburg ein Verbot für MON 810 ausgesprochen und sich damit der EU-Kommission widersetzt - es wird höchste Zeit, dass auch Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner die Bedenken ihrer eigenen Fachbehörden ernst nimmt und MON 810 endlich von unseren Feldern verbannt."

              Die Grünen im Bayerischen Landtag, Pressestelle

               

               

              Kein Patent auf Leben



              von Ruth Tippe, Gründerin der Organisation "Kein Patent auf Leben".

              Das erklärte Ziel der Organisation mit Sitz in München ist gleichlautend wie ihr Name: Kein Patent auf Leben. Immer mehr Patent-Anträge auf konventionelle Zucht von Pflanzen und Tieren werden angemeldet, über die das Europäische Patentamt (ebenfalls Sitz in München) zu entscheiden hat. Werden diese Art von Patentanträgen genehmigt, so dient das Patentrecht nicht - wie eigentlich beabsichtigt - dem Schutz von Erfindungen. Vielmehr verhilft Patentrecht den antragstellenden internationalen Konzernen dazu, eine umfassende Kontrolle über die Landwirtschaft und die Lebensmittelerzeugung zu erlangen.

              Heute kam Post von Frau Tippe mit einem Musterbrief an Landwirtschaftsminsterin Ilse Aigner, den ich hiermit per E-Mail weiterleite. Der Brief ist eine knappe DIN A 4 Seite lang, erläutert die Problematik und fordert die Landwirtschaftsministerin dazu auf, sich in München, Berlin und Brüssel für eine Änderung des EU-Patentgesetzes und des Deutschen Patentrechtes einzusetzen, mit dem Ziel, daß Patente auf Leben künftig nicht mehr erteilt werden können. Also, ich werde den Musterbrief an Frau Aigner abschicken und freue mich, wenn viele von Euch bei der Aktion von "Kein Patent auf Leben" ebenfalls mitmachen.

              Außerdem ruft "Kein Patent auf Leben" noch zu einer Demonstration auf unter dem Motto: Stoppt das Patent auf die "arme Sau!"

              Demonstration am 15.April 2009 um 12:00 Uhr München, Marienplatz sowie um 14:00 Uhr vor dem Europäischen Patentamt, Erhardtstraße 27. 

               

              Musterbrief an Frau Ilse Aigner

               

               

               

               

               

              Global Marshall Plan Initiative



              Noch bis zum 27.03.2009 finden die "Europäischen Bürgerkonferenzen" statt, eine europaweite Online-Debatte zur Frage "Wie kann die EU unsere wirtschaftliche und soziale Zukunft in einer globalisierten Welt gestalten?".

              Auf dieser von der EU-Kommission geförderten Plattform können europäische Bürger eigene Vorschläge für die zukünftige EU-Politik einbringen und über diese abstimmen.

              Die zehn Vorschläge mit den meisten Stimmen aus den jeweiligen Ländern werden dann auf nationalen und europäischen Bürgergipfeln debattiert und schließlich den politischen Entscheidungsträgern der EU vorgelegt.

              Diese Einrichtung bietet uns die einmalige Möglichkeit, auf der politischen europäischen Ebene zu einem günstigen Zeitpunkt (der Wirtschafts- und Finanzkrise) die Idee des Global Marshall Plan bekannt zu machen und ihn sogar auf die politische Agenda zu setzen.

              Auf der Homepage der Europäischen Bürgerkonferenzen können Sie noch bis 27. März auch für den Vorschlag " Ein europaweites Verbot von genverändertem Saatgut und von Genprodukten " stimmen.

              Wenn sich genug Leute dafür aussprechen, wird dieser Vorschlag dann den Mitgliedern des Europäischen Parlaments vorgelegt und z.B. im Europäischen Parlament debattiert werden, was ein wichtiges Signal wäre wäre. Hier finden Sie genauere Informationen zum Ablauf.

              Um für den Vorschlag zu stimmen, der zur Zeit ca. auf Stelle 20 liegt, müssen Sie sich hier registrieren.

              Den Vorschlag "Ein europaweites Verbot von genverändertem Saatgut und von Genprodukten" finden Sie hier.

               

              Grillhähnchen ohne Gentechnik



              http://www.hna.de/breakingnews/00_20090319144800_Grillhaehnchen_ohne_Gentechnik.html

              Firma Stolle stellt Produktion um

              9000 bis 10 000 Hähnchen pro Stunde werden in der Gudensberger Firma Stolle zu Lebensmitteln verarbeitet, das sind 480 000 Hähnchen pro Woche. Ab Anfang Mai sind sie frei von Gentechnik - garantiert - mit Zertifikat.

              Wissenschaftlich sei zwar noch nicht geklärt, ob gentechnisch veränderte Futtermittel über das Tier in der Nahrungskette bis zum Menschen gelangen, sagte Albert Focke, Pressesprecher von Stolle. Aber die Umstellung sei sinnvoll und technisch möglich gewesen.

              Die Herstellung von Futtermitteln für die Hähnchenmast unterliegt strengen Kriterien und Qualitätskontrollen. Ein zum Konzern gehörendes Futtermittelwerk verwendet bereits jetzt ausschließlich Getreide und Soja, das ohne Gentechnologie angebaut wird.

              Die fast ausschließlich heimischen Landwirte, die Stolle mit Hähnchen beliefern, nutzen zu 95 Prozent dieses Futter. Das fertige Lebensmittel darf dann die Bezeichnung "NON-GMO" (non- genetically modified organism) tragen. Das bedeutet, dass es frei von gentechnologisch veränderten Bestandteilen ist.

               

               

               

              Auf Gegenkurs zur EU



              Luxemburg verbietet Genmais MON810

              In der Debatte um gentechnisch veränderte Organismen (OGM) in der Landwirtschaft setzt das Großherzogtum ein Zeichen.

               

              Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo kündigte am Sonntag beim Aktionstag "Luxemburg und Großregion ohne Gentechnik" den Regierungsbeschluss zum Verbot der Genmais-Sorte MON810 an.

               

              Damit schließt sich Luxemburg den EU-Ländern Österreich, Ungarn, Frankreich und Griechenland an und widersetzt sich einer EU-Richtlinie. Angesichts möglicher Risiken für Umwelt und Mensch, die von der Freisetzung genetisch veränderter Organismen ausgehen können, sprechen sich Di Bartolomeo und Octavie Modert, Staatssekretärin für Landwirtschaft, für das Vorsorgeprinzip aus.

               

              Hierzulande lehnen 83 Prozent der Bürger und zwei Drittel der Gemeinden die Gentechnik ab.

               

               

              Mexiko erlaubt "experimentellen" Freilandanbau von Genmais



              Mexiko erlaubt "experimentellen" Freilandanbau von Genmais

              Ursprungszentrum des Mais ist extrem gefährdet

               

              Nach jahrelangen Auseinandersetzungen und einer Reihe von bislang aufgrund von Protesten fehlgeschlagener Versucher hat die mexikanische Regierung durch eine Änderung des Gesetzes über die "Biosicherheit genetisch veränderter Organismen" offiziell den "Versuchsanbau" von Genmais-Sorten im Land erlaubt. Amtlich wurde dies durch eine entsprechende Veröffentlichung des Ministeriums für Landwirtschaft, Viehzucht, ländliche Entwicklung, Fischzucht und Ernährung (Sagarpa) im mexikanischen Bundesgesetzblatt. Damit ist das de facto bestehende Moratorium, welches den Anbau von Genprodukten weder für Versuchs- noch für kommerzielle Zwecke erlaubte, aufgehoben.

              Der verantwortliche Minister begründete auf einer Pressekonferenz die Entscheidung und führte aus, dass noch niemanden nach dem Verzehr von GVO-Produkten etwas "Seltsames aus seinem Körper gewachsen wäre". Die mexikanische Regierung verfüge über Programme zum Schutz der einheimischen Landrassen Details dazu nannte der Minister aber nicht.

              Wie die diesbezügliche Forschung in den USA selber aussieht, dies beleuchteten Ende Februar dieses Jahres 26 US-amerikanische Wissenschaftler, die mit Mais und Getreide forschen, in einem offenen Brief an die Umweltbehörde EPA:

              In diesem Brief beklagen die Forscher, von denen die meisten aus Angst vor negativen beruflichen Konsequenzen nicht namentlich genannt werden wollten, dass unabhängige staatliche Untersuchungs- und Forschungsprogramme mit genveränderterten Saaten kaum mehr möglich sei: Die Unternehmen versuchten, durch den Abschluss von Vereinbarungen sowie die Nutzung des Patentrechtes, die Forschungen an ihren Produkten zu kontrollieren bzw. zu unterbinden. Anhand von Fallbeispielen erläuterten die Wissenschaftler, wie einzelne Forschungsstudien eingestellt werden mussten, nachdem die Unternehmen ihr Einverständnis zurückgezogen hatten. Der Brief und ein Leitartikel in der New York Times offenbarte nicht nur, dass die staatlichen Universitäten in hohem Masse von Mitteln der Industrie abhängen und eine staatlich finanzierte gesellschaftlich unabhängige Forschung immer weniger existent ist, sondern auch, dass auf Wege der Patentrechte Risikountersuchungen verhindert werden können. Diese Rechte über das Saatgut räumen den Unternehmen das Entscheidungsrecht, wer ihr Saatgut erwirbt und zu welchem Zweck.

              Wohin diese zunehmende Einschränkung unabhängiger Risikoforschung führt, machte bereits 2003 eine Studie deutlich, die im "Journal of Nutrition and Health" veröffentlicht wurde: Sie untersuchte Fütterungsstudien mit genetisch veränderten Produkten. Von 10 untersuchten Fütterungsstudien waren 5 in Kooperation mit den Agrotech-Unternehmen durchgeführt worden. Diese fanden keine gesundheitlichen Risiken heraus, während die unabhängigen Studien binnen2 Wochen nach Fütterungsbeginn Auswirkungen dokumentierten. Wie bereits Upton Sinclair vor über einem Jahrhundert schrieb, "Es ist schwierig jemandem eine Sache verständlich zu machen, wenn sein Gehalt davon abhängt, diese Sache nicht zu verstehen."

               

              Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Sagarpa bereits 25 Anträge von Unternehmen zum Versuchsanbau vorliegen und das binnen 3 Jahre mit der kommerziellen Nutzung von Genmais begonnen werden könne.

