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Der Röntgenblick entdeckt gefährliche Stoffe



Forschung: Röntgendetektoren können gefährliche Stoffe blitzschnell und mit besonders hoher Messgenauigkeit entdecken. Sind die Geräte zudem klein genug, lassen sie sich sogar an jedem beliebigen Ort einsetzen. Das macht sie interessant für die Materialerkennung beim Recycling, die Überwachung von Luft- und Wasserparametern oder die Qualitätssicherung von Nahrungsmitteln.

 

VDI nachrichten, München, 16. 12. 11, ber

 

Ein Förderband schiebt stündlich tonnenweise Glasscherben in allen Farben und Größen durch eine Recyclinganlage. Sie rauschen am Detektor vorbei, der die chemischen Bestandteile sekundenschnell erkennt und die Scherben nach ihrer Zusammensetzung – etwa Titan, Blei, Zink und Zirkonium – aussortiert.

 

Oder: Eines der renommiertesten Kunstmuseen der Welt bekommt ein bisher unbekanntes Werk eines verstorbenen berühmten Künstlers aus der Schatzkammer eines Kunstsammlers angeboten – zu einem entsprechend hohen Preis. Museumsmitarbeiter analysieren das Gemälde mithilfe des Detektors. Dieser erkennt die Zusammensetzung der verwendeten Farbpigmente und entlarvt auf diese Art listige Fälschungen.

 

Ein weiteres Szenario: Auf einem ehemaligen Industriegelände soll ein Kindergarten gebaut werden. Vor Erteilen der Baugenehmigung muss sichergestellt sein, dass sich keine gesundheitsschädlichen Stoffe in der Erde befinden. Deshalb wird das gesamte Areal nach Schwermetallen und anderen Gefahrenstoffen mithilfe eines mobilen Detektors untersucht.

 

„Dies sind nur einige der möglichen Anwendungen für unsere hochempfindlichen Röntgendetektoren“, erklärte Ignaz Eisele den VDI nachrichten. Eisele ist Hauptabteilungsleiter an der Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper-Technologien EMFT in München, die die mikroelektronischen Komponenten zusammen mit der Ketek GmbH – einem der Weltmarktführer für Entwicklung und Produktion von hochqualitativen Silizium-Strahlungsdetektoren – entwickelt hat.

 

Wie aber funktioniert das Prinzip der Materialerkennung? Zunächst wird das Objekt einer kurzwelligen Strahlung aus einer Röntgenröhre ausgesetzt. „Dabei werden Elektronen aus dem Atomverband regelrecht herausgeschlagen, wenn die zugeführte Energie größer ist als die Bindungsenergie des betreffenden Elektrons“, erläuterte Lars Nebrich von der Fraunhofer EMFT.

 

Ein solches Atom mit fehlendem inneren Elektron befindet sich nun in angeregtem Zustand, und so „fällt“ ein Elektron aus einer höheren Elektronenschale in die Lücke. Die dabei entstehende Energiedifferenz wird vollständig als Röntgenlichtteilchen (Photonen) zurückgesendet, die je nach Material einen unterschiedlichen Energiegehalt haben.

 

Hier kommt nun ein Siliziumdriftdetektor (SDD) ins Spiel: Er setzt die Röntgenstrahlung in elektrische Impulse um. Die Photonen der Strahlung erzeugen im Detektor direkt eine von der Energie abhängige Anzahl an Elektronen. Diese können dann elektrisch detektiert und gemessen werden.

 

Der hohe Anspruch an immer kürzere Messzeiten, etwa an einem Fließband mit Abraum bei einer Bandgeschwindigkeit von 4 m/s, verlangt eine permanente Verbesserung der Detektoren. Zudem sollen sie eine lange Lebensdauer haben: Auch bei höchster Bestrahlung durch Röntgen- oder Elektronenstrahlen dürfen sie keine Degradation aufweisen. Und sie müssen höchst empfindlich sein, um selbst Spuren von Giftstoffen in Lebensmitteln oder Böden im Bereich von ppm (parts per million) oder sogar ppb (parts per billion) zu finden.

 

Um die Messzeiten zu verkürzen, sollte die Detektionsfläche des SDD möglichst groß sein. Während die meisten Detektorhersteller effektive Flächen von ca. 15 mm² anbieten, brachte Ketek bereits vor zwei Jahren den ersten 100-mm²-Detektor auf den Markt. Heute können mit Wafern mit 200 mm Durchmesser große Detektoren mit ausreichend funktionalen Elementen in hoher Stückzahl bereitgestellt werden.