              Besonders überraschend: Die Entscheidung fiel eine Woche nachdem vom 23. bis 27. Februar in Mexiko-Stadt eine Sitzung der Arbeitsgruppe des UN-Abkommens über Biosicherheit, des so genannten Cartagena-Protokolls stattfand. Im Rahmen dieses Protokolles diskutieren Staatenvertreter und Experten über die Problematik des "grenzüberschreitenden in Verkehr-Bringens von genetisch veränderten Produkten" wie es im offiziellen Text heißt. Dabei geht es um Fragen der Kontamination, möglicher Entschädigungszahlungen, Verantwortlichkeiten und Regelungen, für die es bislang keinen rechtlich verbindenden Rahmen gibt.

              Ende 2004 verabschiedete Mexiko -angeblich in Anlehnung an das internationale Biosicherheitsprotokoll (Cartagena-Protokoll)- ein eigenes Biosicherheitsgesetz. Tatkräftige Hilfestellung für die Ausgestaltung dieses Gesetzes leisteten die agrochemischen Unternehmen, die in Mexiko durch den Lobbyverband AGROBIO vertreten sind. Daher wird es von vielen im Lande "Monsanto-Gesetz" tituliert. Auf einem Kongress im Februar 2005 kritisierten angesehene mexikanische Agrarwissenschaftler und -forscher dieses Gesetz als absolut ungenügend und gefährlich für die Biodiversität des Landes.

               

              Obwohl durch diese Entscheidung vorerst der kommerzielle Anbau von Genmais untersagt bleibt, sind viele Vertreter von Umwelt-, Konsumenten-, indigenen und Bauernorganisationen, sowie die in der "Veinigung der Bewussten Wissenschaftler" (UCCS) zusammengeschlossenen Akademiker, die alle seit Jahren gegen die Verunreinigung der großen einheimische Sortenvielfalt von Mais kämpfen (man spricht von ca. 200 endemischen Arten und 52 Rassen) davon überzeugt, dass eine systematische Verunreinigung des Mais in Mexiko betrieben wurde:

               

              Im Jahr 2001 entdeckte der Wissenschaftler Ignacio Chapela in seiner vielfach angefeindeten Studie, die ihn fast seinen Arbeitsplatz an der Universität von Berkely, Kalifornien gekostet hätte, zum ersten Mal die Verunreinigung von mexikanischen Landsorten durch Genmais im Bundesstaat Oaxaca. Seitdem gab es Jahr für Jahr weitere Genmais-Funde. Die Regierungsbehörden blieben vielfach inaktiv, feindeten stattdessen Chapela und Mitstreiter an, unwissenschaftlich gearbeitet zu haben bzw. erklärten die Kontamination in Oaxaca für beendet.

              Erst eine in 2008 veröffentlichte Untersuchung von Elena Alvarez Buylla und ihrem Team, veröffentlicht in molecular ecology, machte die Nachweisschwierigkeiten deutlich und bestätigte die weiterhin verbreitete und zunehmende Kontaminierung.

              Der zunehmende Umfang der Kontamination ließ viele Organisationen in Mexiko stutzig werden:

              Bislang waren die bisherigen Gebiete der Kontamination abgelegene indigene Gemeinden. Dort hatten Bauern aus den USA importierten und durch die staatlichen Lebensmittelgeschäfte verkauften Mais ausgesät. Denn bei dem Import von Maiskörnern aus den USA wurde nicht zwischen genetisch veränderten und nicht veränderten Mais unterschieden.

              In 2007 wurde aber Genmais im nördlichen Bundesstaat Chihuahua auf kommerziellen Anbauflächen entdeckt. Vermutlich war der als Hybridsaatgut gekaufte Mais kontaminiert. In dieser Gegend wird Mais konventionell in mechanisierten Anbauverfahren produziert.

              Kleinproduzenten von Mais in Oaxaca, die vor allem in der Region des Isthmus von Tehuantepec die lokalen Maissorten anbauen, erhalten Genmais-Saatgut offenbar durch Programme des Landwirtschaftsministeriums. Dies, weil es keinerlei Kontrolle über diese Produkte gibt, berichtete noch Im Februar 2009 Aldo Gonzalez von der indigenen Organisation UNOSJO in Oaxaca. Er führte aus, dass das Projekt "Strategische Unterstützung der Produktionsketten von Produzenten von Mais und Bohnen" (PROMAF) Hybridsaatgut verteilt. "Wir haben mit Forschern aus der Schweiz gesprochen und sie berichteten uns, dass sie in diesem Saatgut Gensaatgut fanden.Diese Tatsache macht es wahrscheinlich, dass die Unternehmen selber die Kontrolle über das Hybridsaatgut verloren haben und das in Mexiko in den Saatgutpäckchen, die an die Produzenten verteilt werden, auch genetisch verändertes Saatgut enthalten ist. "

              Bauernlegen: Staat und Konzerne Hand in Hand

              Während die Regierung auf der Grundlage des als "Monsanto-Gesetz" titulierten "Gesetzes über die Biosicherheit" nun den Versuchsanbau legalisiert, verfolgt die Bundesbehörde für Umweltschutz (Profepa) die Bauern in den Bundesstaaten Sinaloa und Chihuahua, die Genmais illegal (bzw. in Unkenntnis) anbauen. Ihre Ernte werde zerstört, droht Profepa, Ursachenforschung steht nicht zu Debatte.

              Im September 2008 wurden in Chihuahua durch den Sanitärdienst für Phythogesundheit und Lebensmittelsicherheit erneut 70 Hektar Genmais entdeckt und 180 Proben gezogen. Im November unternahmen das Landwirtschaftsministerium und Profepa drei Inspektionen in der Region. Nachdem bislang der kommerzielle Anbau von Genmais nicht erlaubt ist, sind die Aussaaten der Bauern illegal. Die Bauern werden verfolgt und erhalten bereits Aufforderungen der Konzerne, Lizengebühren zu zahlen.

              Gleichwohl machen Umweltorganisationen Monsanto dafür verantwortlich, Genmais-Saatgut vermischt mit Hybridsaatgut an die Bauern zu verteilen. Deswegen haben sie eine Klage vor der trinationalen Kommission über Kooperation in Umweltfragen der Unterzeichnerstaaten des Freihandelsvertrages NAFTA (Kanada, USA, Mexiko) erhoben . Bereits im August 2004 veröffentlichte diese Kommission ihre Studie über die Folgen von Genmais in Mexiko ( "Mais und Biodiversität - Folgen von Genmais in Mexico"). Darin wurde dringend zu einem Importverbot von genmanipuliertem aussaatfähigem Mais nach Mexiko geraten und die Beibehaltung des Moratoriums gefordert.

              In Mexiko hat AGROBIO, ein Lobbyzusammenschluss der Agrokonzerne, seit Jahren mit viel Elan das Ziel verfolgt, das erwähnte Moratorium zu Fall zu bringen. Auch in Mexiko werden Ertragssteigerungen und ein geringerer Chemieeinsatz in der Maisproduktion versprochen -ungeachtet der Tatsache, dass es keine Studien aus den USA gibt, die dies nach Jahren der Genmais-Produktion nahelegen würde. Im Gegenteil: Das Aufkommen von resistenten Super-Unkäutern, die mit einem gesteigerten und besonders giftigen Chemiecocktail bekämpft werden müssen, wurde sogar in National Geographic (2008) dokumentiert.

              Mit besonders willigen – oder vielleicht auch willig gemachten Bauernorganisationen wurden Abkommen geschlossen, die Monsanto in den Besitz von lokalen Mais-Landrassenbringen. Zugleich wurden diese Bauern vorgeschoben, damit sie eine Freigabe des Genmaisanbaus fordern.

              Die Perspektivlosigkeit vieler mexikanischer Mais-Bauern hängt aber nicht von der Beschränkung des Genmaisanbau ab, sondern von der Agrarpolitik:

              Aufgrund der Vereinbarungen im Freihandelsvertrag NAFTA kam es zu massiven und zollfreien Importen von Mais aus den USA und die einheimischen Produzentenpreise für Mais sanken drastisch ab. Zugleich machte der Rückzug des Staates aus den bisherigen Aufkaufstellen für landwirtschaftliche Produkte und Importe den Maisimport endgültig zum Spekulationsobjekt der großen Getreidekonzerne wie Cargill, Pilgrims Pride, usw., die beidseitig der mexikanisch-amerikanischen Grenze agieren.

              Die "Tortillakrise" Anfang 2007 war dabei im Wesentlichen der Spekulation aufgrund gestiegener Maispreise in den USA durch die Nachfrage nach Biosprit geschuldet. Dies wird aber zum Vorwand genommen, eine Forschungsnotwendigkeit zu begründen und den baldigen kommerziellen Genmais-Anbau in Mexiko zu fordern. Auch in Informationen, die in Deutschland verbreitet werden ( vgl. Infodienst DNR vom 16.03.2009, Agrar heute)

              Die vor allem indigenen Organisationen in Mexiko, die sich seit Jahren um die Beibehaltung des Moratoriums und die Beseitigung der Kontamination einsetzen und für die das Kulturgut Mais mehr istals nur ein agroindustriell herzustellendes Produkt , sehen sich erneut in ihren RECHTEN missachtet. Sie fordern dringend eine internationale Unterstützung und internationale Proteste ein, da die mexikanische Regierung keinerlei Anzeichen macht, ihre Besorgnisse ernst zu nehmen.

              Dabei ist besonders das "Netzwerk zur Verteidigung des Mais" (Red de defensa del maiz) aktiv. Dieses ist ein Zusammenschluss von indigenen Organisationen, Nichtregierungs-Organisationen und Bauerninitiativen, darunter das Zentrum für den Wandel in der mexikanischen Landwirtschaft (CECCAM) oder die indianische Organisation der Dorfgemeinden aus dem Juarez-Gebirge im Bundesstaat Oaxaca (UNOSJO).

               

              Entre Campos – Zwischen Land und Leuten

               

              Quelle: Bioland BW

               

               

               

               

              Agro-Gentechnik verursacht mehr Kosten als Nutzen



              BÖLW stellt Schadensbericht vor: Agro-Gentechnik verursacht mehr Kosten als Nutzen

              Berlin, 20.03.2009 Der in Berlin vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) vorgestellte Gentechnik-Schadensbericht zeigt, dass die Nutzung der Agro-Gentechnik keinen gesamtwirtschaftlichen Nutzen bringt. Vielmehr verursacht der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen extrem hohe Kosten in der gesamten Lebensmittelkette. Sie entstehen durch stark steigende Saatgutpreise sowie erforderliche Maßnahmen zur Vermeidung drohender Resistenzen, der Trennung der Warenströme und Analysen. Dazu kommen Schäden in Höhe von einigen Milliarden US Dollar, die bei Mais und Reis durch Kontaminationen mit nicht zugelassenen Gen-Konstrukten verursacht wurden. Die allenfalls geringen Kostenvorteile beim Anbau der Gen-Saaten rechnen sich auch in der Landwirtschaft nur kurzfristig. Klare Gewinner des Einsatzes von genmanipulierten Saaten sind eine Handvoll Konzerne, allen voran Monsanto, die sich mit Patenten auf Saatgut hohe Gewinne sichern.