 

„Wichtig ist, dass der Detektor aus verschiedenen Störsignalen das eigentliche Nutzsignal extrahiert“, sagte Reinhard Fojt, Geschäftsführer von Ketek. Dazu sei eine rauscharme Verstärkung nötig. Die Fraunhofer-Forscher und Ketek-Mitarbeiter entwickelten hierfür eine spezielle Transistorstruktur mit einem sogenannten Sperrschicht-Feldeffekttransistor. Sein Vorteil: das prinzipbedingte geringere elektrische Rauschen im Betrieb. Der neue Transistor setzt bereits einen neuen Marktstandard.

 

„Mittlerweile ist aus unserem ursprünglich für Laboranwendungen entwickelten Siliziumdriftdetektor ein Allround-Talent mit Einsatzmöglichkeiten in Umweltanalytik, Recycling oder beim Echtnachweis von Kunstobjekten geworden“, sagte Fojt.

 

Auch im Verbraucherschutz und zur Vermeidung gefährlicher Substanzen nach der EU-Chemikalienverordnung Reach werden die Detektoren eingesetzt – ebenso wie im Bergbau, in der Geochemie und der Qualitätssicherung von Nahrungsmitteln. Und die Forscher von EMFT und Ketek planen bereits weiter: Sie sehen Einsatzmöglichkeiten für Weiterentwicklungen ihres Detektorsystems zum Beispiel bei der Überwachung von Wasser- und Luftqualität. lan/ber

 

Quelle: vdi-Nachrichten

 

 

 

Intensives UV-Licht im Kampf gegen Bakterien in Packstoffen



(PresseBox) Hanau, 16.12.2011, Damit ein Joghurt möglichst lange genießbar ist, müssen neben der Qualität des Joghurts bereits beim Abfüllprozess hohe hygienische Bedingungen erfüllt werden. Gerade für mikrobiologisch anspruchsvolle Füllgüter wie Lebensmittel sind keimarme Packstoffe unerlässlich. Mit Hilfe vielfältiger Methoden können deren Oberflächen behandelt werden. Die Bestrahlung mit UV-Licht ist, im Vergleich zu chemischen und thermischen Verfahren, eine zuverlässigere und wirtschaftlichere Methode.

 

Entkeimung mit ultraviolettem Licht

 

Generell handelt es sich bei diesem Entkeimungsverfahren um eine Desinfektion - keine Sterilisation - von Packstoffen: Ultraviolettes Licht, im Wellenlängenbereich von 254 Nanometer (nm) ist energiereicher als das terrestrische UV-Licht der Sonne. Dieses besonders kurzwellige UV-Licht zerstört die DNS von Mikroorganismen. Viren werden binnen Sekunden inaktiviert und Mikroorgansimen wie Bakterien, Hefen und Pilze ohne Zugabe von Chemikalien umweltfreundlich abgetötet. Für eine ganze Reihe von Mikroorganismen ist die "tödliche Dosis" (letale Dosis) an UV-Strahlung bekannt, nach der die Zelle ihren Stoffwechsel nicht mehr aufrecht erhalten und sich auch nicht mehr vermehren kann. Aufgrund der Zellwandstrukturen ist die letale Dosis für die verschiedenen Erreger unterschiedlich hoch. Bakterien wie Salmonellen und Coli-Bakterien haben eine vergleichsweise dünne Zellwand. Sie sind deshalb äußerst UV-empfindlich, können das UV-Licht kaum abschirmen und werden sehr schnell inaktiviert. Schimmelpilzsporen schützen sich dagegen vor der UV-Strahlung mit einer dickeren Zellwand, die sogar pigmentiert sein kann. Für ihre Abtötung ist eine um 10- bis 100fach höhere UV-Dosis im Vergleich zu den Bakterien erforderlich.

 

Die notwendige letale UV-Dosis ist ein entscheidender Parameter bei der Auslegung und Auswahl der geeigneten UV-Lichtquelle. Geschwindigkeit der Maschine, Geometrie und Form des Packstoffes (zum Beispiel Becher oder Siegelfolie) sind weitere Kriterien für die Auslegung einer wirkungsvollen UV-Entkeimung.