               

              Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW, zieht Bilanz: "Profite aus der Agro-Gentechnik ziehen nicht die Landwirte oder Verbraucher - sie fallen allein bei den Saatgutkonzernen an. Es ist nicht einzusehen, warum diese Unternehmen durch Gesetze vor einer umfassenden Haftung geschützt werden und Gen-Saaten bei der Zulassung nur völlig unzureichend auf Umweltschäden und ökonomische Auswirkungen überprüft werden. Wir fordern die Verankerung einer umfassenden Verursacherhaftung und eine Reform des EU-Zulassungsverfahrens. Angesichts solcher Zustände muss Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner den Anbau stoppen und sich dem Ansinnen der EU-Kommission, jetzt weitere Genmais-Sorten zu zulassen, widersetzen."

               

              Christoph Then, der als unabhängiger und kritischer Experte die Studie miterstellte, erläutert: "Insgesamt belaufen sich die Schäden durch Kontaminationen mit nicht zugelassenen Gen-Konstrukten sowie die Kosten für die notwendige Warentrennung auf etliche Mrd. US Dollar. Gleichzeitig zeigen verschiedene Studien zur Wirtschaftlichkeit des Anbaus, dass Landwirte nur in Ausnahmefällen unter eng begrenzten Bedingungen die Mehrkosten für das gentechnische Saatgut wieder einspielen können. Das gilt auch für Deutschland und auch nur dann, wenn die Koexistenzaufwendungen auf andere abgewälzt werden." Er ergänzt: "Gentechnik verteuert Saatgut enorm, bei Gen-Saaten steigen die Saatgutpreise weitaus schneller als bei herkömmlichen Kulturen, ohne dass sich der Ertrag entsprechend steigert."

               

              Ergänzt wurden diese Aussagen durch Stefan Rother, Frosta AG und Vorstand der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller: "Unsere Kunden erwarten natürliche Produkte, die ohne Gentechnik hergestellt werden. Dem wollen und müssen wir als Unternehmen nachkommen. Der unzulängliche Ordnungsrahmen im Bereich Gentechnik führt dazu, dass mittelständische Unternehmen die Risiken und Kosten tragen müssen, die durch den Einsatz der Gentechnik verursacht werden, obwohl wir sie nicht wollen."

               

              Der Bericht wurde mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Ökologie & Landbau erstellt und ist auf www.boelw.de verfügbar.

               

               

               

              ARGENTINIEN: Kranke Dörfer - Gesundheitskrise durch herbizidintensive Sojaproduktion



              IPS - 05.03.2009

              ARGENTINIEN: Kranke Dörfer - Gesundheitskrise durch herbizidintensive Sojaproduktion

               

              Von Marcela Valente

              Buenos Aires, 5. März (IPS) - In Argentinien ist das Leben auf dem Land eine gesundheitsgefährliche Angelegenheit geworden. Dies gilt vor allem für die Regionen, in denen das Hauptexportgut Soja in großem Stil angebaut wird. Dort fürchten sich die Menschen vor Krankheit und Tod, die die monokulturelle Landwirtschaft in Form von Pestiziden mit sich bringt.

              Soja wächst inzwischen auf 55 Prozent des argentinischen Agrarlands. In der zentralen Provinz Córdoba sogar auf 80 Prozent. 200 Millionen Liter Glyphosat werden jährlich auf den Feldern versprüht, die 48 Millionen Tonnen Soja für den Export nach China und Indien hervorbringen. Das Unkrautvernichtungsmittel bewirkt eine gesundheitliche Katastrophe, wie der jüngste Bericht der Nichtregierungsorganisation 'Grupo de Reflexión Rural' (GRR) belegt.

              Krebs in jungen Jahren, Missbildungen, Autoimmunkrankheiten wie Lupus, Nierenleiden, Atemwegs- und Hautkrankheiten sind in Dutzenden Ortschaften des südamerikanischen Landes auf dem Vormarsch. Das Problem sei gravierend, sagt die Landwirtin Alida Gallardo, die in Trenque Lauquen in der Provinz Buenos Aires im mittleren Osten organischen Landbau betreibt.

              Agrargift frisch auf den Tisch

              Wie die Ökobäuerin berichtet, waren vor drei Jahren Glyphosat-Wolken auf ihren Feldern niedergegangen und hatten die gesamte Ernte unbrauchbar gemacht. Auch wenn der Einsatz der Agrarchemikalie inzwischen in Buenos Aires stärker kontrolliert wird, gelangt es in anderen Teilen des Landes doch noch immer unerwünscht auf die Felder. "Die Menschen müssen endlich begreifen, dass sie es sind, die am Ende die Zeche zahlen", sagt Gallardo.

              Die hohe Nachfrage in Asien haben der argentinischen Sojaproduktion seit Mitte der 90er Jahre einen unerhörten Auftrieb beschert - auf Kosten der Nahrungsmittelvielfalt, der Viehzucht, der Umwelt und der menschlichen Gesundheit. Der GRR-Studie ''Stoppt das Ausräuchern' ('Paren de fumigar') zufolge werden kleine Familienbetriebe in den Sojaanbauregionen von riesigen Monokulturen umzingelt, mit Glyphosat besprüht und häufig zum Aufgeben gezwungen.

              Glyphosat wird unter dem Markennamen 'Roundup' vom Biotechnologiekonzern 'Monsanto' vertrieben, der das Produkt in Kombination mit seinem 'Roundup Ready'-Soja anbietet. Dem Multi zufolge ist Glyphosat bei richtiger Anwendung für die menschliche Gesundheit unbedenklich.

              Zum Einsatz kommt der Wirkstoff nicht nur in der Soja-Produktion. In Kolumbien wird er dazu verwendet, illegale Kokasträucher zu vernichten. Die Menschen in den betroffenen Regionen und ecuadorianische Bauern, die an der Grenze leben, wehren sich seit Jahren verzweifelt dagegen, dass der Glyphosatregen auch auf reguläre Felder niedergeht, die Ernten vernichtet und ihre Gesundheit gefährdet.

              Justiz wird aktiv

              In Argentinien hat GRR Glyphosatopfern geholfen, gegen das Totalherbizid vor Gericht zu ziehen. Ende 2008 verfügte ein Richter, den Einsatz des Wirkstoffs in der Nähe von Dörfern und Wohngebieten vorläufig zu stoppen. Langfristig will die GRR erreichen, dass der Verkauf und der Einsatz landesweit verboten wird.

              Argentiniens Staatspräsidentin Cristina Fern ndez hat inzwischen die Einrichtung einer Untersuchungskommission angeordnet, die unter anderem Entschädigungsmöglichkeiten prüfen soll.

              Nach Ansicht des Landwirts Omar Barzeta vom Agrarverband der Provinz Santa Fe ließen sich die Probleme mit Glyphosat problemlos lösen, würden die bestehenden Gesetze umgesetzt. Schon jetzt sei es verboten, Agrarchemikalien in bewohnten Gebieten auszubringen.

              Doch für den GRR-Anwalt Osvaldo Fornari ist es damit nicht getan. Die Verseuchung sei die Folge einer verheerenden Exportpolitik, die auf dem intensiven Sojaanbau beruhe, argumentiert er. "Die Sojafelder sind grüne Wüsten, die Arbeitsplätze vernichten und ländliche Gebiete entvölkern."

              Eine Untersuchung des Garibaldi-Krankenhauses in der Stadt Rosario in der Provinz Santa Fe bringt Hoden- und Magenkrebserkrankungen in sechs Dörfern mit dem Herbizid in Verbindung. Die Krankheitsrate liegt um das Dreifache über dem nationalen Durchschnitt. Auch Leberkrebs tritt dort zehnmal häufiger auf, Bauchspeicheldrüsen- und Lungenkrebs werden doppelt so diagnostiziert.

              In vielen Dörfern von Buenos Aires, der zentralargentinischen Provinz Córdoba und den beiden Provinzen Entre Ríos und Santa Fe im Nordosten verlangen immer mehr Menschen Pufferzonen zum Schutz vor dem krank machenden Glyphosatregen. (Ende/IPS/kb/2009)

              Links:

              http://www.grr.org.ar

              http://www.ipsenespanol.net/nota.asp?idnews=91388

               

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              Quelle: DNR Redaktionsbüro Fachverteiler

               

               

              Anbauverbot für MON 810-Mais



              Betreff: PM BÖLW begrüßt die heutige Entscheidung des Umweltministerrates in Brüssel: Anbauverbot für MON 810-Mais in Deutschland muss jetzt folgen

              BÖLW begrüßt die heutige Entscheidung des Umweltministerrates in Brüssel: Anbauverbot für MON 810-Mais in Deutschland muss jetzt folgen

              Berlin, 02.03.2009 Der EU-Umweltministerrat hat sich heute mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit für das Selbstbestimmungsrecht Ungarns und Österreichs beim Verbot des Anbaus von MON 810 ausgesprochen. "Damit ist die Kommission zum dritten Mal mit ihrem unsäglichen Versuch gescheitert, ein nationales Anbauverbot zu kippen, das durch wissenschaftliche Erkenntnisse gut begründet ist." sagte Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). "Wir freuen uns, dass Umweltminister Sigmar Gabriel auch die Stimme Deutschlands gegen den Kommissionsantrag eingesetzt hat."

              Dies sei eine richtige Entscheidung im Interesse der Umwelt, der Landwirte und der Verbraucher. Denn nun sei zu erwarten, dass auch bei der Abstimmung über die Anbauverbote in den anderen EU-Staaten - Frankreich, Polen und Griechenland - die Kommission unterliegen werde.

              "Landwirtschaftministerin Ilse Aigner muss jetzt mit ihrer Ankündigung Ernst machen und die nötigen Schritte zum Verbot des Anbaus von MON 810 auch in Deutschland unternehmen.", forderte Löwenstein. "Das darf aber nicht nach der Seehofer-Methode erfolgen, sondern muss rechtzeitig vor der Aussaat geschehen!" Seehofer hatte 2007 den Anbau zwar kurzzeitig untersagt, was allerdings wirkungslos blieb, da das Verbot just ein paar Tage nach der Aussaat erfolgte.