 

Die erforderliche UV-Dosis errechnet sich aus der Bestrahlungsstärke (Intensität) der Lampe multipliziert mit der Bestrahlungsdauer. Die Intensität der UV-Bestrahlung ist wiederum von dem Abstand zwischen Modul und Packstoff abhängig. Darüber hinaus nimmt die UV-Intensität der Lampe mit zunehmender Anzahl der Betriebsstunden ab. Am Ende der Lampenlebensdauer muss noch eine ausreichend hohe UV-Intensität vorhanden sein, um in der definierten Bestrahlungszeit eine entsprechende Entkeimungsleistung, sowie die notwendige letale UV-Dosis sicherzustellen.

 

Erfahrungswerte bei der Joghurt-Abfüllung haben beispielsweise gezeigt, dass Becher mit einer Tiefe von 150 Millimeter (mm) innerhalb von vier Sekunden und Siegelfolie von zwei Sekunden bei gleicher Intensität wirkungsvoll entkeimt werden können.

 

UV-Entkeimung wird vor allem für Oberflächen von Packstoffen für kühlkettenabhängige saure Frischmilchprodukte wie beispielsweise Joghurt oder Kefir, genutzt, um deren Haltbarkeit zu verbessern. Molkereien profitieren von deutlich weniger Rückläufern von verdorbener Ware und sparen damit Zeit, Aufwand und Geld für deren Entsorgung.

 

Keimreduzierung bis zu 99,9 Prozent - Fraunhofer getestet

 

Äußerst intensiv und sicher werden die Anzahl der Keime auf der Oberfläche mit Premium UV-Modulen von Heraeus reduziert. Die neuen leistungsstarken Module wurden speziell zur UV-Entkeimung in der Lebensmittelindustrie entwickelt, sie reduzieren bis zu 99,9 Prozent der Keime. Das bestätigt auch der Prüfbericht des Fraunhofer-Institutes für Verfahrenstechnik und Verpackungen in Freising. Fraunhofer hat in Anlehnung an die Empfehlung des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) die Entkeimungseffizienz von Premium UV-Modulen bei bestimmten Mikroorganismen (Konidiosporen von Aspergillus niger, Endosporen von Bacillus subtilis) ermittelt. In diesen Keimreduktionstests wurden bei einem Bestrahlungsabstand von 20 mm drei beziehungsweise fünf Logstufen innerhalb von zwei Sekunden erreicht.

 

Die hohen UV-Intensitäten und eine deutlich lange Lebensdauer der UV-Lampen sind auf die neuartige Strahlertechnologie zurückzuführen. Oftmals ist eine UV-Strahlerkassette ausreichend, die dann entsprechend den Serviceaufwand und die damit verbundenen Kosten reduziert. Zur Betriebskostenreduzierung tragen ebenfalls die kurzen Belichtungszeiten bei. Je nach Material und Geometrie ist eine zwei bis vier Sekunden lange UV-Behandlung ausreichend.

 

Die UV-Lampe ist praktisch das einzige Verbrauchsgut. Diese hat eine Lebensdauer von bis zu 12.000 Betriebsstunden und ist damit im 24 Stunden Betrieb zwei Jahre effektiv einsatzfähig. Auf einer achtbahnigen Maschine können in dieser Zeit etwa 173 Millionen Becher mit Premium UV-Modulen entkeimt werden. Damit betragen die Investitionskosten auf einen Becher herunter gerechnet nur 0,03 Euro Cent, also sehr viel weniger als einen Cent.

 

Einfache Handhabung - große Sicherheit

 

Neben den wirtschaftlichen Vorteilen zeichnen sich die Premium UV-Module durch ihre einfache Installation und Bedienung aus. Die Module können problemlos in vorhandene Füll- und Verschließanlagen eingebaut beziehungsweise in diesen nachgerüstet werden.

 

Durch die Integration in das jeweilige HACCP-Konzept werden die Quarzglasscheibe, Temperatur und Lampenfunktion automatisch überwacht. Die Quarzglasabdeckscheiben der UV-Kassetten sind mit einem von Heraeus patentiertem Bruchdetektor ausgestattet und damit Teil des HACCP-Konzeptes. Beim Bruch der Quarzglasabdeckscheibe sendet dieser ein Signal zum sofortigen Stopp der Abfüllanlage. Das Premium UV-Modul erfüllt die Anforderungen der Schutzklasse IP67, damit ist es auch in nasser Umgebung einer CIP-Anlage (CIP = Cleaning In Place) voll einsetzbar. Transparente Kunststofftüren, zum Beispiel aus Makrolon, sind als Strahlenschutz ausreichend.

 

Elektronisches Vorschaltgerät und Lüftung sind in einer neuen Medienbox vereint, so wird die Nachrüstung einfacher und der benötigte Platz geringer. Nach dem Baukastenprinzip können ein bis drei UV-Kassetten mit einer Medienbox betrieben werden. Statt mit einer aufwendigen Wasserkühlung werden Premium UV-Module mit Luftkühlung betrieben. Auch die Lüftung einer Medienbox ist ausreichend, um bis zu drei UV-Kassetten zu kühlen. Die Medienbox in Edelstahlausführung ist EMV-fest (EMV = Elektromagnetische Verträglichkeit) und kann weltweit bei einer Versorgungsspannungsfrequenz von 50/60 Hertz betrieben werden. Sie hat zwei 180-264 Volt Anschlüsse. Premium UV-Module sind mit einem Betriebsstundenzähler und einem An / Aus - Lampensignal ausgestattet, wodurch die gesamte Überwachung erleichtert wird.

 

Das Premium UV-Modul kann optional mit einer patentierten Schnellstartlösung ausgestattet werden. Sie verkürzt die Einbrennzeit der UV-Lampe von etwa fünf Minuten auf circa 30 Sekunden. Damit kann der Abfüllprozess schneller angefahren werden.

 

Intensiv und trotzdem kalt

 

Premium UV-Module werden aufgrund ihrer Kassettenlänge besonders in Langläuferabfüllmaschinen mit vier bis zwölf Becherreihen zur Packstoffentkeimung eingesetzt. Die Module sind standardmäßig in drei Größen erhältlich, können aber auch auf die jeweilige Maschinenumgebung speziell angepasst werden. Obwohl die UV-Kassetten eine sehr hohe Bestrahlungsstärke erzeugen, ist die UV-Strahlung kalt. Der Packstoff wird also nicht erwärmt. Damit ist das Entkeimungsverfahren für wärmeempfindliche Materialien wie Kunststoffbecher oder Siegelfolien bestens geeignet.

 

Die UV-Entkeimung mit Premium UV-Modulen ist, unter Berücksichtigung der Auslegungskriterien und mit ausreichend hoher Bestrahlungsstärke, ein einfaches, schnelles und zuverlässiges Verfahren, das im kontinuierlichen Betrieb von Abfüllanlagen eingesetzt wird. Auch außerhalb der Lebensmittelproduktion, beispielsweise bei Packstoffen von Pharmazeutika oder Kosmetika, leistet die Oberflächenentkeimung mit UV-Licht einen wichtigen Beitrag, Verderbniserreger umweltfreundlich zu inaktivieren.

 

Heraeus Noblelight GmbH mit Sitz in Hanau, mit Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich, China und Australien, gehört weltweit zu den Markt- und Technologieführern bei der Herstellung von Speziallichtquellen. Heraeus Noblelight wies 2010 einen Jahresumsatz von 98,9 Millionen € auf und beschäftigte weltweit 689 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Infrarot- und Ultraviolett-Strahler für Anwendungen in industrieller Produktion, Umweltschutz, Medizin und Kosmetik, Forschung und analytischen Messverfahren.

 

Quelle: www.pressebox.de

 

 

 

1. Amflora-Kartoffel kann weiter angebaut werden



Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

 

Berlin: (hib/HIL/LEU) Der kommerzielle Anbau der Gen-Kartoffel Amflora in Deutschland wird nicht gestoppt. Dafür hat sich der Landwirtschaftsausschuss am Mittwochmittag ausgesprochen. Mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP lehnte das Gremium gegen die Stimmen der Fraktionen von SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag der SPD (17/1410) ab, in dem neben dem Anbaustopp unter anderem auch eine Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Zulassung der Amflora gefordert wird.

 

Die SPD begründete ihre Forderung unter anderem damit, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO Bedenken in Bezug auf das in der Amflora-Kartoffel enthaltene Antibiotikaresistenz-Markergen habe. Die Grünen kritisierten, die Zulassung der Kartoffel für den kommerziellen Anbau sei nicht rechtmäßig gewesen, und Die Linke forderte die Bundesregierung auf, die Diskussion um die Amflora-Kartoffel nicht "auf die leichte Schulter" zu nehmen und die Meinung der Bevölkerung nicht zu ignorieren.