              Löwenstein erinnerte daran, dass die Zulassung von MON 810 schon seit zwei Jahren ausgelaufen sei. Die für Zulassungsfragen zuständige EU-Behörde EFSA soll nach dem Willen von Kommission und EU-Mitgliedsstaaten reformiert werden, da sie die Gen-Pflanzen nur unzureichend prüfe. Er appelliert an die Bundesregierung, vor diesem Hintergrund auch die jetzt anstehenden Zulassungen zweier neuer Gentechnik-Maissorten abzulehnen.

               

              Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V.

              (BÖLW)

              10117 Berlin

               

               

              Etappensieg für gentechnikfreie Landwirtschaft



               PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

              >

              > NR. 0191

              > Datum: 2. März 2009

              >

              > EU-Entscheidung zu Gen-Mais: Etappensieg für gentechnikfreie Landwirtschaft

              >

              > Anlässlich der heutigen Entscheidung des Rates der EU-Umweltminister gegen

              > die

              > Aufhebung von nationalen Anbauverboten der genmanipulierten Maissorte MON

              > 810

              > erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik und

              > Verbraucherfragen:

              >

              > Zu der Entscheidung des EU-Umweltminsterrates gab es angesichts der Risiken

              > der

              > Genmais-Sorte MON 810 und der Ablehnung von Gentechnik durch die große

              > Mehrheit

              > der Bevölkerung keine Alternative. Mit einer Enthaltung Deutschlands zum

              > Vorschlag der Kommission hätten Gabriel und insbesondere die federführende

              > Ministerin Aigner sich angesichts von Wahlkampfversprechungen für ein

              > Verbot von

              > MON 810 und eines gentechnikfreien Bayerns komplett unglaubwürdig gemacht.

              >

              > Wir fordern die Bundesregierung aktuell in einem namentlich abzustimmenden

              > Bundestagsantrag auf, den Anbau von Gen-Mais zu stoppen, nicht nur in

              > Deutschland, sondern auch in der EU.

              >

              > Bereits zweimal - 2005 dank der grünen Ministerin Künast - und 2007 hat der

              > Rat

              > der EU-Umweltminister den Vorschlag zum nationalen Einfuhrverbot von MON

              > 810 mit

              > einer ZweidrittelMehrheit der Stimmen zurückgewiesen.

              >

              > MON 810 hat seit einem Jahr keine Zulassung mehr und darf nur deswegen noch

              > angebaut werden, weil die EU-Kommission über eine Verlängerung der

              > Zulassung

              > noch nicht entschieden hat. Die EFSA (Europäische Behörde für

              > Lebensmittel-sicherheit) verzögert eine Entscheidung über die Neuzulassung,

              > nachdem laut Beschluss des Europäischen Rates der Umweltminister die

              > Zulassungskriterien für die Genmaissorte deutlich verschärft werden müssen.

              >

              >

              > (c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

              >

              > Pressestelle

              > 11011 Berlin

              >

              > T: 030 / 227 - 5 72 12

              > F: 030 / 227 - 5 69 62

              > http://www.gruene-bundestag.de

              > eMail: presse (at) gruene-bundestag.de

               

               

              Genmais - Anbauverbote in Österreich und Ungran bleiben bestehen!



               Betreff: Genmais - Anbauverbote in Österreich und Ungran bleiben bestehen!

              > Council rejects Commission proposal to waive GMO bans in Hungary and

              > Austria!

               

              >

              >

              > Mit 282 von 345 Stimmen haben die Mitgliedsstaaten sich gegen das Votum der

              > Kommission gestellt, die die Aufhebung der Anbauverbote durchsetzen wollte.

              > 255 wären nötig gewesen.

              >

              > Nur UK, NL, Finnland und Schweden haben für die Aufhebung gestimmt, D

              > offenbar dagegen.

              >

              > Great news from Brussles: The Council of Environment Minister has just

              > rejected the EU Commissions proposal to waive the bans of Austria and

              > Hungary on Monsanto's Mon 810.

              >

              > A bold majority of 282 votes has voted against the forced waiving of the

              > national bans! The qualified majority needed was 255 out of 345 votes.

              > Only UK, Netherlands, Finland and Sweden have apparently voted in favour of

              > the Commission.

              >

              > http://video.consilium.europa.eu

              >

              > Foundation on Future Farming

              > Marienstr.19-20, D-10117 Berlin, Germany, Tel +49 30 27590309

              > www.gmo-free-regions.org  +++ www.saveourseeds.org

               

              Deutschland muss Position beziehen



              Betreff: Pressemitteilung zu GVO-Abstimmungen: Deutschland muss Position beziehen

              Presseerklärung von Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf

              Vizepräsident des Agrarausschusses im EP

              Zu Gentechnik

              Brüssel, den 26. Februar 2009

              Deutschland muss Position beziehen

              EU-UmweltministerInnen stimmen am kommenden Montag zu GVO-Anbauverboten in Ungarn und Österreich ab - Deutschland muss die Selbstbestimmung der Länder unterstützen

              In Ungarn, Österreich, Frankreich und Griechenland ist der Anbau von gentechnisch verändertem MON 810 Mais verboten. Die EU-Kommission will die vier Mitgliedstaaten nun zwingen, den Anbau des Gentech-Maises wieder zuzulassen. Abstimmen werden über die Aufhebung der Anbauverbote (zunächst derer in Ungarn und Österreich) am kommenden Montag die EU-UmweltministerInnen. Nur eine Zweidrittel-Mehrheit gegen den Vorschlag der EU-Kommission kann dessen Umsetzung stoppen.

              "Umweltminister Gabriel sagt zwar, er wäre persönlich gegen den Vorschlag der Kommission, sei jedoch an Weisung aus dem Kanzleramt gebunden", so Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Abgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen im Europaparlament. "Kein Minister und keine Ministerin in Merkels Kabinett hat sich bisher öffentlich für die Aufhebung des Anbauverbotes ausgesprochen. Zudem hat Deutschland 2006 und 2007 bereits zweimal gegen die Aufhebung dieser Anbauverbote gestimmt. Niemand wird den zuständigen Minister Gabriel (SPD) und Aigner (CSU) abnehmen, dass sie nicht anders konnten, falls Deutschland sich am Montag der Stimme enthält und dadurch faktisch für den Zwangsanbau von Mon 810 in Österreich und Ungarn stimmt. Und wie will Frau Aigner glaubwürdig das von ihr angekündigte Verbot von Mon 810 in Deutschland umsetzen, wenn sie gleichzeitig die Verbote in den Nachbarstaaten aufhebt?"

              "Die Bundeskanzlerin sowie Forschungsministerin Schavan, die sich angeblich gegen ein deutsches Nein ausgesprochen haben, sollten sich fragen, ob es dem Ansehen der Europäischen Union zuträglich ist, wenn der Einsatz der Gentechnik gegen den Willen der Bevölkerung und der jeweiligen Regierungen in Ungarn, Österreich, Griechenland und Frankreich per Erlass aus Brüssel erzwungen wird", erklärt Graefe zu Baringdorf, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im Europäischen Parlament.

              Bei einer Vorabstimmung im Regelungsausschuss der EU über die Zulassung zweier neuer Gentechnik-Sorten zum Anbau verließ der Vertreter Deutschlands dem Vernehmen nach den Saal, um an der Abstimmung überhaupt nicht teilzunehmen. "Während der Abstimmung auszutreten ist der Gipfel politischer Unglaubwürdigkeit, " kommentierte Graefe zu Baringdorf. "Das darf Herr Gabriel am Montag nicht wiederholen: Deutschland hat in der Abstimmung des Ministerrates ein erhebliches Stimmgewicht und muss sich klar für die Souveränität der Staaten aussprechen, den Gentech-Anbau auf ihrem Gebiet zu untersagen. Heimlich durchwurschteln gilt nicht."

               

              Weitere Informationen:

              Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament - Agrarbüro: Antje Kölling

              Tel. +32-2-284-5154 , Fax +32-2-284-9154, Email: fgraefe (at) europarl.eu.int

               

               

              Freisetzung von Pharma-Kartoffeln ist verantwortungslos !



               

              Breites Bündnis fordert Verbot der Freisetzung

               

              Berlin, 26.02.09: Auf breite Ablehnung und heftigen Widerstand stößt die geplante Freisetzung von gentechnisch veränderten Kartoffeln, darunter zwei Pharma-Kartoffeln, der Universität Rostock an den beiden Standorten Thulendorf (bei Klein Lüsewitz, Mecklenburg-Vorpommern) und Üplingen (Börde-Kreis, Sachsen-Anhalt). Heute endet die Einwendungsfrist gegen diesen Freisetzungsversuch. Bauernorganisationen, Saatgutzüchter und -erhalter, Umwelt- und Naturschutzverbände, Ärzte, Landwirte und Erzeugergemeinschaften haben in Kooperation mit einer Rechtsanwältin einen Einwand an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) verfasst.

              Die SprecherInnen der Organisationen warnen: "Die geplante Freisetzung von Pharma-Kartoffeln in der freien Natur ist unverantwortlich. Einmal freigesetzt lassen sich gentechnisch veränderte Pflanzen in der Natur weder kontrollieren noch zurückholen. Wenn diese Pflanzen dann auch noch Pharmazeutika produzieren, muss ein Anbau im Freiland strikt untersagt werden, um eine Kontamination der Lebensmittelkette mit pharmakologisch wirksamen Stoffen zu verhindern. Selbst in Amerika sind Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Pharma-Pflanzen höchst umstritten. Wir sehen Gefahren für Menschen, Tiere, Umwelt und fordern sowohl die Genehmigungsbehörde als auch das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium auf, sich klar und deutlich gegen diesen hoch riskanten Freisetzungsversuch auszusprechen. In derartige Projekte sollten zudem keine öffentlichen Forschungsmittel fließen.

              Pharmapflanzen sind noch risikoreicher als die bekannten transgenen insekten- oder herbizidresistenten Pflanzen. Der Sachverständigenrat zu Umweltfragen (SRU) fordert deshalb in seinem Umweltgutachten 2004 eindeutig, dass der Anbau und die Freisetzung von Pharmapflanzen nur in abgeschlossenen Systemen (Containment) durchzuführen seien. Die Antragstellerin - die Universität Rostock - diskutiert noch nicht einmal, dass es hier Risiken geben kann. Dies halten wir für unwissenschaftlich und unseriös. Der geplante "Sicherheitsabstand" von 20 bzw. 50 Metern ist völlig unzureichend, bedenkt man, dass Insekten, die auch Kartoffelblüten besuchen, bis zu drei km fliegen. Außerdem ist lediglich in Thulendorf ein Wildzaun vorgesehen. Auch eine nur einjährige Nachkontrolle auf Durchwuchs ist nicht hinreichend, da letztendlich aus jedem Kartoffelauge eine neue Kartoffelpflanze entstehen kann. Ein Teil der Pharma-Kartoffeln soll in einem so genannten "Schaugarten" in Üplingen freigesetzt werden, in dem "Feldversuche zum Anfassen" stattfinden. Wie die Verschleppung der Pharma-Pflanzen bspw. durch Schulkinder oder andere Besucher verhindert werden soll, ist nicht beschrieben. Fraglich bleibt auch, warum die Pharmakartoffeln noch einmal freigesetzt werden sollen, kam doch die Universität bereits 2006 zum Schluss, dass der gebildete Impfstoff selbst bei deutlich erhöhten Mengengaben keinerlei Wirksamkeit besitzt. Zudem erhalten die gentechnisch veränderten Kartoffeln Resistenzgene gegen in der Tier- und Humanmedizin wichtige Antibiotika. Das Antibiotikum Kanamycin wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA) als wichtiges Reserve-Antibiotikum eingestuft, Resistenzgene gegen dieses Antibiotikum dürfen deshalb nicht zusätzlich in die Umwelt bzw. auf den Acker gelangen."

              Die Einwendung ist ab dem 26.02.2009 auf folgenden Internetseiten einzusehen: www.abl-ev.de, www.gentechnikfreie-regionen@abl-ev.de, www.NABU.de/gentechnik, www.oekologischer-aerztebund.de

              V.i.S.d.P.: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V., Annemarie Volling, Heiligengeiststr. 28, 21335 Lüneburg, Tel: 04131/400720

              AnsprechpartnerInnen in den Verbänden:

              Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V., Annemarie Volling,

              Tel: 04131/400720, gentechnikfreie-regionen@abl-ev.de

              BUND, Dr. Martha Mertens, Tel: 089/5807693, Martha.Mertens@t-online.de

              Gen-ethisches Netzwerk e.V., Christof Potthof, mobil: 0163/2606359, christof.potthof@gen-ethisches-netzwerk.de

              Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit, Siegrid Herbst,

              Tel: 0511/924001837, gentechnikfreie-saat@gmx.de

              NABU, Dr.Steffi Ober, mobil: 0172/5254198, Steffi.Ober@nabu.de

              Ökologischer Ärztebund e.V., Angela von Beesten, Tel. 04267/1770, avonbeesten (at) dgn.de

               

               

              gegen Mon 810 stimmen!



              Pressemitteilung vom 27. Februar 2009

              Deutschland muss auf EU-Ebene gegen Mon 810 stimmen

              Berlin: In einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von der deutschen Regierung eine klare Positionierung gegen den Anbau des Gentechnik-Maises Mon 810 gefordert. Wenn am kommenden Montag der EU-Umweltministerrat über die Aufhebung der nationalen Anbauverbote des Monsanto-Maises in Ungarn und Österreich abstimme, werde sich nach Auffassung des BUND zeigen, ob die Bekenntnisse deutscher Regierungsvertreter für eine gentechnikfreie Landwirtschaft mehr als nur schöne Worte seien. An der Brüsseler Abstimmung wird Umweltminister Sigmar Gabriel teilnehmen.

              In dem Brief an Merkel warnt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger, eine Aufhebung des Anbauverbotes in Ungarn und Österreich wäre "eine Missachtung der großen Mehrheit der Bevölkerung in der EU, die gentechnikfreie Lebensmittel verlangt. Sowohl die Regierungen als auch die Bevölkerung beider Länder würden eine Unterstützung Deutschlands für die Aufhebung ihrer Anbauverbote als Affront werten. Entscheiden Sie dabei auch im Sinne der Mehrheit in Deutschland, die Gentechnik auf dem Acker und Teller ablehnt."

              In der zurückliegenden Woche hatten sowohl Agrarministerin Ilse Aigner als auch Gabriel ihre ablehnende Haltung gegenüber einem Anbau von Mon 810 in Deutschland deutlich werden lassen. Nur wenn auf europäischer Ebene eine qualifizierte Mehrheit für ein Anbauverbot zustande kommt, bleibt die Aussaat dieses Maises in Ungarn und Österreich verboten. Dazu sind jedoch die Stimmen Deutschlands erforderlich. Nach BUND-Informationen drückt sich die Bundesregierung bei diesem Thema bisher um eine Entscheidung, weil zwischen Forschungsministerin Annette Schavan und Bundeskanzlerin Merkel einerseits und Aigner und Gabriel andererseits Uneinigkeit besteht. Erstere gelten als eher "gentechnikfreundlich" und wollen das Anbauverbot kippen. Eine Enthaltung Deutschlands bei der Brüsseler Abstimmung würde als "Ja" gelten und eine Aufhebung des Verbots wahrscheinlicher machen.

              Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin des BUND: "Eine Verlängerung der Genehmigung für Mon 810, die nach EU-Recht alle zehn Jahre ansteht, ist seit 2008 überfällig. Solange das Wiederzulassungsverfahren nicht abgeschlossen ist, ist auch die Unbedenklichkeit des Gentech-Maises für Mensch und Umwelt nicht bestätigt. Außer Ungarn und Österreich haben auch Griechenland und Frankreich den Anbau des Mon 810 unter Berufung auf die Schutzklausel der EU-Freisetzungsrichtlinie untersagt. Ein de-facto-Anbauverbot für diesen Gentech-Mais besteht ebenso in Italien und Polen. Das alles zeigt, wie groß der Widerstand der Europäer gegen den bedenklichen Monsanto-Mais bereits ist."

              Hier finden Sie den Offenen Brief des BUND an Bundeskanzlerin Merkel zum Mon 810-Anbauverbot http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/gentechnik/20090227_gentechnik_mon810_merkel_offener_brief.pdf

              Pressekontakt: Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnikexpertin, Tel. 030-27586-456, Mobil 0179-8138088 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressereferentin, Tel. 030-27586-425, Fax: 440, E-Mail: presse (at) bund.net, www.bund.net

               

               

              Betreff: BMU Pressedienst Nr. 056/09 -- Umwelt/Gentechnik



               

               

              > BMU-Pressedienst Nr. 056/09 - Umwelt/Gentechnik

              > Berlin, 20. Februar 2009

              >

              > Umwelt/Gentechnik

              > Gabriel unterstützt Aigners Kurs bei grüner Gentechnik

              > "Vorläufige Auflagen für Anbau von Genmais MON 810 überprüfen"

              >

              > Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat begrüßt, dass Verbraucherschutz-

              > ministerin Aigner angekündigt hat, erneut ein Verbot des Genmais MON810 zu

              > prüfen. "Frau Aigner bewegt sich im Rahmen dessen, was sich die Koalition

              > vorgenommen hat. Anders als die Forschungspolitiker der CDU glauben machen

              > wollen, ist keine Anwendung der grünen Gentechnik um jeden Preis vereinbart

              > worden. Vielmehr soll der vorsorgende Schutz von Mensch und Umwelt auch bei

              > der Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft oberste Priorität

              > behalten."

              >

              > Nachdem eine Neuzulassung der gentechnisch veränderten Maissorte bislang

              > nicht erfolgt ist, haben zahlreiche EU-Länder, darunter Frankreich, so

              > genannte nationale Schutzklauseln für sich in Anspruch genommen und den

              > Anbau des Genmais in ihren Ländern verboten. "Viele Länder folgen dem

              > Vorsorgegrundsatz und wollen den Genmais solange nicht mehr anbauen, bis

              > durch eine Neuzulassung alle ökologischen und gesund-heitlichen

              > Auswirkungen umfassend neu bewertet wurden. Diesen besonnenen Weg unserer

              > Nachbarn sollten wir auch einschlagen", erklärte Gabriel. Er fügte hinzu: "

              > Anders als ihr Vorgänger Seehofer, der das Aussaatverbot für den Genmais

              > MON810 im letzten Jahr zwar publikumswirksam, aber leider erst nach dem

              > Aussaattermin erlassen hatte, wäre es sinnvoll, wenn Frau Aigner in diesem

              > Jahr ihre Prüfung abschließen würde, bevor die Gensaat im Boden ist".

              >

              > Auch wenn zwischen den EU-Mitgliedstaaten das Thema sehr kontrovers

              > diskutiert wurde und wird, haben sich die Umweltminister der EU aber

              > bereits beim Umweltrat am 4. Dezember 2008 auf Schlussfolgerungen in diesem

              > Sinne geeinigt. So sollen die Umweltrisikobewertung und Monitoring-

              > Regelungen in den Zulassungsverfahren gestärkt und dabei die

              > Mitgliedstaaten stärker eingebunden werden. Um Gebiete mit besonderer

              > Bedeutung für die biologische Vielfalt oder im Hinblick auf besondere

              > landwirtschaftliche Praktiken vor negativen Einflüssen gentechnisch

              > veränderter Pflanzen zu bewahren, sollen die Mitgliedstaaten

              > Nutzungsbeschränkungen bis hin zu Anbauverboten erlassen können.

              > Voraussetzung hierfür sind entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse und

              > Auflagen in EU-weiten Zulassungen.

              >

              > In Kürze stehen in Brüssel in den entsprechenden Räten und Ausschüssen

              > mehrere Entscheidun-gen zur Gentechnik an. Die Kommission fordert

              > verschiedene Mitgliedstaaten auf, ihre befristeten Verwendungsverbote des

              > einzigen EU-weit zum Anbau zugelassenen Gentechnik-Mais MON 810 aufzuheben.

              > Diese Maislinie darf in der EU allerdings nach wie vor nur auf der

              > Grundlage einer Altzulassung angebaut werden. Das Verfahren zur

              > Neuzulassung einschließlich einer neuen Risikobewertung läuft bereits seit

              > über einem Jahr. Gleichzeitig hat die Kommission Vorschläge zur Zulassung

              > des Anbaus mehrer gentechnisch veränderter Maislinien vorgelegt, die einen

              > ähnlichen Wirkstoff enthalten wie MON 810.

              >

              > Gabriel: "Hier hat Frau Aigner also die Gelegenheit, ihren Kurs in die Tat

              > umzusetzen. Ihre Bereitschaft zum Handeln kann sie insbesondere bei der

              > Überprüfung der in Deutschland vorläufig geltenden Monitoringauflagen für

              > den Anbau von MON 810 zeigen."