 

Die Koalitionsfraktionen verteidigten das Vorgehen. Die Kritik der Opposition, es gebe keine Regeln für den Anbau der Kartoffel, sei nicht zutreffend und das Zulassungsverfahren sei korrekt verlaufen. "In Deutschland werden seit 200 Jahren Kartoffeln angebaut und es gibt entsprechende Anbauregeln", sagte eine Vertreterin der Liberalen.

Die Amflora-Kartoffel ist nicht zum Verzehr bestimmt, sondern zur Gewinnung von Stärke für die industrielle Produktion.

 

 

 

Land tritt Verbraucherinteressen mit Füßen



Bioland und BUND fordern Landwirtschaftsminister Köberle auf, unverzüglich Hersteller und Sorten der gentechnisch verunreinigten Saatgutproben zu nennen.

 

Stuttgart/Esslingen. Obwohl Behörden bei Stichproben bereits Ende April auch in Baden-Württemberg gentechnisch verändertes Maissaatgut gefunden haben, hält Landwirtschaftsminister Rudolf Köberle diese Informationen nach wie vor unter Verschluss. "Mit seiner Verzögerungstaktik tritt das Land die berechtigten Interessen von Landwirten, Bürgern und Verbänden mit Füßen", so Bioland-Geschäftsführer Matthias Strobl. "Nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) muss das Land die betroffenen Saatgut-Firmen und Sorten nennen. Wenn die Bekanntgabe solcher Informationen über Wochen verschleppt wird, entsteht für die betroffenen Landwirte ein großer Schaden."

 

Die Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg, Dr. Brigitte Dahlbender, fordert Minister Köberle zu mehr Transparenz und Offenheit auf. "Erst gestern wurde in einem Bericht des Bundesdatenschutzbeauftragten die Verzögerungstaktik bei der Herausgabe von Informationen bis in die tiefsten Ebenen der Verwaltung angeprangert. Das aktuelle Beispiel Baden-Württembergs im Umgang mit dem UIG zeigt, dass die Probleme im Ländle auf höchster Ebene beginnen. Hier werden nach wie vor die Verursacher der gentechnischen Verunreinigungen geschützt und nicht die Verbraucher."

Jährlich werden Mais-Proben in 13 Bundesländern vor der Aussaat stichprobenartig auf gentechnische Verunreinigungen untersucht. Von 107 in Baden-Württemberg untersuchten Proben wurden vier beanstandet. Im Jahr 2009 wuchs in Baden-Württemberg rund 170 ha verunreinigter Mais auf, da das zuständige Ministerium es versäumt hatte, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Landwirten rechtzeitige Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

 

Für Rückfragen:

Dr. Brigitte Dahlbender, BUND-Landesvorsitzende, Fon 0711 620306-13,

brigitte.dahlbender@bund.net

Matthias Strobl, Bioland-Landesgeschäftsführer, Fon 0177 737 7208,

Matthias.Strobl (at) bioland.de

 

 

 

Sofortiges Importverbot für Klontiere



Sofortiges Importverbot für Klontiere

Regelung über die Neuartige Lebensmittelverordnung unterläuft Verbraucherinteressen

 

Am Tag der Abstimmung der Verordnung über Neuartige Lebensmittel im Umweltausschuss fordert Martin Häusling, Abgeordneter der Grünen/EFA das sofortige Verbot von Klontieren und aller daraus hergestellten Lebensmittel.

 

"Die Recherche für unsere Studie 'Geklonte Nutztiere' haben gezeigt, dass Klonen die Gesundheit der Klontiere auf vielfältige Weise beeinträchtigen kann (1). Vermehrte Krankheitsanfälligkeit sowie Fehlbildungen in Leber und Hirn sind bei Mäusen, Kühen und Schafen festgestellt worden. Hinzu kommt, dass die negativen Folgen nicht nur bei den Klontieren selbst auftreten. Es gibt kein Wundermittel gegen diese Probleme, da sie in komplexen biologischen Prozessen eingebettet sind. Aus Sicht des Verbraucherschutzes sind erste Hinweise aus den USA alarmierend, dass selbst die Milchzusammensetzung bei Klontieren verändert sein kann. Die Tatsache, dass vermutlich ohne Wissen der Behörden Lebensmittel, die aus Klontieren hergestellt wurden, bereits auf den europäischen Markt gelangt sind, bereitet europäische Bauern und Verbrauchern Sorgen.