              >

              >

              > ---------------------------------------------------------------

              > Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin

              > Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich)

              > Tobias Dünow, Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke Stamer

              > Tel.: 030 / 18 305-2010. Fax: 030 / 18 305-2016

              > E-Mail: presse (at) bmu.bund.de - Internet: http://www.bmu.de/presse

               

               

              Gentechnik-Zwang



              Gentechnik-Zwang aus Brüssel:

              die Verantwortliche heißt Annette Schavan

               

              Berlin, 27.02.2009. Am Montag, 2. März 2009 fällt in Brüssel eine folgenschwere Entscheidung. Im dritten Anlauf wird die Europäische Kommission versuchen, Ungarn zu zwingen, ein Anbauverbot für den umstrittenen Gentechnik-Mais der Firma Monsanto "MON810" aufzuheben. Das Vorhaben der Kommission kann durch das Votum des Umwelt-Ministerrats verhindert werden. Dabei ist die Haltung Deutschlands von entscheidender Bedeutung. "Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) haben sich für ein Selbstbestimmungsrecht der Mitgliedsstaaten ausgesprochen. Torpediert wird die Haltung durch Forschungsministerin Annette Schavan (CDU). Damit wäre Frau Schavan dafür verantwortlich, wenn sich Deutschland bei der Abstimmung in Brüssel enthält, und in der Folge die Rechte der Mitgliedsstaaten auf Selbstbestimmung beim Gentechnikanbau wegfallen", erläutert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

               

              Ungarn hat - ebenso wie Frankreich, Griechenland, Polen und Österreich - den Anbau der einzigen in Europa zugelassenen Genmais-Sorte untersagt, weil wissenschaftliche Studien zunehmend deutlich machen, dass von ihr ein Risiko auf Umwelt und Gesundheit ausgeht. "Dass die Kommission diese Länder - zuerst nun Ungarn und dann die anderen - zwingen will, ihre Anbauverbote aufzuheben, ist angesichts der Faktenlage ein Skandal", meint Löwenstein.

               

              ·       MON810 hat seit über einem Jahr keine Zulassung mehr und dürfte nur deshalb weiter angebaut werden, weil die Kommission über den Verlängerungsantrag von Monsanto noch nicht entschieden hat.

              ·       Eine neue Zulassung wurde noch nicht ausgesprochen, weil die für die Sicherheitsbewertung zuständige Behörde EFSA (European Food Safety Authority) noch kein Gutachten dazu abgeliefert hat.

              ·       Die EFSA ihrerseits steht mit ihren Einschätzungen in erheblicher Kritik. Der für diese Fragen zuständige Europäische Rat der Umweltminister hat am 2.12.2008 einstimmig beschlossen, dass die Kriterien für die Zulassung deutlich verschärft werden müssen.

              ·       Schon zweimal hat der Ministerrat die Aufhebungs-Anordnung der Kommission mit "qualifizierter Mehrheit" (zur Ablehnung eines Kommissionsantrages braucht es 2/3 der Stimmen) abgelehnt. Der erneute Anlauf dürfte auf Druck von Monsanto und der USA-Administration zustande gekommen sein.

              ·       Bundesministerin Ilse Aigner hat öffentlich erklärt, dass sie - ebenso wie Umweltminister Sigmar Gabriel - gegen die Kommission stimmen möchte. Wenn es jetzt dennoch zu einer Enthaltung des deutschen Stimmführers kommt, dann ist klar, an wem das liegt: an der Forschungsministerin Annette Schavan. Angesichts der Mehrheitenlage im Ministerrat würde Deutschlands Enthaltung wie ein "Ja" wirken.

               

              Löwenstein verwies auf einen gemeinsamen Brief der Umwelt- und Verbraucherschutzverbände, die Schavan eindringlich auffordern, sich der Haltung ihrer Kabinettskollegen anzuschließen und dem Drängen der Kommission zu widerstehen.

               

              http://www.boelw.de/pm+M5d9e6da5953.html

               

               

              Kommentar Gabriel zu EU-Umweltministerrat/ Gen-Pflanzen



               Hier Auszüge aus dem Statement von Sigmar Gabriel, das er in Brüssel vor

              > der Presse gegeben hat:

              > "Es gibt in Deutschland eine Debatte über die Möglichkeit, gentechnikfreie

              > Regionen zu schaffen. Meine Kollegin, Landwirtschaftsministerin Aigner, hat

              > diese Debatte in der Nachfolge von Herr Seehofer bekommen. Ich kann mir

              > nicht ernsthaft vorstellen, dass wir in Deutschland über gentechnikfreie

              > Regionen sprechen, aber gentechnikfreie Mitgliedsstaaten in der EU nicht

              > zulassen. Ich wollte mit meinem Abstimmungsverhalten also auch der Kollegin

              > Aigner Spielraum in der notwendigen Debatte in Deutschland verschaffen.

              > Einen weiteren Grund erläutere ich Ihnen in aller Offenheit: Ich kann den

              > gesellschaftlichen Mehrwert der Genprodukte von Monsanto nicht erkennen.

              > Ich sehe den nicht. Ich sehe allerdings, dass es einen betrieblichen

              > Mehrwert für Monsanto gibt. Allerdings werden die Bedingungen, unter denen

              > gentechnisch veränderte Produkte dieser Firma in den USA eingesetzt werden,

              > in Europa nirgendwo eingehalten ? zum Beispiel 800 Meter Abstand.

              > Und dass diese Firma ein Produkt hat, bei dem sie Landwirte in Abhängigkeit

              > zwingt, das scheint mir auf der Hand zu liegen.

              > Denn die Produkte dieser Firma haben selbst Resistenzen gegen

              > Pflanzenschutzmittel ? es sei denn, das Pflanzenschutzmittel kommt von

              > Monsanto. Also dass man eine Pflanze züchtet, die resistent ist außer gegen

              > ein Pflanzenschutzmittel, für das man selber das Patent besitzt, das finde

              > ich zwar eine intelligente Geschäftsidee, muss aber nicht zwingend einen

              > Umweltminister dazu bringen, diesem Geschäftsmodell zum Durchbruch zu

              > verhelfen.

              > Ich kann nicht erkennen, warum wir den Interessen eines einzigen US-

              > Konzerns folgen und damit die Mitgliedstaaten und die Bürgerinnen und

              > Bürger gegen uns aufbringen sollten. Ich glaube übrigens nicht, dass bei so

              > großen Sorgen in der Bevölkerung gegen gentechnisch veränderte Produkte im

              > umgekehrten Fall eine amerikanische Regierung sich so ins Zeug legen würde,

              > ein europäisches Präparat auf den amerikanischen Markt zu bringen. Man

              > stelle sich vor, diese Debatte um Gentechnik-Produkte gäbe es in den USA,

              > und die einzige Firma, die ein Interesse daran hätte, dieses Präparat

              > dorthin zu verkaufen, wäre eine europäische: Ich möchte einmal wissen, ob

              > der amerikanische Kongress sich derart ins Zeug legen würde zur Verfolgung

              > europäischer Wirtschaftsinteressen eines einzelnen Unternehmens, wie es

              > jetzt die EU-Kommission zur Verfolgung der Wirtschaftsinteressen eines

              > amerikanischen Unternehmens tut ? gegen die großen Sorgen bei uns in der

              > Bevölkerung.?

               

               

               

              Appell an die Bundesregierung



               Naturland Länderversammlungen appellieren an Bundesregierung

              >

              > Öko-Bauern fordern Gen-Mais Verbot in Deutschland

              >

              > Gräfelfing - Die Naturland Länderversammlungen in Hessen und Nordrhein-

              > Westfalen haben gestern die Bundesregierung aufgerufen, jetzt den Gen-Mais

              > MON 810 auch in Deutschland zu verbieten. Am Montag hatte der

              > Umweltministerrat in Brüssel mit Zweidrittelmehrheit entschieden, das

              > Anbauverbot für MON 810 in Österreich und Ungarn nicht aufzuheben. "Jetzt

              > ist Deutschland an der Reihe, um das größte Freiluftexperiment mit

              > ungewissem Ausgang noch rechtzeitig zu stoppen", fordert Hans Hohenester,

              > Naturland Bauer und Präsidiumsvorsitzender. "Eine glaubwürdige Umwelt- und

              > Verbraucherpolitik verlangt nach dem Nein im Umweltministerrat von

              > Umweltminister Gabriel Konsequenzen bei der Zulassung von Agro-Gentechnik

              > in den Regionen", ergänzten die Naturland Landesvorsitzenden von Nordrhein-

              > Westfalen und Hessen, Johannes Röbbecke-Niermann und Christoph Förster.

              >

              > Chance für Europa nutzen

              > Die europäischen Länder Österreich, Ungarn, Frankreich und Griechenland

              > haben vorgemacht, welcher Handlungsspielraum innerhalb der EU besteht, um

              > den Umwelt- und Verbraucherschutz ernst zu nehmen. Alle diese Länder

              > verbieten den Anbau des gentechnisch veränderten Mais MON 810, der durch

              > den Einbau eines Bakterien-Gens (Bacillus thuringiensis, Bt) gegen den

              > Schädling Maiszünsler immun sein soll. Die Widersprüchlichkeit

              > verschiedener Gutachten belegt, dass es keine Unbedenklichkeitserklärung

              > für

              > den Gen-Mais gibt. Einmal in die Umwelt entlassene gentechnisch veränderte

              > Organismen (GVO) können nicht mehr zurückgeholt werden. Die Auswirkungen

              > auf andere Tiere und Pflanzen sowie Bodenlebewesen sind bisher nicht

              > abschätzbar. Hersteller des Gen-Mais-Saatgutes ist Monsanto, der mit Agro-

              > Gentechnik, Saatgut und Pestiziden seine Milliardenumsätze sichert. MON 810

              >

              > ist die bisher einzige zugelassene GV-Pflanze in Europa. Schließen sich

              > noch mehr europäische Länder dem Anbauverbot an, so könnte Europa die

              > Chance

              > nutzen als gentechnik freie Region Zukunftsmärkte zu sichern.

              >

              > Zukunft der Landwirtschaft

              > Die Bedrohung der europäischen ökologischen Landwirtschaft durch die Agro-

              > Gentechnik könnte durch die Umweltministerratsentscheidung geringer werden.

              >

              > Öko-Landwirte verzichten auf Agro-Gentechnik und arbeiten mit detaillierten

              >

              > Fruchtfolgen, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen und den Schädlingsbefall

              >

              > im Vorfeld zu minimieren. Der Weltagrarrat (IAASTD) hatte bereits im

              > letzten Jahr veröffentlichten Agrarbericht zusammen gefasst, dass zur

              > Lösung

              > der globalen Probleme in der Landwirtschaft die Agro-Gentechnik keinen

              > Beitrag leisten kann.

              >

              > Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 50.000

              >

              > Bauern und über 400 Herstellern als Naturland Partner einer der größten

              > ökologischen Anbauverbände.

              >

              > Presse Info ¨ 2.700 Zeichen ¨ Verantwortlich: Steffen Reese ¨ Naturland -

              > Verband für ökologischen Landbau e.V. ¨ Kleinhaderner Weg 1 ¨ 82166

              > Gräfelfing ¨ Tel.: 089-898082-31 ¨ Fax: 089-898082-90 ¨

              > naturland (at) naturland.de ¨ www.naturland.de

               

               

              Langsam scheinen Sie es zu kapieren, aber Vorsicht, zwischen dem was Sie wollen oder sagen und dem was Sie dann machen!



              Langsam scheinen Sie es zu kapieren, aber vorsicht, zwischen dem was Sie wollen oder sagen und dem was Sie dann machen!

               

              Söder will bundesweites Gentechnik-Verbot

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              Kategorie: Nachrichten Deutschland
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              Der bayerische Umweltminister Markus Söder hat ein bundesweites Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen gefordert. Nachdem die Europäische Union das Genmais-Verbot in Österreich und Ungarn akzeptiert habe, «sollten wir diesen Weg jetzt auch gehen», sagte der CSU-Politiker am Montag dem Radiosender Antenne Bayern. Er wolle die Forderung ins Europawahlprogramm der CSU schreiben und sie «auch bei den Freunden der CDU» mehrheitsfähig machen.

              Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterArtikel aus PR inside vom 2. März 2009

               

               

               

              Betreff: BMU Pressedienst Nr. 056/09 -- Umwelt/Gentechnik



               

              >

              > BMU-Pressedienst Nr. 056/09 - Umwelt/Gentechnik

              > Berlin, 20. Februar 2009

              >

              > Umwelt/Gentechnik

              > Gabriel unterstützt Aigners Kurs bei grüner Gentechnik

              > "Vorläufige Auflagen für Anbau von Genmais MON 810 überprüfen"

              >

              > Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat begrüßt, dass Verbraucherschutz-

              > ministerin Aigner angekündigt hat, erneut ein Verbot des Genmais MON810 zu

              > prüfen. "Frau Aigner bewegt sich im Rahmen dessen, was sich die Koalition

              > vorgenommen hat. Anders als die Forschungspolitiker der CDU glauben machen

              > wollen, ist keine Anwendung der grünen Gentechnik um jeden Preis vereinbart

              > worden. Vielmehr soll der vorsorgende Schutz von Mensch und Umwelt auch bei

              > der Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft oberste Priorität

              > behalten."

              >

              > Nachdem eine Neuzulassung der gentechnisch veränderten Maissorte bislang

              > nicht erfolgt ist, haben zahlreiche EU-Länder, darunter Frankreich, so

              > genannte nationale Schutzklauseln für sich in Anspruch genommen und den

              > Anbau des Genmais in ihren Ländern verboten. "Viele Länder folgen dem

              > Vorsorgegrundsatz und wollen den Genmais solange nicht mehr anbauen, bis

              > durch eine Neuzulassung alle ökologischen und gesund-heitlichen

              > Auswirkungen umfassend neu bewertet wurden. Diesen besonnenen Weg unserer

              > Nachbarn sollten wir auch einschlagen", erklärte Gabriel. Er fügte hinzu: "

              > Anders als ihr Vorgänger Seehofer, der das Aussaatverbot für den Genmais

              > MON810 im letzten Jahr zwar publikumswirksam, aber leider erst nach dem

              > Aussaattermin erlassen hatte, wäre es sinnvoll, wenn Frau Aigner in diesem

              > Jahr ihre Prüfung abschließen würde, bevor die Gensaat im Boden ist".

              >

              > Auch wenn zwischen den EU-Mitgliedstaaten das Thema sehr kontrovers

              > diskutiert wurde und wird, haben sich die Umweltminister der EU aber

              > bereits beim Umweltrat am 4. Dezember 2008 auf Schlussfolgerungen in diesem

              > Sinne geeinigt. So sollen die Umweltrisikobewertung und Monitoring-

              > Regelungen in den Zulassungsverfahren gestärkt und dabei die

              > Mitgliedstaaten stärker eingebunden werden. Um Gebiete mit besonderer

              > Bedeutung für die biologische Vielfalt oder im Hinblick auf besondere

              > landwirtschaftliche Praktiken vor negativen Einflüssen gentechnisch

              > veränderter Pflanzen zu bewahren, sollen die Mitgliedstaaten

              > Nutzungsbeschränkungen bis hin zu Anbauverboten erlassen können.

              > Voraussetzung hierfür sind entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse und

              > Auflagen in EU-weiten Zulassungen.

              >

              > In Kürze stehen in Brüssel in den entsprechenden Räten und Ausschüssen

              > mehrere Entscheidun-gen zur Gentechnik an. Die Kommission fordert

              > verschiedene Mitgliedstaaten auf, ihre befristeten Verwendungsverbote des

              > einzigen EU-weit zum Anbau zugelassenen Gentechnik-Mais MON 810 aufzuheben.

              > Diese Maislinie darf in der EU allerdings nach wie vor nur auf der

              > Grundlage einer Altzulassung angebaut werden. Das Verfahren zur

              > Neuzulassung einschließlich einer neuen Risikobewertung läuft bereits seit

              > über einem Jahr. Gleichzeitig hat die Kommission Vorschläge zur Zulassung

              > des Anbaus mehrer gentechnisch veränderter Maislinien vorgelegt, die einen

              > ähnlichen Wirkstoff enthalten wie MON 810.

              >

              > Gabriel: "Hier hat Frau Aigner also die Gelegenheit, ihren Kurs in die Tat

              > umzusetzen. Ihre Bereitschaft zum Handeln kann sie insbesondere bei der

              > Überprüfung der in Deutschland vorläufig geltenden Monitoringauflagen für

              > den Anbau von MON 810 zeigen."

              >

              >

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              > Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin

              > Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich)

              > Tobias Dünow, Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke Stamer

              > Tel.: 030 / 18 305-2010. Fax: 030 / 18 305-2016

              > E-Mail: presse (at) bmu.bund.de - Internet: http://www.bmu.de/presse

              > ---------------------------------------------------------------

               

               

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              Gentechnik-Alarm! Email-Aktion: Schreiben Sie an Aigner und Gabriel.



              > Liebe Freundinnen und Freunde,

              >

              > Es ist fünf vor zwölf bei der Agro-Gentechnik in Brüssel. Die EU-Kommission

              > und die interessierten Unternehmen haben eine massive Attacke auf die

              > Gentechnikfreiheit in Europa gestartet: Erstmals seit 1998 sollen zwei neue

              > Gentechnikmais-Sorten (bt 11 von Sygenta und 1507 von Pioneer/DuPont) neu

              > zugelassen werden. Außerdem sollen die Regierungen von Ungarn, Österreich,

              > Frankreich und Griechenland gezwungen werden, ihre nationalen Verbote für

              > den Anbau der einzigen derzeit zugelassenen Gentechnik-Sorte, Mon 810,

              > aufzuheben.

              > ¨ Am kommenden Montag findet die erste Abstimmung im Ministerrat

              > statt: Werden die Verbote von Mon 810 in Österreich  und Ungarn per Ukas

              > aus Brüssel aufgehoben oder nicht?

              > ¨ Danach stehen die Mon 810 Verbote in Frankreich und Griechenland zur

              > Abstimmung

              > ¨ Schließlich muss der Ministerrat entscheiden, ob erstmals wieder

              > zwei neue Gentechnik-Sorten zugelassen werden (Bt 11 und 1507)

              >

              > Wir bitten Sie deshalb, unseren zuständigen Ministern, Frau Ilse Aigner und

              > Herrn Sigmar Gabriel zu schreiben und Sie aufzufordern, gegen den

              > Zwangsanbau in anderen Ländern und gegen die Zulassung neuer

              > Gentechnik-Sorten zu stimmen. Bisher scheint es so als wolle sich die

              > Bundesregierung bei diesen Abstimmungen der Stimme enthalten. Das käme

              > allerdings einer Zustimmung gleich. Denn nur wenn die Vorschläge der

              > EU-Kommission mit zwei Dritteln der Stimmen im Ministerrat abgelehnt werden,

              >

              > treten sie nicht in Kraft. Die 29 Stimmen von Deutschland sind dabei

              > entscheidend.

              >

              > Den Brief an die Ministerin und den Minister können sie hier online

              > unterschreiben:

              > http://www.keine-gentechnik.de/gentechnik-alarm.html

              > Dort finden Sie auch nähere Informationen über die Hintergründe und den

              > aktuellen Stand der Dinge und können den Brief auch zum Ausdruck und

              > Sammeln

              > weiterer Unterschriften herunterladen.

              >

              > WIR BITTEN SIE, NOCH HEUTE AKTIV ZU WERDEN UND DIESEN BRIEF AUCH AN

              > MÖGLICHST VIELE FREUNDINNEN UND FREUNDE WEITERZULEITEN.

              >

              > Vielen Dank und herzliche, gentechnikfreie Grüsse!

              >

              > Benedikt Haerlin

              > Save Our Seeds

              > Marienstr.19-20, 10117 Berlin, Tel. 030 27590309, Email:

              > info (at) saveourseeds.org

              > www.saveourseeds.org

               

               

               

              Stuttgart, 19.2.2009

               

              Grüne begrüßen Ende der Gentechnik-Koexistenz-Versuche in Baden-Württemberg

              Bernd Murschel (Grüne): "Saulus Hauk soll zum Paulus Hauk werden"

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              Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg begrüßen, dass Minister Hauk die Koexistenzversuche zur Gentechnik einstellen wird. "Das ist eine echte Notbremse, nach dem Vorbild der Bayern, die kürzlich einen Stopp ihrer Gentechnikversuche angekündigt hatten", so der agrarpolitische Sprecher der

              Grünen im Landtag, Dr. Bernd Murschel. 

              Konsequent und notwendig sei es nun, wie die Bayern auch die zweite Form

              von Gentechnik-Versuchen im Freiland, die sogenannten Sortenprüfungen im

              Auftrag des Bundessortenamtes in Ladenburg und in Rheinstetten, so schnell

              wie möglich einzustellen. Murschel: "Damit wäre Baden-Württemberg

              tatsächlich gentechnikfrei." Murschel fordert darüber hinaus, dass Minister Hauk endlich von seiner gentechnikfreundlichen Haltung abkehrt und sich zum aktiven Unterstützer für gentechnikfreie Regionen und gentechnikfreie Produkte einsetzt. "Wenn der Saulus Hauk zum Paulus Hauk wird, findet er sicherlich die große Zustimmung der großen Mehrheit aller Menschen im Land finden, da sind wir uns sicher."