 

Alleine aus Gründen des Tierschutzes muss ein sofortiges Verbot von den Klontieren selbst, aber auch von ihren Nachkommen, Embryonen und ihrem Sperma verabschiedet werden. Denn wirtschaftlich interessant sind nicht die Klontiere selbst sondern der Handel mit Embryonen und Sperma. Die Interessen weniger Unternehmen, ihre Forschungen auf den Markt zu bringen, dürfen nicht zu übereilten Entscheidungen in der EU-Gesetzgebung führen. Eine Marktdurchdringung ohne Genehmigung, Kontrolle und Rückverfolgbarkeit muss verhindert werden. Mittelfristig brauchen wir in Europa eine eigenständige Gesetzgebung für die Rückverfolgbarkeit von Klontieren und Lebensmittel, die aus ihnen hergestellt werden.

 

Die Verbraucher wollen und brauchen kein Milch und Fleisch von Klontieren (2). Die Gründe für ihre Ablehnung werden in der Studie "Geklonte Nutztiere" von Christoph Then bestätigt. Es gibt keine ausreichenden Erfahrungen, um die Sicherheit von Klontieren für die Lebensmittelsicherheit abzuschätzen."

 

Weitere Informationen:

Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament - Martin Häusling

Tel. +32-2-284-5820, Fax +32-2-284-9820 Email: martin.haeusling@europarl.europa.eu

 

(1) Die Studie "Cloned animals - a killing application" von Christoph Then sowie eine deutsche Kurzfassung finden Sie unter: www.martin-haeusling.eu

(2) Eurobarometer: Europäer sehr skeptisch gegenüber dem Klonen von Tieren zur Lebensmittelerzeugung vom 9. Oktober 2008 http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/08/1478&format=HTML&aged=0&language=EN

 

 

 

Österreich: Amflora-Verbot im Bundesgesetzbuch



BUNDESGESETZBLATT

FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

 

Jahrgang 2010 Ausgegeben am 27. April 2010 Teil II

 

125. Verordnung: Verbot des Inverkehrbringens gentechnisch veränderter Kartoffelerzeugnisse (Solanum tuberosum L. Linie EH92-527-1) zum Zweck des Anbaus in Österreich

125. Verordnung des Bundesministers für Gesundheit, mit der das Inverkehrbringen gentechnisch veränderter Kartoffelerzeugnisse (Solanum tuberosum L. Linie EH92-527-1) zum Zweck des Anbaus in Österreich verboten wird

Auf Grund des § 60 Abs. 1 des Gentechnikgesetzes – GTG, BGBl. Nr. 510/1994, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 127/2005, wird verordnet:

§ 1. (1) Das Inverkehrbringen von Erzeugnissen, die aus nachfolgend beschriebenen GVO bestehen oder solche enthalten, zum Zweck des Anbaus in Österreich ist verboten:

1. Kartoffeln/Erdäpfel (Solanum tuberosum L), welche zur Erzielung eines höheren Amylopektingehalts der Stärke mittels Agrobacterium tumefaciens unter Verwendung des Vektors pHoxwG zur Linie EH92-527-1 (ID: BPS-25271-9) transformiert wurden. Das Produkt enthält folgende DNS-Sequenzen in zwei Genkassetten:

a) Genkassette 1:

Ein vom Tn5 stammendes nptII-Gen, das Resistenz gegen Kanamycin verleiht, reguliert durch einen Nopalin-Synthase-Promotor zur Expression im Pflanzengewebe und terminiert durch eine Polyadenylierungssequenz des Nopalin-Synthase-Gens aus Agrobacterium tumefaciens.

b) Genkassette 2:

Ein Segment des gbss-Gens der Kartoffel/des Erdapfels, welches für das an Granula gebundene Stärkesynthase-Protein kodiert, in Antisense-Orientierung, reguliert durch den aus der Kartoffel isolierten gbss-Promotor und terminiert durch eine Polyadenylierungssequenz des Nopalin-Synthase-Gens von Agrobacterium-tumefaciens.

2. Diese Erzeugnisse wurden von der Firma BASF Plant Science (vormals Amylogen HB) gemäß der Richtlinie 2001/18/EG angemeldet, von der Europäischen Kommission mit Beschluss 2010/135/EU vom 2. März 2010 genehmigt und von der schwedischen zuständigen Behörde am 31. März 2010 zum Inverkehrbringen zum Anbau und für industrielle Zwecke zugelassen.

§ 2. Diese Verordnung tritt mit 1. Dezember 2012 außer Kraft.

Stöger

 

 

 

 
 

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