               

              Das Land Baden-Württemberg soll sich nach Ansicht von Murschel über seine

              Vertretungen in Berlin und in Brüssel aktiv dafür einsetzen, dass

              gentechnikfreie Produktion auch weltweit möglich ist und bleibt.

               

               

              Wolfgang Schmitt

              Pressesprecher Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Landtag Baden-Württemberg

              Konrad-Adenauer-Str. 3

              70173 Stuttgart

              Fon: +49 711 2063-679

               

               

              Ökolandbau muss gesichert werden



              Pressemitteilung vom 18. Februar 2009

               

              Aigner muss Position gegen Gentechnik beziehen. Ökolandbau muss gesichert werden

               

              Nürnberg/Berlin: Im Vorfeld der Weltmesse für Bioprodukte "Biofach" in Nürnberg hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von Bundesagrarministerin Ilse Aigner ein klares Bekenntnis für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik gefordert. Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen bedrohe den ökologischen Landbau durch Verunreinigungen und gefährde die Artenvielfalt. Der Gentech-Mais Mon 810 sei bereits in fünf EU-Ländern verboten worden, weil das darin enthaltene Insektizid auch nützliche Insekten wie Schmetterlinge gefährde. Aigner müsse dem folgen und sich auch in Deutschland für ein Verbot des Mon 810 aussprechen.

               

              Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND: "Agrarministerin Aigner muss endlich Farbe bekennen, ob sie es ernst meint mit dem Verbraucherschutz und sich konsequent für eine dauerhaft gentechnikfreie Landwirtschaft einsetzen. Deshalb muss sie in Brüssel gegen die Neuzulassung neuer Gentech-Maissorten zum Anbau sowie für die Aufrechterhaltung des Mon-810-Anbauverbots in Griechenland, Ungarn und Frankreich stimmen."

               

              Auch die Chancen, mit einer verstärkten Förderung der ökologischen Landwirtschaft den Klima- und Artenschutz voranzubringen sowie den Einsatz von Agrargiften zu reduzieren, ignoriere Aigner bislang. Sie müsse auf EU-Ebene dafür sorgen, dass bei der künftigen Neuverteilung der 50 Milliarden Euro Agrarsubventionen vor allem die bäuerliche Landwirtschaft berücksichtigt werde.

               

              Weiger: "Die Zukunft der Landwirtschaft liegt in ökologischen Anbaumethoden, und die werden von bäuerlichen Betrieben bevorzugt. Die Förderung von agrarindustriellen Großbetrieben hingegen vernichtet seit Jahren regionale Arbeitsplätze. Frau Aigner sollte nicht medienwirksam Ökolandbaumessen eröffnen und sich beim Thema Gentechnik jede Option offenhalten. Ökolandbau sichern heißt Gentechnikfreiheit zu gewährleisten. Dazu muss sie auf der Biofach eindeutig Position beziehen. Der Ökolandbau braucht keine Charmeoffensive von Ministerin Aigner sondern klare Unterstützung und dauerhaften Schutz vor der Genmanipulation."

               

               

              Pressekontakt: Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnikexpertin, Tel. 030-27586-456, Mobil 0179-8138088  bzw. Katrin Riegger, BUND-Pressereferentin, Tel. 030-27586-464, Fax: 440, E-Mail: presse (at) bund.net, www.bund.net

               

               

              Lidl Schweiz ohne Gentechnik



              Lidl zieht es nun auch in die Schweiz - dort werden besondere Qualitätsanforderungen Beachtung finden. Unter anderen der Verzicht auf Gentechnik. Warum nicht in Deutschland? Aber lest selbst, hier der Ausschnitt aus der Lebensmittelzeitung vom 12. Februar 2009:

              "Der Start von Lidl in der Schweiz steht unmittelbar bevor. "Freuen Sie sich auf den Frühling" heißt es auf den Plakaten, mit denen Lidl die Schweizer Kunden auf den Markteintritt des Discounters vorbereitet. [...]

               

              Lidl wird voraussichtlich mit mehr als 20 Märkten mit einem Sortiment von 1 800 Artikeln das Geschäft aufnehmen. Dabei bemüht sich der Discounter kritische Bedenken der Schweizer anzusprechen.

               

              Dafür hat Lidl sogar eigens eine sogenannte "Suisse Garantie" abgegeben. Diese Artikel wurden in der Schweiz hergestellt.

               

              Der Produktionsprozess sei umweltschonend und die Produkte garantiert Gentechnik-frei, so das Versprechen des Discounters. Die angebotenen Eigenmarken unterscheiden sich zum Teil von denen, die aus Deutschland bekannt sind. [...]"

              Gentechnik-Entscheidungen in Brüssel: Verbände verlangen von der Bundesregierung Farbe



               

              Gentechnik-Entscheidungen in Brüssel:

              Verbände verlangen von der Bundesregierung Farbe zu bekennen?

               

              Berlin, 13.02.2009 Ein breites Bündnis von Umwelt- und Verbraucherverbänden, kirchlichen Organisationen und Verbänden des Ökologischen Landbaus hat heute Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aufgefordert, eine eindeutige Position gegen die Zulassung neuer Gentechnik-Maissorten ("Bt 11" und "1507") durch die EU zu beziehen.

               

              Gleichzeitig geht es um die bislang als einzige Gentechnikpflanze in der EU zugelassene Maissorte MON 810. Mehrere Mitgliedsstaaten der EU haben ihr wegen wissenschaftlich begründeter Bedenken die Anbaugenehmigung verweigert. Sie sollen nun von der EU gezwungen werden, den Anbau trotzdem zu erlauben. Auch hier verlangen die Verbände von den federführenden Ministerien, im jeweiligen Ministerrat gegen die Ansinnen der Kommission zu stimmen.

               

              Die Verbände kündigen an, die Antwort auf ihre konkrete Anfrage so zu kommunizieren, dass die Bürger bei den anstehenden Wahlen zu Europaparlament und Bundestag wissen, ob die CSU sich an ihre im bayerischen Landtagswahlkampf gegebenen Versprechen hält und ob die Umweltpolitik der SPD den selbst gesetzten Ansprüchen genügt.

               

              Rückfragen zu den anliegenden Offenen Briefen können an die einzelnen Verbände gerichtet werden, die sie unterzeichnet haben. Im Brief selbst sind zwei Kontakt-Telefonnummern angegeben.

               

              AgrarBündnis, Friedrich von Homeyer und Heidrun Betz

              Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V., Georg Janßen

              Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU), Dr. Thomas Schaack

              Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V., Dr. Alexander Beck

              Biokreis e.V., Niko Gottschaller

              Bioland e.V., Thomas Dosch

              Biopark e.V., Dr. Delia Micklich

              Bündnis für Gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Annemarie Volling

              Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V., Dr. Felix Prinz zu Löwenstein

              Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Prof. Dr. Hubert Weiger

              Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend im ländlichen Raum, Anke Fischbock

              Bundesverband Naturkost Naturwaren Einzelhandel e.V., Harald Wurm

              Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel e.V., Elke Röder

              Demeter e.V., Stephan Illi

              Deutsche Apitherapie Bund e.V., Dr. med. Stefan Stangaciu

              Deutscher Naturschutzring, Hubert Weinzierl

              EuroNatur Stiftung, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann

              Gäa e.V. - Nordost - Verbund Ökohöfe, Regina Witt

              Gäa - Vereinigung ökologischer Landbau, Kornelie Blumenschein

              Gen-ethisches Netzwerk e.V., Christof Potthof

              Greenpeace e.V., Roland Hipp

              Grüne Liga e.V., Klaus Schlüter

              IG Nachbau, Georg Janßen

              Initiative für eine gentechnikfreie Metropolregion Hamburg, Thomas Sannmann

              Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit, Siegrid Herbst

              Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands e.V., Monica Kleiser

              Koordination Gentechnikfreie Regionen in Deutschland, Annemarie Volling

              Naturland e.V., Steffen Reese

              Naturschutzbund Deutschland e.V., Leif Miller

              Neuland e.V., Jochen Dettmer

              Ökologischer Ärztebund e.V., Angela von Beesten

              Umweltinstitut München e.V., Harald Nestler

              Verband der Biosupermärkte, Michael Radau

              Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Benedikt Haerlin

               

              Quelle: Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V.

               

               

               

               

              Quelle: AHGZ Nr. 48. 29.11.2008, Seite 17

               

               

               

               

              Helmut Roleder, Botschafter der Eurotoques-Stiftung live in der Landesschau Baden-Württemberg



              Werte Geschäftspartner, liebe Freunde!

               

              Am kommenden Mittwoch, den 12. September 2007, gibt es für uns ein besonderes Highlight im Fernsehen:

               

              Helmut Roleder ist live zu Gast in der "Landesschau Baden-Württemberg"!

              Die Sendung wird von 18.45 Uhr bis 19.45 im SWR Fernsehen ausgestrahlt. Das Gespräch mit Helmut Roleder, in dem es hauptsächlich um die Geschichte des neuen Erfolgsbuches "was männer lieben"

              (von Helmut Roleder und Peter Döring) und die Frage "Was macht Torwartlegende Helmut Roleder eigentlich heute..?" gehen wird, findet in der zweiten Hälfte der Sendung statt.

               

              Wenn Sie Lust und Laune haben, schalten Sie doch ein!

               

              In diesem Sinne mit ganz herzlichen und "unterhaltsamen" Grüßen

               

              Simone Zipperle

               

              PS: Mehr Informationen zum Thema "was männer lieben" und Helmut Roleder finden Sie unter www.helmut-roleder-business.de

               

              Simone Zipperle

              Geschäftsleitung

              twice as good

              agentur für musikmanagement und eventplanung

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              Katharina Krüger Sieger des REWE-Deutschland-Pokal 2007



              03.03.2007

              gvnet Infodienst - Germany

              ... Jury unter dem Vorsitz von Siegfried Schaber, Ehrenpräsident des VKD, der diesmal ua auch Euro-Toques Präsident Ernst-Ulrich Schassberger angehörte.

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              Familienkochbuch von Euro-Toques- Chefkoch Witzigmann





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              Willkommen bei Euro-Toques Chef Marc Frühauf





              Quelle: TIP, 22. Mai 2006




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              Euro-Toques Jahreskongress International 2006



               

               

               

               

               

              EURO-TOQUES

              JAHRESKONGRESS

               INTERNATIONAL

              Dienstag, 28. März 2006

              in Monster, Niederlande

               

              Das aktuelle Programm & Anmelde-Formular für Euro-Toques Chefköche kann hier heruntergeladen werden.

               

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              Jahreskongress_2006.pdf

              NewsletterET_EN_APR06.doc

              NewsletterET_FR_AVR06.doc





               
               

              Eurotoques Stiftung
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